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aktualisiert: 08.02.2010 20:48 Uhr
THÜNGERSHEIM/KARLSTADT

Geldkarten und Codes ausspioniert - Sparkassen-Kunden betroffen

In zwei Filialen in Thüngersheim und Karlstadt – Schaden wird ausgeglichen
Bei der Sparkasse Mainfranken wurden am 23. und 24. Januar in zwei Filialen Geldautomaten durch technische Manipulationen ausspioniert. Betroffen waren die Sparkasse in Thüngersheim und die Filiale in Karlstadt-Ostlandstraße. Bisher sind der Polizei 19 Missbrauchsfälle bekannt.

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Bei der Sparkasse Mainfranken wurden am 23. und 24. Januar in zwei Filialen Geldautomaten durch technische Manipulationen ausspioniert. Betroffen waren die Sparkasse in Thüngersheim und die Filiale in Karlstadt-Ostlandstraße. Bisher sind der Polizei 19 Missbrauchsfälle bekannt.

Wie der oder die Täter die Kartendaten und die dazu gehörenden Geheimzahlen ausgespäht haben, will die Polizei „aus ermittlungstaktischen Gründen“ nicht bekannt gegeben, wie der Würzburger Polizeipressesprecher Michael Denzinger sagt. Die Ermittlungen der Polizei gehen „in alle Richtungen“. Eine heiße Spur haben die Ermittler nach eigenen Angaben noch nicht.

Bekanntlich befestigen die Täter typischerweise am Karten-Einschiebeschacht des Geldautomaten oder des Türöffners unauffällig ein kleines Lesegerät, durch das die Kunden ihre Karte in den Schacht schieben.

Zusätzlich wird die Eingabe der vierstelligen Geheimzahl oft mit einer Minikamera gefilmt, die irgendwo oberhalb der Tastatur in einer Kunststoffleiste oder Lautsprecherattrappe versteckt ist. Es kamen auch schon Tastenfeld-Attrappen zum Einsatz, die über das Tastenfeld geklebt wurden und die die Tastenkombination aufzeichnen.

Als die Mitarbeiter der Filialen am Montag nach der Tat zur Arbeit antraten, waren offenbar keine auffälligen Vorrichtungen mehr zu finden, sagt Sparkassen-Pressesprecher Berthold Gehret. Die Sparkasse sei erst durch unrechtmäßige Abhebungen aufmerksam geworden.

Den entstandenen Schaden will der Sparkassensprecher nicht verraten. Es handle sich um einen „moderaten Betrag“. Auch gibt er keine Auskunft darüber, wie viele Kunden an dem Wochenende am Automaten waren. Ihre Karten wurden gesperrt. Sie wurden per Post von dem Vorfall informiert, erhielten bereits neue Geheimnummern und werden voraussichtlich bis Ende der Woche neue Karten erhalten. Die Geschädigten bekommen den abgehobenen Betrag sofort wieder gutgeschrieben, ergänzt Gehret.

Die Sparkasse Mainfranken und die Kriminalpolizei weisen darauf hin, dass die Nutzer von Geldautomaten die Tastatur bei der Eingabe abdecken sollten, damit versteckte Kameras der Betrüger die Geheimnummer nicht erfassen können. Darüber hinaus sollten ungewohnte technische Veränderungen am Automaten sofort gemeldet werden.


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