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aktualisiert: 01.08.2008 18:00 Uhr
SCHWEINFURT

Zuversichtlich in die Landtagswahl

CSU-Landtagsfraktionschef Georg Schmid beim Ehrenabend der CSU Schweinfurt
(chr) Bodenständiges gemischt mit Bibelzitaten und Volksweisheiten und einem kräftigen Schuss Wahlkampf – so gab sich Georg Schmid, CSU-Fraktionschef im Landtag, beim Ehrenabend der CSU Schweinfurt, der nur alle drei Jahre stattfindet. Bei den 90 Anwesenden kam das gut an, was der mehrmalige Zwischenbeifall unterstrich.

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„Dort, wo die Freiheit des Einzelnen und das Eigentum ist, da ist die CSU zuhause“, sagte der MdL aus Donauwörth. Das sei im Mittelstand, im Familienbetrieb, in der Landwirtschaft und bei der hart arbeitenden, allein erziehenden Mutter der Fall. Von einer Hängematte stehe nichts in der Bibel, legte Schmid nach, der das Heilige Buch – nach eigener Aussage – zweimal gelesen hat. Ordnung, Disziplin, Respekt vor dem Alter und dem Leben des anderen seien die festen Fundamente, auf denen seine CSU stehe, sagte Schmid. „Wer aber unverschuldet in eine Notlage gerät, der bekommt unsere Solidarität“, so der 59-Jährige im Saal des Kolpinghauses.

„Bayern hat sich gut entwickelt“, so Schmidt: die geringste Arbeitslosigkeit in Deutschland, die wenigsten Sozialhilfeempfänger, die höchste Zahl an Patentanmeldungen und das stärkste Wirtschaftswachstum. Mit den drei Wahlkampfthemen „Kinder, Bildung, Arbeit“, werde die CSU im September erfolgreich sein, zeigte sich der zweifache Familienvater siegesgewiss. Zudem setze sich die Partei für Steuersenkungen ein, dass die Menschen wieder „mehr Netto vom Brutto“ bekommen.

52,4 Prozent für die Schwarzen im September hatte Schmid gegenüber der „Augsburger Allgemeinen Zeitung“ getippt. Die Zahl wollte er in Schweinfurt auch auf Nachfrage hin nicht aufstocken, obwohl sein parteiinterner Gegenspieler – freilich nur was das Rauchverbot angeht – MdL Hans Gerhard Stockinger 53 Prozent für seinen Wiedereinzug ins Maximilianeum benötigt. Das Rauchverbot spielte in Schmids Rede ansonsten keine Rolle. Selbst auf Nachfrage der Presse ließ Schmid sich hierzu nichts entlocken. „Wieso? Die Luft hier drin ist doch prima. Ich habe keinen Rauch gerochen“, scherzte Schmid. Weil zu diesem Zeitpunkt das Urteil des Bundesverfassungsgerichts noch ausstand, wollte er sich nicht weiter äußern.

Der Landtagsdirektkandidat Gerhard Eck forderte die anwesenden CSUler auf „Kerner-Arbeit zu leisten, um die Menschen von der richtigen Politik der CSU zu überzeugen.“ Stockinger betonte in seinem Grußwort, das Duo Eck-Stockinger funktioniere gut, und er hoffe auf eine Fortsetzung. Die Bezirkstagskandidaten Jochen Keßler-Rosa und Christine Bender nutzten die Veranstaltung, um sich bekannt zu machen.

