WÜRZBURG

Aktion Patenkind bittet wieder um Spenden für Menschen

Kurz vor der Vorweihnachtszeit startet auch wieder die Aktion Patenkind der Main-Post. Wer im Team mitarbeitet, merkt schnell: Es gibt mehr hilfsbereite Menschen als man denkt.
Hände, die einander zur Hilfe gereicht werden: Genau das macht die Aktion Patenkind: Sie unterstützt Menschen in Not dan...

 Ellenbogengesellschaft hin, häufig beklagter Egoismus her – alljährlich machen es die Spenden unserer Leser möglich, dass viele Menschen ein schönes Weihnachtsfest feiern können. Aber warum spenden Menschen? Was treibt sie an?

Dass Hilfsbereitschaft und soziales Verhalten der Kitt einer funktionierenden Gesellschaft sind, hat die österreichische Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach etwas poetischer zusammengefasst: „Wenn jeder dem anderen helfen wollte, so wäre allen geholfen.“ In dieselbe Richtung argumentiert Heilpraktikerin Martina Wagner aus Würzburg: „Wir Menschen leben in einer Symbiose. Das, was wir tun, zieht seine Kreise. Jedes Wort und jede Tat.“

Helfen als Job und Leidenschaft

Für Martina Wagner gehört der Wunsch zu helfen nicht nur zum Beruf, sondern auch zu ihrem Privatleben. Seit Jahren schon unterstützt sie die Aktion Patenkind mit Spenden: Sie organisiert regelmäßig Qi-Gong-Veranstaltungen zugunsten der Hilfsaktion. „Das bedeutet eigentlich gleich dreimal Freude: Ich habe Spaß, weil ich es organisiere, die Teilnehmer haben Spaß beim Qi Gong und die Aktion Patenkind kann sich über die Spende freuen.“

Auch den Erlös vom Verkauf ihrer Rezeptmappen für gesunde Ernährung stellt sie der Hilfsaktion zur Verfügung. Aber für Martina Wagner hat das Helfen noch eine weitere Komponente – das Gemeinschaftserlebnis: „Ich finde es schön, wenn ich andere dazu bringen kann, bei etwas mitzumachen. Es ist toll, wenn der Funke überspringt.“

Aktive Hilfe Würzburg, Behindertenzentrum Heuchelhof, Bahnhofsmission, Streetwork, Sozialdienst Katholischer Frauen, der Verein „Hilfe im Kampf gegen Krebs“ – das ist nur ein Auszug aus der Liste der Organisationen, die vom sozialen Engagement der Robert und Margret Krick Stiftung profitieren. Wer sich mit dem Ehepaar aus Würzburg unterhält, spürt schnell echte Herzlichkeit und Wärme. Hier haben es sich zwei Menschen zur Aufgabe gemacht, Gutes zu tun. Weil es ihnen selbst im Leben gut ging. „Wir möchten etwas davon an die zurück geben, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen“, sagt Robert Krick.

Vor 18 Jahren gründete das Ehepaar seine Stiftung. „Es war uns einfach wichtig. Wenn man nichts für andere macht, fühlt man sich nicht wohl. Die Stiftung ist auch eine Befriedigung des eigenen Gewissens.“ Hilfe anbieten, wo sie gebraucht wird, Hinschauen nicht Weggucken – für die Kricks ist das Pflicht. Aber die Stiftungsarbeit macht den beiden auch einfach Spaß. „Es ist eine schöne Aufgabe“, sagt Margret Krick. Wie Martina Wagner fasziniert auch die Kricks die Chance, andere mitzureißen. „Es ist schön, wenn man den einen oder anderen anregen kann, sich ebenfalls sozial zu engagieren.“

Und was sagt der Fachmann zum Phänomen des Helfens und Spendens? „Es gibt dafür viele unterschiedliche Gründe“, sagt Diplompsychologe Dr. Atilla Höfling vom Lehrstuhl für Psychologie II der Universität Würzburg. Einer der wichtigsten Gründe ist Empathie.

