Montag der 15.03.2010 16:12 Uhr
Schließen
Benutzername
Passwort
Login merken   
aktualisiert: 07.02.2010 13:47 Uhr
Würzburg

Spannung steigt: Landesgartenschau-Entscheidung erst am Montag

Landesgartenschau 2018 in Würzburg oder Erding?
Auch nach dem abschließenden Besuch einer zwölfköpfigen Jury der Landesgartenschau-Fördergesellschaft auf dem avisierten Gelände der ehemaligen Leigthon-Kaserne am Hubland bleibt es spannend, wer die bayerische Landesgartenschau 2018 ausrichten darf. Würzburg oder das oberbayerische Erding?
LGS
Bild vergrößern
Zwar dürfte die Wahl noch am Samstag intern gefallen sein. Doch das Ergebnis soll absolut streng geheim gehalten bleiben, bis am Montag die beiden zuständigen Ministerien der Staatsregierung, Umwelt und Landwirtschaft, in die Entscheidung einbezogen sind. Am Montag wird das Geheimnis dann endgültig gelüftet.

Die äußeren Umstände war nicht gerade optimal für die Besichtigungstour der Jury, die am Samstagmittag von einer kleinen Rathaus-Delegation unter Federführung von Oberbürgermeister Georg Rosenthal vor der Residenz empfangen wurde. Es war nasskalt und nebelig. Und von der gegenüberliegenden Festung, die laut Bewerbungsmotto "auf Augenhöhe" mit dem geplanten Gartenschaugelände am Hubland liegt, war nicht ein Schimmer zu sehen. Das zumindest könne die Entscheidung nicht beeinflussen, wie einige Jury-Mitglieder versicherten.

Ein Teil der Jury war ohnehin bereits vor einem Jahr, als es um die Bewerbung für 2016 ging und Würzburg knapp gegen Bayreuth unterlag, zur Besichtigung vor Ort. Noch einmal wurden bei einer Tour durch das 24,5 Hektar große Gelände die Vorzüge erläutert. Einschließlich der vorhandenen Gebäude, die von der US-Army hinterlassen wurden und sich gut in eine Landesgartenschau  integrieren ließen.

Nur für ein ganz kurzes Zeitfenster am Anfang der Besichtigung war die Presse zugelassen. Alle Fragen, wer nun die größeren Chancen habe, Würzburg oder das am Tag zuvor besichtigte Erding, blieben unbeantwortet. Die Geschäftsführerin der Gartenbaugesellschaft Dagmar Voß machte aber den Journalisten zumindest dahingehend ein wenig Hoffnung für Würzburg, als dass sie die kürzliche Präsentation des Würzburger Konzepts in Freising als sehr überzeugend bezeichnete - "sonst wäre die Stadt nicht erneut in die engere Wahl gekommen".

Auf die Frage, was in diesem Jahr bei der Würzburger Bewerbung anders sei als 2009, meinte Voß, das Würzburger Konzept habe zwar schon damals begeistert, sei der Jury aber etwas zu ambitioniert vorgekommen. Man habe gezweifelt, dass die Pläne in so kurzer Zeit hätten verwirklich werden können. Bei der neuen Bewerbung für 2018 habe man sehr große Anstrengungen seitens der Stadt erkennen können. "Wir konnten uns überzeugen, Würzburg hat seine Hausaufgaben gemacht und ist weitergekommen".

Voß lobte vor allem die Stadtverwaltung, in der "alle an einem Strang ziehen". Dann betonte sie die einmalige Gelegenheit, einen neuen Stadtteil zu entwickeln. Die städtischen Vertreter nutzten diese letzte Chance noch einmal gebührend, auf die Vorzüge des Würzburger Konzepts hinzuweisen. OB Rosenthal verwies auf den lebendigen Planungsprozess mit dem abgeschlossenen Ideenwettbewerb für das Hubland, die laufenden Planungen für die Straßenbahn zur Erschließung des Stadtteils und die großzügige Erweiterung der Universität in direkter Nachbarschaft mit dem LGS-Gelände. Wohnen, Gewerbe und Wissenschaft seien die Schwerpunkte des neuen Stadtteils, bei der Entwicklung würde eine Landesgartenschau "wunderbar helfen".

Als besonders sympathisch wurde von den Gästen die musikalische Begrüßung durch die Blaskapelle des Gartenamts empfunden, die Gartenamtschef Dieter Müller auf der Bühne im leeren Offiziers-Casino dirigierte. Nach der Rundfahrt durch das Gelände wurde die Planung von Rosenthal und dem Baureferenten Christian Baumgart im Tower des ehemaligen Flugplatzes mit einer vorbereiteten Präsentation noch einmal eingehend erläutert.


Diesen Artikel empfehlen:
Facebook Twitter StudiVZ / MeinVZ Webnews Google Del.icio.us Mister Wong Yigg Linkarena