«Die Jagd nach Osama bin Laden» im ZDF
Ex- Präsident George W. Bush sagte, er wolle den Chef der Terrororganisation El Kaida «tot oder lebendig». Doch bis heute gibt es von Amerikas «Staatsfeind Nummer eins» keine Spur. Ist er tot? Hält er sich weiter in Afghanistan versteckt? Ist er über Pakistan entkommen? Die Autoren Michael Renz (ZDF) und Michael Rudin (BBC) haben sich an seine Spur geheftet. In ihrem Film «Die Jagd nach Osama bin Laden» beleuchten sie am Dienstag (23.15 Uhr) im ZDF die wichtigsten Theorien rund um die bisher vergebliche Jagd.
Es hört sich fast wie eine der üblichen Verschwörungstheorien an: «Vielleicht ist Bin Laden schon seit Jahren tot, und nur die CIA hält ihn mit gefälschten Video- und Audiobotschaften künstlich am Leben», gibt der Pressetext des Senders eine der Vermutungen über die teure und trotzdem erfolglose Suche wieder. Ein freier Bin Laden sei eventuell für die USA viel nützlicher als ein gefangener oder toter, weil er als Begründung für den Feldzug der Amerikaner gegen den Terror diene.
Für ihren Film sprachen die Autoren mit Kritikern der offiziellen Flucht-Version und interviewten ehemalige Weggefährten Bin Ladens. Zum ersten Mal im deutschen Fernsehen äußere sich ein Mitglied der geheimen Spezialeinheit Delta Force, die sich angeblich bis auf wenige Meter an den Terrorchef herangekämpft hatte, bevor er erneut verschwand. Renz und Rudin hinterfragen außerdem, ob der Mann in den berühmten Video-Botschaften tatsächlich Osama bin Laden ist. Deren Echtheit wurde immer wieder in Zweifel gezogen.
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