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aktualisiert: 08.02.2010 18:42 Uhr
NÜRNBERG

Mord an Berufskollegen: Bestatter lockte mit Millionen

Opfer abhängig gemacht
Ein wegen Mordes an einem Berufskollegen angeklagter 54-jährige Bestatter hat das Opfer und andere Bekannte mit dubiosen Gewinnversprechen von sich abhängig gemacht. Dies sagten jetzt Zeugen im Prozess in Nürnberg.

„Nachdem er den Hauptangeklagten kennengelernt hat, hat sich mein geschiedener Mann völlig verändert“, berichtete die Ex-Ehefrau des späteren Mordopfers vor Gericht. Vorher sei er bodenständig und Familienmensch gewesen, danach völlig abgehoben, mit Auswanderungsfantasien. Diese Eindruck bestätigte auch die Mutter des Opfers.

Laut Staatsanwaltschaft hatte der 54-jährige Hauptangeklagte dem Opfer dessen Bestattungsinstitut abgekauft, war aber dem Verkäufer den Kaufpreis schuldig geblieben. Als sich der 43-Jährige im April 2007 mit dem Käufer verabredete und diesen wegen der ausstehenden Zahlung zur Rede stellen wollte, kam es nach Erkenntnissen der Ermittler zur Tat: Ein ebenfalls angeklagter Komplize des mutmaßlichen Rädelsführers habe auf dessen Wink hin den 43-Jährigen erschlagen.



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