Sonntag der 14.03.2010 19:24 Uhr
Schließen
Benutzername
Passwort
Login merken   
aktualisiert: 08.02.2010 20:36 Uhr
WÜRZBURG

Hurra – wir sind Gartenschau 2018

Würzburger Konzept und harte Arbeit haben die Jury im zweiten Anlauf überzeugt
Es lag am Montagmorgen eine Spannung in der Luft, die man förmlich greifen konnte. Kurz nach 11 Uhr dann die erlösende Nachricht: Würzburg darf zur Landesgartenschau 2018 einladen. Die Stadt hat das Duell mit der oberbayerischen Stadt Erding für sich entscheiden können.

Bild vergrößern

Oberbürgermeister Georg Rosenthal, der auf einer Dienstreise in München weilte, wurde als erster informiert, ehe die Nachricht an die Presse ging und sich wie ein Lauffeuer im Internet verbreitete. Die lange Vorarbeit der Stadt mit einer starken Unterstützung aus der Bevölkerung und der ganzen Region hatte sich im zweiten Anlauf ausgezahlt.

„Das neue Gartenschau-Gelände hat meines Erachtens alles, was es für eine neue Erfolgsgeschichte braucht“, ließ Rosenthal mit Blick auf die erste Würzburger Gartenschau 1990 wissen. Damals hatte die Stadt mit der Schau am Fuße der Festung einen Besucher-Rekord von 2,5 Millionen geschafft, der bis heute nicht geknackt werden konnte.

Schon die Bewerbung hat die Planungen am Hubland beflügelt, stellte der OB er fest. Erst im Januar 2009 hätten die letzten US-Streitkräfte die Leighton-Barracks verlassen, ein Jahr später sei ein internationaler städtebaulicher Wettbewerb abgeschlossen, für eine Straßenbahnlinie seien die Vorstellungen detailliert und für die LGS-Ausstellungsfläche auf 25,5 Hektar Fläche konkret geworden.

Was die Stadt geleistet hat, beeindruckte auch die Jury ganz massiv, bestätigte am Montag noch einmal Dagmar Voß, die Geschäftsführerin der Gesellschaft zur Durchführung von Landesgartenschauen. Die erste Bewerbung vor einem Jahr war daran gescheitert, dass man nicht glauben konnte, die Stadt würde das, was sie sich im Konzept vorgenommen hat, bis 2016 schaffen. Selbst die Flächen für die LGS waren damals noch „schwammig“. Jetzt konnte man die grundlegenden Schritte nachweisen. Es ist die Straßenbahn-Anbindung versprochen und es gebe keinen Grund zu zweifeln, dass diese Linie 6 ab 2017 auch fährt.



Absoluter Pluspunkt für Würzburg war und ist die Perspektive, einen neuen Stadtteil entwickeln zu können. Das sei etwas ganz Besonderes und in dieser Größenordnung in der LGS-Geschichte noch nicht da gewesen. Letztendlich habe aber auch die Zusammenarbeit mit der benachbarten Universität auf dem gleichen Areal und die mögliche Zusammenarbeit mit verschiedenen Fakultäten eine wesentliche Rolle gespielt. Das bringe die einmalige Chance, die Gartenschau mit zukunftsweisenden Themen zu bereichern.

Mit der Entscheidung, die nun auch den Segen der zuständigen bayerischen Ministerien für Umwelt und Landwirtschaft hat, wird das Abenteuer Gartenschau jetzt konkret. Als nächstes muss die Stadt einen Vertrag mit der Gartenschau-Gesellschaft abschließen. Danach wird ein Ideenwettbewerb ausgeschrieben.

Derweil muss sich die Stadt auch Gedanken über Finanzierungsfragen machen. „Wir gehen davon aus, dass sich die Stadt die Bewerbung gut überlegt hat“, meinte Dagmar Voß auf die Frage der Kosten. Da wird auch für Würzburg noch einiges übrig bleiben. Alle förderfähigen Kosten werden mit 50 Prozent bezuschusst, maximal gibt es 3,6 Millionen Euro. Die Fördersumme ist „gedeckelt“.

Riesig gefreut hat sich am Montag auch Umweltreferent Wolfgang Kleiner, der federführend für die Bewerbung verantwortlich war. Wie der OB dankte auch er allen, die die enorme Vorarbeit unterstützt haben. Das war für ihn ein gute Omen. „Für die Gartenschau ziehen alle an einem Strang.“



Diesen Artikel empfehlen:
Facebook Twitter StudiVZ / MeinVZ Webnews Google Del.icio.us Mister Wong Yigg Linkarena