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aktualisiert: 08.02.2010 18:45 Uhr

Standpunkt: LGS als Motor für große Ziele

Vorfreude auf 2018


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Endlich hat die Stadt Würzburg mit der Landesgartenschau 2018 wieder ein großes Ziel. Allen Nörglern zum Trotz, die vielleicht meinen, in diesen schweren Zeiten gebe es anderes zu tun, als Fantasie, Arbeit und natürlich Geld in eine Landesgartenschau zu stecken. Die Stadt hat allen Grund sich über diese Entscheidung zu freuen. Denn ohne klare Vorgaben scheint man hier in Würzburg nichts bewegen zu können. Das hat die Vergangenheit zu Genüge bewiesen.

Die Vorgabe setzt das Jahr 2018, wenn die Gartenschau eröffnet wird. Bis dahin muss die Straßenbahn zum neuen Stadtteil und zum Gartenschau-Gelände fahren, will man sich nicht hoffnungslos im ganzen Land blamieren. Lange zuvor schon muss die Stadt ihre Visionen für die Entwicklung des neuen Stadtteils in konkrete Bahnen lenken. Zunächst hat sie die Eigentumsfragen mit der Bundesanstalt für Immobilien (BIMA) abschließend zu klären. Für Störfeuer ist da keine Zeit mehr. Beste Aussichten also, dass in Sachen Stadtentwicklung etwas vorangeht.

Insofern kann die Gartenschau 2018 zum Motor für ein großes Ziel werden, auch für eine bessere Zusammenarbeit im Stadtrat. Das hat 1990 schon einmal geklappt, warum also nicht wieder?

Die LGS ist auch eine große Chance, dass Stadt und Universität sich endlich wirklich näher kommen. Und zwar über die förmlichen Kontakte und Freundlichkeiten hinaus. Dieser Trumpf wurde im Bewerbungsverfahren viel zu wenig ausgespielt. Manch einer meinte gar, er sei verschlafen worden und die Erweiterung der Uni rage wie ein Fremdkörper in das Gartenschaugelände. Doch es gibt Hoffnung.

Bei der letzten Präsentation war die Universität gut vertreten, denn auch sie kann eigentlich nur von diesem Ereignis profitieren. Wo gibt es eine bessere Plattform, um Wissenschaft volksnah zu präsentieren. In dem Bereich von Garten, Natur- und Umwelt bis hin zu Architektur und Kunst oder gar Medizin gibt es fast nichts, was hier nicht vor einem Millionen-Publikum in Zusammenhang gebracht werden könnte.

Ein bewährter Partner ist zudem die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim, die schon 1990 mit im Boot war.

Die ganze Region steht hinter der Gartenschau. Was soll da noch schief gehen?



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