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aktualisiert: 08.02.2010 19:02 Uhr
SCHWEBHEIM

Rot für zweite Ampel

Zu wenig Fußgänger – zu wenige Autos: Nach Verkehrszählung bleibt der Wunsch ein Wunsch

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(ul) „Wir bekommen weder eine Ampel noch einen Zebrastreifen“, hat Bürgermeister Hans Fischer die Ergebnisse der Verkehrszählung des Straßenbauamtes in der Sitzung des Gemeinderates zusammengefasst. An der Kreuzung Röthleiner Straße/Hauptstraße seien 8090 Fahrzeuge gezählt worden. Die Fußgängerüberquerungen lagen bei maximal 26 pro Stunde, bei unter 50 Überquerungen aber gebe es keine Ampelanlage.

Gerda Ludwig beanstandete, dass die Zählung im November stattgefunden habe, wo weniger alte Leute unterwegs seien. Frank Böhm regte an, selbst eine Fußgängerüberquerung zu machen, und Mario Söllner meinte: „Ein neuralgischer Punkt ist das schon.“ Er fragte, ob diese Zählung wirklich zielführend gewesen sei. „Was in unserer Macht steht, sollten wir, wenn wirtschaftlich möglich, schon machen“, so seine Meinung.

Interne Zählung im Mai?

Bürgermeister Fischer erinnerte daran, dass der Gemeinderat diese Zählung in Auftrag gegeben habe, bot aber an, im Mai noch einmal eine interne Zählung zu veranlassen. Kämmerer Gerald Riedl brachte das Beispiel der Ampel an der Sparkasse in die Diskussion ein: Die sei völlig unnötig, meinte er. Kein Mensch überquere an der Ampel die Straße. Das bestätigte auch Rainer Ludwig. 15 Jahre habe man um diese Ampel gekämpft, erinnerte sich Bürgermeister Fischer und bedauerte, dass sie so wenig genützt werde. Dasselbe befürchtet er für eine Ampel an der Kreuzung Röthleiner Straße/Hauptstraße: „Wer vom Naturfreundehaus kommt, läuft nicht vor zu einer möglichen Ampel.“

An der Kreuzung am südlichen Ortsausgang, Hauptstraße – Heidenfelder Straße sowie Richtung Unterspiesheim und Grettstadt, wurden 2650 Fahrzeuge gezählt, davon fuhren aber noch 320 durch den Ort.

Bürgermeister Hans Fischer hofft, dass sich die Fahrer bald eine andere Strecke angewöhnen werden, denn Anfang Mai werde die Brücke auf der Staatsstraße 2271 zwischen Unterspiesheim und Schwebheim sechs Monate lang wegen Instandsetzungsarbeiten gesperrt.

Tempomesser

Eingehend diskutiert wurde die Anschaffung eines weiteren Geschwindigkeitsmessgerätes. Während sich in der Regel 75 Prozent der Autofahrer an die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten im Ort halten, steigt die Zahl durch Einsatz einer Geschwindigkeitsanzeige auf 89 Prozent. Ein Gerät besitzt die Gemeinde bereits, und Frank Böhm schlug vor, dies eben unterschiedlich zu positionieren.

Das aber wird bereits getan. Ein Geschwindigkeitsmessgerät kostet 3200 Euro, 50 Euro dafür sind bereits als Sammelspende in der Verwaltung eingegangen, weitere 200 Euro fest zugesagt. Trotzdem konnte sich der Rat noch nicht entscheiden und vertagte diesen Punkt auf die kommende Sitzung.

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