Die große Unbekannte ist am Sonntag die Wahlbeteiligung. Gelingt es der CSU, ihre Anhängerschaft trotz vermeintlich schon gewonnener Wahl zu mobilisieren? Kann die SPD mit Kathi Petersen die Herrschaft der CSU im Rathaus beenden? Vor 18 Jahren hatte Gudrun Grieser in der Stichwahl Werner Bonengel deutlich überholt, der nach dem ersten Urnengang mit nur 241 Stimmen vorne gelegen hatte. mehr ...
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Ein Kandidat auf Nachtschicht: OB-Bewerber Sebastian Remelé (CSU) ist in der Nacht zum Montag durch Schweinfurt gezogen. Im Gepäck 100 Vespertütchen, um Menschen, die zu dieser Zeit arbeiten müssen, eine kleine Abwechslung zu bieten. „Ich habe bei meinen Hausbesuchen Schweinfurt neu kennengelernt“, sagt er über die Motivation für den Besuch zur späten Stunde; dabei sei die Überlegung entstanden, Schweinfurt „auch 'mal bei Nacht zu erleben“. mehr ...
Dass ihr Gegenkandidat Sebastian Remelé (CSU) mit deutlich mehr als 40 Prozent ein unerwartet hohes Ergebnis im ersten Urnengang zur Oberbürgermeisterwahl eingefahren hat, räumt die SPD-Kandidatin Kathi Petersen unumwunden ein. Das habe nicht nur sie überrascht. Damit sieht sie sein Wählerpotenzial aber ausgeschöpft, weshalb sie für sich gute Chancen ausmacht, den CSU-Konkurrenten in der Stichwahl am kommenden Sonntag, 21. März, doch noch zu überholen, sagte sie vor der Presse. mehr ...
Die Kandidaten der beiden auch im Stadtrat stärksten Parteien CSU und SPD gehen am 21. März in die Stichwahl um den Chefsessel im Rathaus. Dass CSU-Bewerber Sebastian Remelé mit 8862 Wählern (46,44 Prozent) mehr als doppelt so viele wie die im Rennen verbliebene SPD-Frau Kathi Petersen (3666, 19,21 Prozent) schon im ersten Wahlgang am Sonntag auf sich vereinigen konnte, überraschte ebenso wie die Chancenlosigkeit der anderen vier. Von „katastrophal“ bis „enttäuschend“ reichten die Kommentare zur erneut niedrigen Wahlbeteiligung von 47,5 Prozent. Ganz im Gegensatz dazu war das Rathaus während des bereits um 18.45 Uhr ausgezählten Ergebnisses sehr gut besucht, von Anhängern aller Kandidaten wie von „normalen“ Bürgern. mehr ...
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Auf klassische sozialdemokratische Themen setzt Kathi Petersen, um am 7. März den Stuhl der Oberbürgermeisterin zu erobern. Etwa ein Dutzend Punkte zählte sie am Montag bei der Präsentation ihres Programms vor den Medien auf. Nicht mehr nur „Beton“ dürfe im Mittelpunkt stehen, sondern die Menschen, sagte sie mit einem deutlichen Seitenhieb auf Amtsinhaberin Gudrun Grieser. Auffällig auch, dass sie deren Vorgänger Kurt Petzold mehr als einmal erwähnte: „Mit dem Blick auf ihn sieht man, wie zukunftsweisend sozialdemokratische Politik sein kann.“ mehr ...
Schaut sie auf Schweinfurt, dann formuliert Kathi Petersen, dass mehr der Mensch im Mittelpunkt der Stadtpolitik stehen müsse als der Beton, sprich die enorme Bautätigkeit der vergangenen Jahre. Sie will für einen Politikwechsel stehen: Ein „neues Miteinander“ hat sich die 53-jährige Theologin auf die Fahnen und die Plakate geschrieben, die in einigen Varianten auch ohne den SPD-Schriftzug auskommen. Von der Beteiligung der Bürger ist bei ihr viel die Rede. Zu ihren zentralen Forderungen gehört der so genannte Bürger-Haushalt: Die Schweinfurter sollen vor Verabschiedung des Etats ihre Wünsche formulieren können, welche Investition Vorrang haben. Und der Stadtrat soll dann öffentlich Stellung beziehen. mehr ...
