Als Bewohner einer Gemeinde, die sich dem Fasching verschrieben hat, und die jährlich einen großen Faschingszug veranstaltet, kommt man nicht ganz vorbei an der Narretei. Das ist ja auch ganz schön so, denn so ist wenigstens einmal im Jahr, die in diesem Fall närrische Welt, zu Gast im eigenen Dorf. Alle sind rührig, sorgen dafür, dass es Bratwürste und Bier gibt, dass keine(r) total über die Stränge schlägt und das hinterher, kaum ist der Zug durch, die Straßen wieder vom Müll befreit werden.
Eine Geschäftsidee aber fehlt noch, wäre sogar dringend notwendig. Die Rede ist vom guten alten Dixi-Klo, dass den oder die Aufsteller bei so einem Faschingszug – auch bei nur 20 Cent „Eintritt“ an nur einem Nachmittag auf seinen Schnitt kommen ließe.
Das der Druck auf die Blase steigt, wenn der Pegel in der Flasche fällt ist bekannt seit Anbeginn der Menschheit. Auf so einem närrischen Wagen werden die Flaschen schnell geleert, die Blase durchgeschüttelt und dann... – kein Klo-Häuschen weit und breit. Die Blase ist voll, die Promille im Kopf, die Hemmungen sind fort, die nächste Hauswand ist nah.
Kurzum – es wird gestrullert was das Zeug hält und nicht nur in blickgeschützten Ecken. Unter normalen Umständen (gibt es die?) ginge so mancher Wildpinkler als Exhibitionist durch, weil er sich auch noch frech umdreht und seinen Gaudiwurm zeigt, wenn hinter ihm Passanten vorbeilaufen.
Ob da Dixi-Klos, im Streckenverlauf aufgestellt, tatsächlich helfen würden, ist dennoch nicht bewiesen, denn so mancher – das ist zu befürchten – würde die Häuschen in seinem Zustand sowieso nicht mehr finden.





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