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Die Karikatur in einer Zeitschrift trägt den Titel „Schöne Bescherung” und zeigt den Besuch der Heiligen Drei Könige im Stall von Bethlehem: Maria und Josef sind verzweifelt. Das Kind ist ein Mädchen. Einer der drei Könige telefoniert per Handy und sagt: „Zuerst die gute Nachricht: Es ist weiß. Und jetzt die schlechte: . . .” mehr ...
Die Kollegin, die mich darauf gestoßen hat, arbeitet in einer unserer Lokalredaktionen. Ich zitiere: „Das Wort Killerwelle, am Dienstag, 22. Dezember, auf der Titelseite zur Erinnerung an den Tsunami ist für mich übelste Gosse. Leider schließen wir uns damit der unerträglichen Rambo-Sprache von Bild, RTL und Co. an, die für große Naturereignisse nur noch Bezeichnungen wie Killer, Horror und Monster haben und damit verbal die Sensationsgier einiger Leute befriedigen.“ mehr ...
Unendlich enttäuscht und frustriert“ zeigte sich jetzt eine Leserin, weil sie nach einer humanitären Aktivität glaubt, dass sie dieser Zeitung „nichts, aber auch gar nichts wert ist.“ Mit ihrem Zeitungsfrust steht sie nicht alleine da. Ein anderer Leser plagt sich nämlich damit herum, dass sich unsere „Kulturabteilung ein Armutszeugnis höchster Güte“ bei der Besprechung eines Konzertes ausgestellt habe. mehr ...
So manche Nachricht kommt anders an, wie von der Redaktion beabsichtigt. So schreibt mir ein Leser: „Wenn ich am 28.11. in den Artikeln von Werner Kolhoff und Hagen Strauss über Franz Josef Jung und seinen Rücktritt als Minister die Formulierungen finde '... sagte der 60-jährige Winzersohn aus Hessen ...', bzw. '... gilt der Winzersohn als enger und einflussreicher Vertrauter von Ministerpräsident Roland Koch...', dann deute ich diese Information als Verächtlichmachung und damit als Meinung.“ – Der Kritiker folgert daraus zudem eine Vermischung von Nachricht und Meinung, mit der gezeigt werden solle, ein Winzersohn entstamme keiner edlen Familie. Er selbst, der Absender dieser Kritik, stellt sich mir als Sohn eines Arbeiters vor. mehr ...
Ein Leserbriefschreiber aus Arnstein zeigt mir seinen speziellen Kummer mit dem Internet an: „Meine Leserbriefe waren alleine für die Zeitung bestimmt. Keinesfalls war es von mir beabsichtigt, dass sie von der Redaktion ins Internet gestellt werden, wo sie jetzt bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag nachzulesen sind.“ Der Mann fügt hinzu, dass er es als „eklatanten Vertrauensbruch empfunden“ habe, dass seine Briefe im Internet auf www.mainpost.de aufgetaucht seien. „Ich bin sicher, dass sich viele Leser zehnmal überlegen würden, ob sie unter solchen Voraussetzungen überhaupt noch einen Leserbrief an die Zeitung schicken sollten“, fügt er hinzu. mehr ...
Presseausweise sind seit jeher Objekte der Begierde. Einige Zeitgenossen versprechen sich davon allerorten freie Durchfahrt, offene Türen, etwa den Zugang zu Konzerten, Sportereignissen, überhaupt zu attraktiven Veranstaltungen jeder Art – selbstverständlich gratis. Weil es schwer ist, an Originale zu kommen, werden die Papiere gerne nachgemacht. mehr ...
Fotos von Fußballmannschaften, aufgestellt hinter unübersehbaren Werbebanden, beschriftet mit Firmennamen und Logos, sind öfter in Medien zu sehen. Vor allem die Bundesligen machen es vor, und bis hinein in die Kreisligen nimmt man sich gerne ein Beispiel daran. Nicht mehr nur im Fußball. Man will ja was für den Sponsor tun. mehr ...
Schlechte Streitkultur warf ein Leser einem unserer politischen Autoren vor. Dessen Kommentar (Ausgabe 19. September) zur Bluttat in der Münchner S-Bahn endete wie folgt: „Dieser Sinn erschließt sich nur jenem, dem nicht Rachegelüste das Hirn verkleben.“ Das störte den Leser, der schrieb: „So setzt man sich nicht mit einer anderen Position auseinander.“ An mich gewandt meinte er aber, „Sie werden mir wahrscheinlich erklären, dass das eine erforderliche Zuspitzung ist.“ mehr ...
Der Amoklauf von Ansbach muss dazu führen, dass der Journalismus danach erneut kritisch betrachtet wird. Amokläufe beschäftigen Leser wie Redaktionen und vor allem den Deutschen Presserat, als Organ der freiwilligen Selbstkontrolle von gedruckten Medien und von deren Internetangeboten. Dieses Reflektieren ist wichtig. Darauf weist die hohe Zahl der Beschwerden hin, gerade nach der Berichterstattung zu Winnenden. mehr ...
Pisa-Studie zeigt Mängel im Schulwesen – Lehrer haben versagt“. So stand es 2006 über dem Kommentar einer Regionalzeitung. Der Autor konstatiert darin, dass die Lehrerschaft sich nicht mit Lernunwilligkeit der Schüler, eigener Überbelastung oder unzureichenden Lehrmitteln herausreden könne. mehr ...
Im Allgemeinen lese ich die Kolumne 'Unterm Strich' mit großem Vergnügen“, schrieb mir der Lohrer Leser E.R. am 6. August. Er schränkte aber sogleich ein: Der heutige Beitrag von Frank Weichhan sei nicht nur unterm Strich, sondern auch unter der Gürtellinie und weit unter Main-Post-Niveau gewesen. Er bezog sich damit auf den glossierenden täglichen Beitrag auf der Titelseite. mehr ...
Gegenwärtig steht in Würzburg ein auffälliger Schwarzbau, der starkes Aufsehen erregt, obwohl er mittlerweile amtlich eingestellt ist. Vielfach war er Gegenstand lokaler Berichterstattung (zuletzt am 23. Juli/Überschrift: Baumgart zu Schwarzbau: „Größer, breiter, doller“/Villa am Hexenbruchweg im Stadtrat). Mit Chronologie des Streits um den Schwarzbau. mehr ...
Aus der Feuerwehr eines bedeutenden Städtchens am Main erreichte uns kürzlich ein wichtiger sprachlicher Hinweis: „Verletzte, aber (noch) lebende Personen, werden grundsätzlich gerettet, Tote werden geborgen.“ Dieser Hinweis an die Redaktion sei notwendig, weil diese Verben schon nach einigen Einsätzen der Wehr in der Zeitung verwechselt, beziehungsweise falsch verwendet worden seien. Und der Sprach-Feuerwehrmann fügte hinzu, das sei so verschieden wie eine Trage und eine Bahre. Man lernt nicht aus. Wir geloben Besserung. mehr ...
Fast täglich ärgere ich mich über teils überdimensional große Bilder, die manchmal eine halbe Seite beanspruchen. Dazu kommen oft knallig große Überschriften, die geschickt in den Raum gestellt, weiteren Platz beanspruchen.“ Das kritisiert ein Würzburger, dessen Bekanntenkreis ebenfalls meint, das sei reine Platzverschwendung und gehe zu Lasten der Information. mehr ...









