publiziert: 13.11.2009 17:22 Uhr
aktualisiert: 13.11.2009 17:23 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text Hamburg/Düsseldorf (dpa/tmn)
Barclaycard sperrt tausende Kreditkarten

Nicht alle Kreditkarten des Anbieters Barclaycard sind derzeit gesperrt. «Sofern Sie nicht von uns kontaktiert wurden, ist Ihre Karte nicht von einer Kartensperrung betroffen», teilt das Unternehmen am Freitag (13. November) auf seiner Homepage mit.

  • Barclaycard Der Kreditkartenherausgeber Barclaycard hat mehrere tausend Kreditkarten gesperrt. Es sind aber nicht alle Kunden von Sperrungen betroffen. (Bild: Barclaycard)
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«Sie können unbesorgt sein und Ihre Karte wie gewohnt einsetzen.» In Fall einer Sperrung will das Unternehmen innerhalb von sieben Tagen eine neue Karte zustellen. Bei Missbrauch verspricht das Unternehmen, für den Schaden aufzukommen. Die aktuellen Sperrungen bei Barclay gelten vor allem für Visa- und Mastercards, die in Spanien eingesetzt wurden. Hintergrund sind Manipulationsversuche von Kriminellen.

«Die Kunden wurden von uns auch vor der Sperrung angerufen, sofern uns eine Telefonnummer vorlag und sie erreichbar waren», sagte Barclaycard-Sprecherin Solveig Zechner in Hamburg. Wer zuvor eingewilligt hatte, am SMS-Service teilzunehmen, habe auf diesem Weg von der Sperrung erfahren. Wer dennoch Nachteile durch die Sperrung erlitten hat oder sie noch erleidet, soll sich laut Zechner an das Unternehmen wenden.

Im Ausland etwa steht mancher möglicherweise ohne Zahlungsmittel da, wenn die Kreditkarte nicht funktioniert. «Das kann passieren. Wir versuchen dann schnellstmöglich, eine Lösung zu finden», sagte Zechner - «durch das Hinterlegen von Bargeld, oder wir schicken eine neue Karte per Kurier». Entstandene Schäden wolle das Unternehmen übernehmen. Auch wer zum Beispiel durch den Ausfall einer Kreditkartenzahlung nicht tanken oder nicht den Heimflug antreten kann, soll Verbraucherschützern zufolge seine Ansprüche anmelden.

«Am besten fragen Sie erst einmal beim Anbieter nach einer Kulanzregelung. Aber grundsätzlich sind die Chancen gut», sagte die Juristin Annabel Oelmann von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Es handle sich in solchen Fällen schließlich um «entgangenen Gewinn», der zu erstatten sei. «Theoretisch müsste das Unternehmen für Schäden aufkommen. Die Beweislage ist durch die Medienberichterstattung ja auch gut.» Barclaycard hat seine Kunden außerdem per Brief über die Sperrungen und die möglichen Hintergründe informiert.

    
    

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