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aktualisiert: 08.02.2010 17:35 Uhr
KARLSTADT/THÜNGERSHEIM

Geldkarten und Codes ausspioniert

Sparkassen-Kunden in Karlstadt-Ostlandstraße und Thüngersheim betroffen

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Bei der Sparkasse Mainfranken wurden am Wochenende, 23. und 24. Januar, an den Standorten Karlstadt-Ostlandstraße und Thüngersheim Geldautomaten durch technische Manipulationen ausspioniert. Bisher sind 19 Missbrauchsfälle bekannt.

Wie der oder die Täter die Kartendaten und die dazu gehörenden Geheimzahlen ausgespäht haben, werde aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekannt gegeben, sagt der Würzburger Polizeipressesprecher Michael Denzinger. Die Ermittlungen der Polizei gehen in alle Richtungen, sagt er. Es gebe noch keine heiße Spur.

Bekanntlich befestigen die Täter typischerweise am Karten-Einschiebeschacht des Geldautomaten oder des Türöffners unauffällig ein kleines Lesegerät, durch das die Kunden ihre Karte in den Schacht schieben.

Zusätzlich wird die Eingabe der vierstelligen Geheimzahl oft mit einer Minikamera gefilmt, die irgendwo oberhalb der Tastatur in einer Kunststoffleiste oder Lautsprecherattrappe versteckt ist. Es kamen auch schon Tastenfeld-Attrappen zum Einsatz, die über das Tastenfeld geklebt wurden und die die Tastenkombination aufzeichneten.

Bei Antritt der Belegschaft am Montag sei keine Vorrichtung mehr zu finden gewesen, sagt Sparkassen-Pressesprecher Berthold Gehret. Vielmehr sei die Sparkasse erst durch unrechtmäßige Abhebungen aufmerksam geworden. Diese konzentrierten sich auf die genannten Tage.

Den entstandenen Schaden hütet Gehret sorgfältig. Es handle sich um einen „moderaten Betrag“. Auch gibt er keine Auskunft darüber, wie viele Kunden an dem Wochenende am Automaten waren. Ihre Karten wurden gesperrt. Sie wurden per Post von dem Vorfall informiert, erhielten bereits neue Geheimnummern und werden voraussichtlich bis Ende der Woche mit separater Post neue Karten erhalten. Die Geschädigten bekommen den abgehobenen Betrag sofort wieder gutgeschrieben, ergänzt Gehret.

Die Sparkasse Mainfranken und die Kriminalpolizei weisen darauf hin, dass die Nutzer von Geldautomaten die Tastatur bei der Eingabe abdecken sollten, damit versteckte Kameras der Betrüger die Geheimnummer nicht erfassen können. Darüber hinaus sollten ungewohnte technische Veränderungen am Automaten sofort der Polizei gemeldet werden.


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