Im Mittelpunkt des Abends standen aber die Geehrten. Für 60 Jahre treue Mitgliedschaft wurden Maria Miltenberger und Herrmann Fitz geehrt. Seit 50 Jahren halten Gerald Hirsch, Horst Ritzmann und Ernst Roth der CSU die Treue. „Ein schwarzer Edelstein unter lauter Roten“ sei Ernst Roth gewesen, lobte Stockinger den ehemaligen städtischen Mitarbeiter. Auffällig war, dass von den für 20- und 25-jährige Mitgliedschaft zu Ehrenden nur wenige gekommen waren. Unter den für 45-jährige Treue Geehrten stach der ehemalige Fraktionsvorsitzende Edmund Hornung scheinbar so heraus, dass seine Frau Britta fast vergessen worden wäre. Das habe vielleicht daran gelegen, dass sie nur ganz kurz im Stadtrat war, bevor sie weggeheiratet wurde, scherzte Stockinger. Für 45-jährige Treue wurden zudem Ex-MdL Willi Baumann, Helmut Full, Günther Hofmann, Martin Weber und Herbert Wiesenberger geehrt.

Die Ehrungen – 60 Jahre: Fritz Hermann, Maria Miltenberger; 50 Jahre: Gerald Hirsch, Horst Ritzmann, Ernst Roth; 45 Jahre: Ex-MdL Wilhelm Baumann, Helmut Full, Günther Hofmann, Stadtrat Edmund Hornung, Martin Weber, Herbert Wiesenberger; 40 Jahre: Oswin Dekant, Joachim Haas, Otto Rüger, Willy Steger, Bürgermeister Otto Wirth; 35 Jahre: Günther Bankmann, Karl Beck, Karl-Heinz Busch, German Cramer, Wolfram Deinzer, Eugen Ernst, Joachim und Erika Heimrich, Karl-Heinz und Ruth Hoppe, Josef Hutter, Lothar Kaiser, Herbert Kirchner, Georg Kreiner, Hildegard Kuther, Else Lauerbach, Bernd und Uta Linek, Anna Müller, Erich Neugebauer, Stadtrat Klaus Rehberger, Eberhard Roos, Hiltrud Rüger, Albert Scherg, Alois Schmitt, Hedwig Schorn, Adolf Schulz, Heinrich Stöcker, MdL Hans Gerhard Stockinger, Wolfgang Warmuth, Heinz Witzgall und Helga Zimmermann. 30 Jahre: Gerda Arenz, Rüdiger Beugel, Alois Buhlheller, Willi Dekant, Martin Emmerling, Günther Flury, Stadtrat Stefan Funk, Robert Göller, Herbert Häusler, Britta Hornung, Rudolf Jopp, Rainer Lehfer, Thomas Lützelberger, Erich Markof, Benno Meukel, Ingeborg und Manfred Michna, Elmar Müller, Werner Persch, Wolfgang Reder, Gisela Richter, Alfred Roth, Udo Saalfrank, Liselotte Schineis, Konrad Schirmer, Oskar Schreiner, Reinhard Schunder, Walter Schweiger, Stadträtin Verena Söhnlein, Herbert Wedler. 25 Jahre: Robert Albert, Anna Maria Albert-Röhm, Sissi Alexander, Stadtrat Arno Barth, Edgar Bernhardt, Christiane Bretz, Leo Eisenkolb, Hans-Werner Forster, Maria Funk, Philipp Goldbach, Emil Halbritter, Robert Hieronymus, Arthur Höfling, Claus Hübner, Gerhard Karbacher, Christa und Klaus Kupfer, Margarete Lungwitz, Herbert Röhrig, Bernd Schmitt, Gertraud Schreiber, Horst Wacker, Manfred Wiedenmann, Gerda Arenz, Rüdiger Beugel 20 Jahre: Matthias Adams, Michael Bach, Karin Baumann, Leo Deusser, Claus Effner, Gerhard Engert, Gebhard Fleck, Werner Garbe, Thomas Gareiß, Günter Göbel, Dieter Hümmer, Angelika Kopp, Günter Kresse, Peter Krier, Karin Lorenz, Wolfgang und Ruth Masuch, Dietmar Mende, Norbert Ploner, Stadtrat Mathias Ritzmann, Walter Rupprecht, Ingrid Schlager-Baierl, Theo Schmitt, Joachim Siegmann, Veit Stoßberg, Barbara Wagner-Hohenlobbese, Lothar Weck, Stefan Weger, Liselotte Wolpert.

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