Blanke Angst: Schaeffler-Beschäftigte zittern um Jobs
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Lenhard kam von der Sitzung des Wirtschaftsausschusses aus Herzogenaurach, in dem Geschäftsleitung und Arbeitnehmerseite zusammensitzen – und hatte keine guten Nachrichten im Gepäck. Die Aufträge im Automotive-Bereich seien „noch stärker eingebrochen als im Januar, ähnlich entwickelt es sich auch im Industriebereich“. Gleich mehrere Beratungsinstitute seien in der Herzogenauracher Zentrale an der Arbeit „und drehen jeden Stein um“.
| FOTOSERIE Mehr Bilder von der Demo der Schaeffler-Angestellten ![]() Schweinfurt 18.02.2009 |
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Er habe den Eindruck gewonnen, die Handlungsfähigkeit liege schon in anderen Händen als denen der Geschäftsleitung, sagte Lenhard. Kurt Mirlach habe als deren Vertreter keine Auskunft geben können, wie ein Sanierungskonzept aussehen könnte und wann es vorliegt. „Nach unserem bisherigen Überblick ist das Vermögen der Familie Schaeffler das Unternehmen – Fabriken, Maschinen, die Mitarbeiter“, so Lenhard. „In einem Jahr wird dieses Unternehmen völlig anders aussehen“, prophezeite der Gesamtbetriebsratsvorsitzende, die Frage sei nur wie. Es stecke in einer Schuldenfalle, aus der es sich mit eigener Kraft nicht befreien könne.
„Die Alternative zur Insolvenz ist ein Investor, der mit vier bis fünf Milliarden um die Ecke kommt, als weißer Ritter quasi – aber den gibt es leider nicht.“ Deshalb befürworte der Betriebsrat eine Staatsbeteiligung, „damit der Übergang ins Ungewisse, der unausweichliche Wandel als geordneter Übergang möglich wird. Verhindern wollen die Arbeitnehmervertreter eine Zerschlagung der Schaeffler-Gruppe, die mit größerem Arbeitsplatzabbau einherginge.





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