Das Kino aus der Hosentasche
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(dpa) Es sitzt sich bequem, Popcorn liegt bereit – doch das Gerätedisplay verweigert mit einer Fehlermeldung den Dienst. Dank ausreichend großem Bildschirm und Speicherplatz taugen viele Handys und andere mobile Abspielgeräte recht gut als Hosentaschenkino. Aber sie akzeptieren nicht alle Videodateien. Was nicht passt, lässt sich mit spezieller Konverter-Software passend machen.
Dass Handys und Multimedia-Player nicht zu jeder Vorführung bereit sind, liegt am Wildwuchs unter den Dateiformaten und deren Verarbeitungsverfahren: „Es gibt keinen einheitlichen Video- und Audiostandard“, sagt Benjamin Lorenz von der Zeitschrift „PC Praxis“ in Düsseldorf. Entwickler und Gerätehersteller verfolgten unterschiedliche Philosophien. Hinzu kommt, dass das Video der Wahl an die Displayauflösung und andere Parameter des jeweiligen Abspielgerätes angepasst werden muss. Das erledigen Konverter-Programme. Sie wandeln das Quellvideo an jedem handelsüblichen Computer ins gewünschte Format um.
Große Software-Auswahl
Es gibt eine große Auswahl an entsprechender Software. Ein Versuch mit Gratis-Programmen schadet nicht: „Prinzipiell erzeugen kostenlose Programme so zuverlässig und in gleicher Qualität Videos wie kostenpflichtige“, sagt Wolfgang Harbauer vom Software-Portal Softonic. Weit verbreitete Gratis-Konverter mit komplett deutscher Menüführung sind zum Beispiel „Format Factory“ (www.formatoz.com) und „XMediaRecode“ (www.xmedia-recode.de). Sie enthalten Profile für viele Abspielgeräte – so muss der Anwender die technischen Werte für die Umwandlung nicht mühsam von Hand eingeben. Nutzer wählen lediglich die zu konvertierende Datei, deren Zielspeicherort und das Abspielgerät aus, für das das Video bestimmt ist.
Für verbreitete Abspielgeräte gibt es auch speziell zugeschnittene Konverter. Vom ebenfalls gratis erhältlichen MediaCoder (www.mediacoderhq.com/device/index.htm) sind zum Beispiel Varianten für iPod und iPhone erhältlich. Eine Reihe spezieller Gratis-Konverter gibt es von DVDVideoSoft (www.dvdvideosoft.com/de/index.htm).
Findet sich für einen neuen Player noch kein Konverter, helfen oft Programme für Vorgängermodelle. Wenn es sich nicht gerade um exotische Player und Videoformate handele, sei die Kompatibilität sichergestellt, sagt Benjamin Lorenz. Unerfahrene Nutzer fahren demnach ohnehin mit voreingestellten Profilen gut. Ob das Ergebnis optimal ist, hänge aber von den Ansprüchen ab, ergänzt Wolfgang Harbauer. „Wer sich auskennt, kann eine bessere Videoqualität herausholen als ein voreingestelltes Profil.“ Viele Programme erlauben derartiges Feintuning, bei dem neben der Qualität auch der Speicherbedarf des Videos erhöht oder verringert werden kann. Erfahrene Nutzer, die die Möglichkeiten der Videokonvertierung gern ausnutzen, schwören auf das englischsprachige Programm „Super“ (www.erightsoft.com/SUPER.html).
Automatische Werbe-Blocker
Einsteiger lassen davon vorerst besser die Finger: „Dass nach dem Konvertiervorgang Bild und Ton nur schlecht oder gar nicht dargestellt werden, ist nämlich häufig auf falsche Einstellungen zurückzuführen“, erklärt Lorenz.
Auch kostenpflichtige Alternativen buhlen um Nutzer. Sie punkten häufig mit übersichtlicherer Gestaltung und Komfortbedienung, sagt Lorenz. Außerdem enthalten kostenpflichtige Konverter oft zusätzliche Funktionen. „Nero Move it“ zum Beispiel konvertiert Videos direkt auf den mobilen Player oder bringt eine Verwaltung für die Filmsammlung mit. Und „Magix Videos für unterwegs“ ermöglicht unter anderem die automatische Entfernung von Werbung. Der „Xilisoft Video Converter Ultimate“ bietet einige Werkzeuge zum Videoschnitt und Einfügen von Effekten. Die Spreu vom Weizen trenne sich bei Konverter-Software, wenn es um die Unterstützung von hochauflösenden Videoformaten wie AVCHD geht.















