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aktualisiert: 20.02.2009 15:37 Uhr
SCHWEINFURT

Blanke Angst: Schaeffler-Beschäftigte zittern um Jobs

2000 FAG'ler protestieren vorm Werkstor
Der größte Teil der Spätschicht von Schaeffler/FAG hat sich am Mittwochnachmittag vor dem Werkstor an einer Protestaktion zur Sicherung der Schaeffler-Werke und Arbeitsplätze beteiligt. Betriebsrat und IG Metall hatten dazu aufgerufen. Sie fordern von der Geschäftsleitung ein Zukunftskonzept, das den Erhalt der Werke und Arbeitsplätze beinhaltet. Bisher habe diese keines vorgelegt, berichtete Betriebsratsvorsitzender Norbert Lenhard.

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Lenhard kam von der Sitzung des Wirtschaftsausschusses aus Herzogenaurach, in dem Geschäftsleitung und Arbeitnehmerseite zusammensitzen – und hatte keine guten Nachrichten im Gepäck. Die Aufträge im Automotive-Bereich seien „noch stärker eingebrochen als im Januar, ähnlich entwickelt es sich auch im Industriebereich“. Gleich mehrere Beratungsinstitute seien in der Herzogenauracher Zentrale an der Arbeit „und drehen jeden Stein um“.



Er habe den Eindruck gewonnen, die Handlungsfähigkeit liege schon in anderen Händen als denen der Geschäftsleitung, sagte Lenhard. Kurt Mirlach habe als deren Vertreter keine Auskunft geben können, wie ein Sanierungskonzept aussehen könnte und wann es vorliegt. „Nach unserem bisherigen Überblick ist das Vermögen der Familie Schaeffler das Unternehmen – Fabriken, Maschinen, die Mitarbeiter“, so Lenhard. „In einem Jahr wird dieses Unternehmen völlig anders aussehen“, prophezeite der Gesamtbetriebsratsvorsitzende, die Frage sei nur wie. Es stecke in einer Schuldenfalle, aus der es sich mit eigener Kraft nicht befreien könne.

„Die Alternative zur Insolvenz ist ein Investor, der mit vier bis fünf Milliarden um die Ecke kommt, als weißer Ritter quasi – aber den gibt es leider nicht.“ Deshalb befürworte der Betriebsrat eine Staatsbeteiligung, „damit der Übergang ins Ungewisse, der unausweichliche Wandel als geordneter Übergang möglich wird. Verhindern wollen die Arbeitnehmervertreter eine Zerschlagung der Schaeffler-Gruppe, die mit größerem Arbeitsplatzabbau einherginge.

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