Sebastian Remelé, 40 Jahre alt, Rechtsanwalt, Stadtrat und engagiertes Mitglied in Kirche und Vereinen, ist Vater von vier Kindern zwischen drei und zehn Jahren. Sein politisches Augenmerk gilt denn auch besonders den Themen junge Familien, Schulen und Integration. „Der Unterschied zu meiner Vorgängerin: Ich wäre ein OB mit kleinen Kindern“, sagt er. Nach Jahren der Wirtschafts- und Kulturpolitik („Jedes der Großprojekte der letzen Jahre war sinnvoll und nötig“) sieht er nun eine Zeit der Konsolidierung und der Familien- und Sozialpolitik kommen. Im übrigen sieht er keinen Gegensatz zwischen wirtschafts- und familienfreundlicher Politik. mehr ...
Die Partei, für die er antritt, hat sich als oberste Prämisse soziale Gerechtigkeit auf die Fahne geschrieben – ein zentraler Wert, der sich selbstredend auch auf seinen Wahlplakaten findet. Einen Sozialpass fordert er vehement. Die 1,5 Millionen Euro, die er laut Ordnungsreferent kosten soll, nennt er eine Milchmädchenrechnung“, um ihn zu verhindern. mehr ...
Am Schluss hat sein ehrenamtliches Engagement für Schlagzeilen gesorgt, die er sich wohl kaum gewünscht hat. Die Kindertafel wurde von der Schweinfurter Tafel mächtig unter Beschuss genommen und als Vorsitzender des Eislaufvereins ERV hat er wegen des maroden Icedome-Daches doch recht heftig in Richtung Stadt geschimpft. Das Thema freilich könnte einen OB Labus später einmal einholen. mehr ...
Eine Kandidatur war für Christiane Michal-Zaiser zunächst kein Thema. Dass sie doch antritt, dürfte maßgeblich damit zu tun haben, dass die CSU Jochen Keßler-Rosa abgelehnt hat. Sie teilt seine soziale Einstellung, die sie unter anderem in der gemeinsamen Arbeit für „Schweinfurt hilft“ schätzen lernte. Unabhängigkeit und Gerechtigkeit sind der bekennenden Schweinfurterin wichtig. Gezeigt hat sie das, als sie 2001 als Parteilose in der Fraktion der CSU dieser nicht folgte und erfolgreich dem fachlich anerkannten Baureferenten der SPD den Job rettete. mehr ...
Wir haben jeden der sechs Kandidaten an seinem Lieblingsort in Schweinfurt getroffen und ihm drei Fragen gestellt:1. Was ist das Besondere an diesem Ort? 2. Nennen Sie drei Begriffe, die Ihnen zu Schweinfurt einfallen. 3. Warum sollten die Schweinfurter Bürger gerade Sie zum/zur OB wählen? mehr ...
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(hh) Auf eine Podiumsrunde mit den OB-Kandidaten zum Themenfeld Behinderung habe er absichtlich verzichtet, erklärte der Vorsitzende des Behindertenbeirats, German Saam, dieser Zeitung. Erstens, weil es genügend Diskussionen gab, mehr aber noch, weil ihm die Antworten auf die Fragen des Behindertenbeirats jetzt in schriftlicher Form vorlägen. Man könne die Kandidaten so an ihre Wahlkampfaussagen erinnern. mehr ...
Betont locker ist es genau zehn Tage vor der OB-Wahl bei der Diskussionsrunde des Stadtjugendrings (SJR) im proppenvollen „Theorema“ zugegangen. Im letzten Aufeinandertreffen der sechs Kandidaten vor der Wahl – die vom Bund Naturschutz für diesen Montag geplante Diskussion ist abgesagt worden – durften sie sich vorwiegend von ihrer menschlichen Seite zeigen. mehr ...
SPD, CSU, Grüne, Linke und auch die mittlerweile den Freien Wählern angehörende Schweinfurter Liste nutzen im OB-Wahlkampf die Möglichkeiten, die sich ihnen dank Parteiapparat bieten. Jeder greift auf einen prominenten Politiker zurück, der für den jeweiligen Kandidaten wirbt. proschweinfurt kann das nicht, weil es die Wählergruppe nur lokal gibt. mehr ...
