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aktualisiert: 01.10.2008 12:25
WÜRZBURG

Chai-Tee: Ein Getränk für Körper und Seele

Warum Chai auch hierzulande immer beliebter wird – Viele gesunde Gewürze
(cj) Schwarzer Tee, verschiedene Gewürze, ein Schuss Milch und dazu Honig oder Zucker: So lieben die Inder ihr Nationalgetränk. Hierzulande ist Chai-Tee zum Trendgetränk geworden. Für die Würzburger Ernährungsberaterin Bianca Schürger ist der Gewürztee eine die Seele wärmende Empfehlung für kühle Herbsttage.

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Chai ist die indische Bezeichnung für Tee im Allgemeinen. Was man hierzulande als Chai bezeichnet, ist ein Gewürztee, der mit Kardamom, Ingwer, Zimt, Nelken, Fenchel, Anis, Pfeffer und schwarzem Tee zubereitet wird, so Bianca Schürger, Ernährungsexpertin beim Verbraucherservice Bayern im Katholischen Deutschen Frauenbund.

Die Ursprünge des Chai-Tees liegen in der Gesundheitslehre des Ayurveda. Die stammt aus dem alten Indien und baut darauf auf, dass alle Heilpflanzen eine Wirkung auf Körper und Seele des Menschen haben. Auch der Chai, so Schürger, habe durch seine Vielzahl an Gewürzen eine wohltuende Wirkung auf Körper und Geist. „Das enthaltene Koffein belebt, Kardamom wirkt verdauungsfördernd, Ingwer ist krampflösend und stärkt das Immunsystem.“ Das Zusammenspiel der Gewürze verstärke die Wirkung jedes einzelnen noch, betont die Würzburger Ernährungsberaterin und empfiehlt Chai Latte, der mit Milchschaum zubereitet wird, als „eine leckere Alternative zu Cappuccino und Latte Macchiato“.

Auch in den westlichen Ländern liegt der Chai-Tee immer mehr im Trend. Nicht nur in indischen Restaurants, auch in immer mehr Cafés und Kaffeebars bekommt man ihn. „Inzwischen erhält man den Chai auch als Fertigmischungen, die man nur noch mit Wasser oder Milch aufgießen muss“, so Schürger.

Ähnlich dem Chai ist der Yogi-Tee. Er enthält keinen schwarzen Tee, sondern nur die Gewürzmischung, die mit Milch und Wasser aufgekocht und gesüßt wird. Der Yogi-Tee wurde benannt nach Yogi Bhajan (Weggefährte des Mahatma Gandhi), der Ende der Sechziger mit der Lehre des Ayurveda durch die westliche Welt zog. Nach jeder seiner Sitzungen verteilte er einen Becher des Gewürztees, den seine Schüler den Tee des Yogis nannten. Mittlerweile ist Yogi-Tee eine geschützte Marke. Da er keinen schwarzen Tee enthält, wird er zu den teeähnlichen Getränken, wie zum Beispiel Früchte-Tee, gezählt.

„Fast jede Familie in Indien besitzt ein eigenes Rezept für die Zubereitung des Gewürztees Chai“, sagt Bianca Schürger. Sie verrät ihr Rezept für einen klassischen Chai:

• Zutaten: Vier bis fünf Teelöffel schwarzen Tee, sechs Tassen Wasser, vier Tassen frische Milch, sechs Esslöffel Honig. Gewürze: Inhalt von sechs Kardamomkapseln, ein Esslöffel Fenchelsamen, vier Nelken, eine Zimtstange, ein Teelöffel Anis, einen halben Teelöffel frischen, gehackten Ingwer, eine Prise Zimt.

• Zubereitung: Die zerkleinerten Gewürze mit dem Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und abgedeckt fünf Minuten ziehen lassen. Danach die Milch und den Honig einrühren und erneut aufkochen. Anschließend gibt man den Tee dazu und lässt das Ganze drei Minuten ziehen. Zum Schluss noch einmal umrühren und durch einen Sieb abgießen. Zusätzlich kann man aufgeschäumte Milch auf den Tee geben und das ganze mit Zimt bestäuben.

Im Blickpunkt

Infos vom Verbraucherservice Weitere Informationen und Rezepte, auch zu anderen Themen, gibt es (gegen Gebühr) in der Würzburger Beratungsstelle des Verbraucherservice Bayern, Bahnhofstraße 4, Tel. (09 31) 30 50 80.

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