publiziert: 19.11.2009 10:27 Uhr
aktualisiert: 19.11.2009 10:31 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text Berlin (dpa/tmn)
Gesperrte Kreditkarten: Was Verbraucher wissen müssen

Der massenhafte Austausch von Kreditkarten in Deutschland hat viele Bankkunden verunsichert. Nach mehreren Aktionen in jüngster Zeit tauschten in dieser Woche weitere Anbieter ihre Karten aus. Fragen und Antworten zu den Kreditkartensperrungen.

  • Kreditkarten Kunden sollten auf ihrer Abrechnung prüfen, ob es zu unberechtigten Abbuchungen gekommen ist - die Bank ersetzt den Schaden. (Bild: dpa)
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Welche Karten werden gesperrt?

«Wenn Sie keine Post von Ihrer Bank erhalten haben, war und ist Ihre Karte nicht gefährdet», sagte Steffen Steudel, Sprecher beim Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) in Berlin. Der BVR ist derzeit federführend im Zentralen Kreditausschuss. «Die großen Kreditkartenherausgeber - Visa und Mastercard - haben den Banken mitgeteilt, welche Daten oder Kreditkarten möglicherweise von einem Angriff gefährdet waren.»

Im Zentralen Kreditausschuss (ZKA) - dem Dachgremium der deutschen Kreditwirtschaft - wurde entschieden, dass die gefährdeten Karten getauscht werden sollen. Wer nicht in diesem «Datenpool» war, wurde auch nicht angeschrieben. Zahlen von Betroffenen liegen beim ZKA nicht vor. Bei den Volks- und Raiffeisenbanken seien es 60 000 Fälle.

Soll ich meine Karte selber sperren lassen?

«Nein, das ist nicht nötig», sagte Steudel. «Es handelt sich um einen präventiven Tausch» - also um eine Vorsichtsmaßnahme. Viele Karten seien außerdem längst getauscht - «bei den Volksbanken zum Beispiel schon Anfang November». Auch andere Herausgeber - die DKB für die «Miles&More»-Kreditkarten, Visa und Mastercards der britischen Bank Barclay oder Mastercards von KarstadtQuelle - sind schon getauscht oder werden es derzeit.

Sind alle Karten betroffen, die in Spanien eingesetzt wurden?

Nein. «Auch wer gerade in Spanien war, kann sich darauf verlassen, dass er nicht betroffen ist», versicherte Streudel. Es sei denn, er hat entsprechende Post von seiner Bank oder Sparkasse bekommen.

Wer haftet bei Missbrauch?

«Wir zahlen den Schaden, wenn er in Verbindung mit einer Dateneinsicht in Spanien steht», sicherte Steudel zu - wenn es sich also um einen «unerlaubten, vom Kunden nicht veranlassten Zahlungsvorgang handelt». Kunden sollten auf ihrer Monatsabrechnung prüfen, ob von Ihrem Konto falsche Zahlungen abgegangen sind. Sollte das der Fall sein, wenden Sie sich am besten schnell an Ihre Bank oder Sparkasse.

Wie schütze ich mich?

Wer illegale Abbuchungen fürchtet, kann seine Karte unter der zentralen Rufnummer 116 116 sperren lassen. Oder er wendet sich an sein Kreditinstitut oder das Kreditkartenunternehmen. Verbraucherschützern zufolge sollte eine Sperrung und spätere Neu- Aktivierung kostenlos möglich sein.

    
    

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