Überzeugung und Mitleid

„Menschen identifizieren sich mit jemandem, der hilfsbedürftig ist. Sie empfinden Mitleid. Man hilft, um die Situation des anderen zu verbessern und sich dann auch selber besser zu fühlen.“

Manche Menschen spenden aus Überzeugung – zum Beispiel aus ihrer religiösen Grundeinstellung heraus oder weil sie es in der Familie von Kind an erlebt haben. „Da ist das Spenden dann fest ins Selbstbild integriert.“ Wer so tickt, für den kommen auch langfristige Patenschaften in Frage. Und noch eine Variante: Die klassische Win-Win-Situation kann entstehen, wenn Unternehmen bei Spendengalas Schecks für einen guten Zweck überreichen, auch um das Image zu pflegen.

Egal, aus welchen Gründen jemand Gutes tut: Für die Menschen, die von den Spenden profitieren, ist es in jedem Fall ein Zeichen, dass sie in ihrer Not nicht vergessen werden.

Ansprechpartner

Das Patenkind-Büro ist wieder besetzt. Zu erreichen sind Renate Nowicki, Martina Häring und Andrea Czygan unter Tel. (09 31) 60 01-246, -209 und -655, per E-Mail unter patenkind@mainpost.de. Informationen gibt's online unter www.mainpost.de/patenkind.

Im Sekretariat hilft Gabriele Kauer, die kaufmännische Abwicklung übernimmt Maria Matyssek. Die organisatorische Leitung hat Peter Krones.

Abschied beim Patenkind-Team (von links): Renate Nowicki, Ingrid Zenker, Martina Häring, Peter Krones und Andrea Czygan. Foto: Timo Lechner

Rückblick

  1. Aktion Patenkind betreut Menschen mit den unterschiedlichsten Problemen
  2. Aktion Patenkind: Spendable Leser helfen
  3. Gebeugt von Schicksalsschlägen
  4. Standpunkt: Was heißt da „helfen“?
  5. Das Büro ist wieder besetzt
  6. Melden Sie sich, wir machen dann das Foto
  7. Der Kampf gegen die Armutsspirale
  8. Wenn eine Tafel Schokolade Luxus ist
  9. Von Narben gezeichnet
  10. Menschen in Not die Hand reichen
  11. Standpunkt: Helfen als Mode?
  12. Wir kommen gern, wenn Sie uns rufen
  13. Start der Aktion Patenkind
  14. Gemeinde Rödelsee zeigt Herz
  15. Bernd K. und sein mühsamer Weg aus der Depression
  16. 500 Euro für die Aktion Patenkind
  17. Schicksalsschläge hörten nicht auf
  18. Beim Feiern an Menschen in Not denken
  19. Bibi und die Weihnachtsspende
  20. Erst backen, dann spenden
  21. Patenkind intern: Über den Tag hinaus
  22. 305 000 Euro für die Patenkinder
  23. Ein Renault für den guten Zweck
  24. Aktion Patenkind: Kein Geld für das Töchterchen
  25. Das Spenden-Label hilft
  26. Aktion Patenkind bittet wieder um Spenden für Menschen
  27. Sie rufen an, wir kommen
  28. Eine Familie in großen Nöten
  29. Aktion Patenkind: Spendendaten
  30. Aktion Patenkind: Hilfsaktion geht weiter
  31. Leben in einer schimmeligen Baustelle
  32. Aktion Patenkind: Hilfsaktion geht weiter
  33. Aktion Patenkind: Ohne die Leser läuft nichts
  34. Damit Viktor es eines Tages besser hat
  35. „Wie eine Kerze, die an beiden Enden brennt“
  36. Das Geld reicht nicht für Kinderspielzeug
  37. Aktion Patenkind: Andere nicht alleine lassen
  38. Aktion Patenkind: „Ich spende aus Überzeugung“
  39. Aktion Patenkind: Gutes tun mit der Turbo-Party
  40. Aktion Patenkind: Wir wollen ohne Umwege spenden
  41. Aktion Patenkind: Wir wollen ohne Umwege spenden
  42. Aktion Patenkind: Wir wollen ohne Umwege spenden
  43. Helfen hilft weiter
  44. Thema intern: Vom Geben und Nehmen
  45. Das Büro ist wieder besetzt
  46. Kontakt
  47. Helfen hilft weiter
  48. Das Büro ist wieder besetzt
  49. Thema intern: Vom Geben und Nehmen
  50. Wenn man keine Hoffnung hat

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