Der „Heiße Stuhl“ des DGB, auf dem die sechs OB-Kandidaten zu Wirtschafts-, sozialen und anderen Fragen ausgequetscht wurden, hat über 300 Interessenten ins Naturfreundehaus gelockt – viel mehr als erwartet. Seit ewigen Zeiten wohl musste die Empore wieder geöffnet werden, um den Andrang zu bewältigen. Wacker schlugen sich alle Kandidaten. mehr ...
Cem Özdemir hat als Bundesvorsitzender der Grünen viel zu tun. Wahlkampfunterstützung für den OB-Kandidaten einer Mittelstadt wie Schweinfurt gehört nicht unbedingt zu seinen vordringlichen Aufgaben. Marc-Dominic Bobergs Bitte konnte er sich wohl nicht entziehen, und so hat er – quasi auf der Durchreise (weiter nach Hamburg) – kurz mal in Schweinfurt Station gemacht. mehr ...
(fan) Rund 70 Interessenten sind am Dienstagabend zur Wahlkampfveranstaltung des OB-Kandidaten Stefan Labus von der Schweinfurter Liste (SWL) ins Naturfreundhaus gekommen. Dort rührten MdL Günter Felbinger und die Kitzinger Landrätin Tamara Bischof (Freie Wähler) heftig die Werbetrommel für den SWL-Kandidaten. Die Schweinfurter Liste ist ein Stadtverband der Freien Wähler. mehr ...
(hh) Bei der Wahl des Baureferenten Jochen Müller 2001 standen Ulrike Schneider – heute Schweinfurter Liste – und Christiane Michal-Zaiser – heute prosw – Seit an Seit und folgten als damalige Mitglieder der CSU-Fraktion nicht der Marschroute ihrer Partei. Von der einstigen Gemeinsamkeit scheint aber wenig übrig. Ulrike Schneider geht jedenfalls wegen einer Aussage Michal-Zaisers bei einer der Podiumsdiskussionen zum OB-Wahlkampf mächtig auf die prosw-Kandidatin los. mehr ...
Als erster Kandidat hat Frank Firsching von den Linken sein Programm zur Oberbürgermeisterwahl am 7. März vorgestellt. Jeder Bürger könne so sehen, „was Frank Firsching will,“ sagte er beim Medientermin: Das 19 Punkte umfassende Programm sei gemeinsam mit dem Kreisverband erarbeitet worden, trage aber seine Handschrift. Die vierseitige Broschüre ist im Büro Hadergasse, an Infoständen in der Innenstadt erhältlich und auf der Homepage www.dielinke-sw.de nachzulesen. mehr ...
Drei Fragen sind den sechs OB-Kandidaten am Mittwochabend im Pfarrzentrum St. Kilian zum Thema Kindertageseinrichtungen in Schweinfurt gestellt worden: Sollen und können Kitas christliche Werte vermitteln und zur Integration beitragen? Wie viel Geld ist ihnen die Arbeit der Kitas wert? Wie stehen sie zur Betreuung der unter Dreijährigen? mehr ...
Sie wolle Schweinfurt voranbringen und wegweisend präsentieren, „gerecht, unabhängig, frei von Parteidenken, weil Schweinfurt den Bürgern und nicht den Parteien gehört“. Dieses Fazit zog prosw-OB-Kandidatin Christiane Michal-Zaiser vor den Medien bei ihrer Programm-Präsentation am Montag. Mit neun Punkten sollen die Schweinfurter überzeugt werden, CMZ zu wählen, wie Fraktionschef Karl-Heinz Knöchel sie in einer Erklärung nannte. mehr ...
Voll im Griff hatte Diözesanpräses Peter Hartlaub von der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) die Diskussionsrunde am Dienstagabend. Die OB-Kandidaten zollten sich gegeneinander reichlich Respekt. Nur Stefan Labus von der Schweinfurter Liste startete Abgrenzungsversuche gegenüber proschweinfurt, die Fraktion, die er als CSU-Mehrheitsbeschaffer einstuft. mehr ...
Muss nach der Ausweitung der Einzelhandelsflächen zu Lasten der Innenstadt jetzt der Marktplatz umgestaltet werden? Brauchen wir ein Gesundheitszentrum – ja oder nein? Will jemand den Gewerbesteuerhebesatz verändern? Wie soll das Viertel der Schweinfurter mit Migrationshintergrund integriert werden? Was ist am Personennahverkehr verbesserungsfähig, und was ist für Schulen und Bildung zu tun? Schließlich: Braucht Schweinfurt einen Sozialpass? mehr ...
