Damit Kinder sich nicht im Internet verlieren
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Die Ratschläge des Würzburger Psychologen, Kinder- und Jugendlichen-Therapeuten im Psychotherapeutischen Beratungsdienst des Sozialdienstes katholischer Frauen in Würzburg:
• Es ist eine Daueraufgabe von Eltern, mit ihren Kindern in Kontakt zu bleiben. Eltern müssen hinschauen, beobachten, was Kinder im Internet machen und wie viel Zeit sie dort verbringen. Gut ist, wenn sich Eltern mit ihren Kindern zusammen an den Computer setzen und sich etwas zeigen lassen. So sind sie näher an den Lebenswelten ihrer Kinder dran.
• Eltern müssen sich mit den neuen Medienwelten auseinandersetzen und sich auf dem Laufenden halten: über den Aufbau von Computerspielen, über die Altersfreigabe, über kindergerechte Internetseiten, über Chatrooms, auch über technische Möglichkeiten der zeitlichen Begrenzung oder wie man Seiten für den heimischen PC sperren kann.
• Wenn Kinder und Jugendliche ihre Zeit im Internet vor allem mit Rollenspielen verbringen, dann sollten Eltern wissen, dass die Spiele so aufgebaut sind, dass der Konsum ständig erhöht wird. Wenn sich die Freizeitbeschäftigung nur noch um solche Spiele dreht, müssen Eltern Grenzen setzen, mit ihren Kindern darüber reden, dass sie sich Sorgen machen, und signalisieren, dass sie die Situation nicht so lassen werden. Das wird allerdings in den meisten Fällen nicht ohne Ärger und Auseinandersetzungen geschehen. Das müssen Eltern aushalten: Es gehört zum Erziehungsalltag.
• Kinder und Jugendliche haben erst ein Problem mit ihrem Medienverhalten beziehungsweise Medienkonsum, wenn ihre Eltern ihn einschränken wollen. Ein wichtiger Schritt ist, gemeinsam mit den Kindern nach Lösungsmöglichkeiten und nach Rahmenbedingungen bei der Umsetzung suchen. Dazu gehört auch, dass Eltern Erwartungen formulieren und verbindliche Absprachen treffen; etwa, dass dieses oder jenes Hobby weiter gepflegt wird. Oder dass sie nicht akzeptieren, dass die Schulleistungen unter dem Internet-Konsum leidet. Oder dass nur eine bestimmte Zeit im Internet verbracht wird. Darüber hinaus müssen sie sich vorher überlegen, wie sie damit umgehen werden, wenn Kinder und Jugendliche die Absprachen nicht einhalten.
• Wenn Kinder sich in Lösungen einbinden lassen, gibt es gute Chancen, dass sich die Beschäftigung mit virtuellen Welten auf ein Normalmaß reduziert. Kommt es in Familien jedoch zu keinen befriedigenden Ergebnissen und gelingt es Eltern nicht, ihre Kinder oder Jugendlichen aus dem exzessiven Internet-Konsum herauszuholen, dann sollten sie sich Unterstützung holen: bei Beratungsstellen oder Fachärzten.
Peter Imhof weiß, dass bei diesem Schritt Hemmschwellen da sind. „Es geht ja um das Eingeständnis von Schuld, von eigenen Unsicherheiten und Schwächen.“ In dieser Situation bräuchten Eltern Hilfe und Verständnis. Allerdings müssten sie auch aktiv werden und Verantwortung übernehmen – nicht für das, was war, sondern für das, was kommt, „denn Schuld schaut nur nach hinten“, so Imhof.
Im Blickpunkt
Info-Portale im Internet Im Internet lauern nicht nur Gefahren, Eltern erhalten dort auch Informationen über Medienerziehung sowie Medienabhängigkeit und Computerspiele. Eine Auswahl an Seiten: www.rollenspielsucht.de www.onlinesucht.de www.klicksafe.de www.spielbar.de www.schau-hin.info www.internet-abc.de/eltern/ www.bundespruefstelle.de www.bke-elternberatung.de





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