Gravierende programmatische Unterschiede waren auch bei der zweiten Podiumsdiskussion unter den OB-Kandidaten nicht auszumachen. Obwohl die Veranstaltung dieses Mal öffentlich war, blieben in der Handwerkskammer Stühle unbesetzt. Kreishandwerksmeister Udo Wachter begrüßte unter den knapp 100 Zuhörern aber nicht nur „partikular Interessierte“, wie Moderator Holger Laschka anmerkte. Laschka korrigierte mit Witz auch einen Fehler Wachters, der die prosw-Kandidatin als Michal-Zeißner begrüßt hatte. mehr ...
Bei der ersten Podiumsdiskussion zur OB-Wahl haben die sechs Kandidaten am Montagabend im Konferenzzentrum ihre Positionen zu den Themen Einzelhandel, Wirtschaft und Stadtentwicklung erklärt. Die Werbegemeinschaft „Schweinfurt erleben“, die Wirtschaftsjunioren und der Einzelhandelsverband hatten ihre Mitglieder eingeladen. Obwohl für die Stadträte doch noch die Tür geöffnet wurde – zirka 30 von 44 kamen –, waren nur rund 200 der 280 Plätze besetzt. Allerdings stieß der Auftakt auf großes Medieninteresse. mehr ...
Es sind lauter nette Bewerber um OB Griesers Bürgermeistersessel, die sich vor der städtischen Wirtschaft in nur wenigen Punkten unterscheiden wollten – und wenn, dann zivilisiert. Bei Stadtratssitzungen geht's oft ganz anders zur Sache. Sie haben versucht, sich von ihrer besten Seite zu zeigen, ein paar Unterschiede waren aber doch auszumachen. Am besten präsentierte sich der Grüne Boberg – rhetorisch gut mit schlüssigen Argumenten. Auch Petersen brachte ihre Anliegen engagiert und erstaunlich locker rüber. Remelé wirkte sympathisch, oftmals aber distanziert. Den Linken Firsching hat man vor seinem Klientel auch schon sprühender erlebt. Christiane Michal-Zaiser hatte mit einigen Hängern zu kämpfen. Bei Labus schadete die allzu flotte Rede oft der Überzeugungskraft. mehr ...
(fan) Jetzt endlich ist es auch rechtlich hochoffiziell: Am Dienstagmorgen hat der Wahlausschuss der Stadt sechs von acht Bewerbern als Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl am 7. März zugelassen. Es sind dies Sebastian Remelé (CSU), Kathi Petersen (SPD), Marc-Dominic Boberg (Grüne), Stefan Labus (Schweinfurter Liste), Frank Firsching (Die Linke), Christiane Michal-Zaiser (Proschweinfurt). Zwei Bewerber wurden nicht zugelassen: Martin Kupfer (Aus Schweinfurt – für Schweinfurt) und Suad Eroglu (Einfache Bürger Schweinfurts). Sie wollten erstmals zur OB-Wahl antreten, ohne einer im Stadtrat vertretenen Partei und Gruppe anzugehören und hätten nach dem Wahlgesetz im Vorfeld jeweils 340 Unterstützer-Unterschriften auf sich vereinen müssen. Das ist ihnen nicht geglückt. Kupfer erhielt 111, Eroglu nur 32. Damit, so der Wahlausschuss, seien beide Wahlvorschläge ungültig. mehr ...
Noch nie war der Drang ins Amt quantitativ so groß, und selten war der Ausgang einer Oberbürgermeisterwahl in Schweinfurt so ungewiss wie 2010. Blickt man 18 Jahre zurück, dann brachte zwar der Sieg der (schwarzen) Seiteneinsteigerin Gudrun Grieser über den anerkannten (roten) Finanzreferenten Werner Bonengel für die meisten Schweinfurter eine Überraschung. Diesmal jedoch lässt es sich noch nicht einmal einigermaßen verlässlich voraussagen, wer in die Stichwahl, den alles entscheidenden Showdown, kommen wird. mehr ...




















































