Die Hoffnungen waren groß, als die Deutsche Islamkonferenz vor vier Jahren startete: Endlich gab es ein Dialogforum zwischen Bundesregierung und Muslimen, endlich wurde das lange vernachlässigte Thema Integration auf eine offizielle Plattform gehoben. Nun steht die Zukunft der Islamkonferenz auf der Kippe. Am Freitag berieten die vier großen muslimischen Verbände in Köln darüber, ob sie auch künftig bei der Konferenz mitmachen wollen. Die Entscheidung wurde schließlich vertagt. Es gebe wegen der Tragweite noch weiteren Diskussionsbedarf, sagte der Sprecher des Koordinationsrates der Muslime, Bekir Alboga, in Köln. mehr ...
Eine Welle von Enthüllungen schwappt gerade mit Urgewalt über unseren Köpfen zusammen: Fast täglich gibt es neue Berichte über Priester, die sich an ihren Schäfchen vergangen haben sollen. Es stockt einem der Atem über den plötzlichen Bekennermut, der die Dämme des Verschweigens brechen ließ. mehr ...
Auf harsche Kritik an seiner Person pflegt der sensible Guido Westerwelle mit einer Mischung aus Trotz und Spott zu reagieren. Gut möglich also, dass er auf der Dienstreise durch Lateinamerika ein schmallippiges Lächeln aufsetzt – und den früheren bayerischen Ministerpräsidenten Max Streibl zitiert, um die mitreisenden deutschen Wirtschaftsvertreter stilsicher zu begrüßen: „Te saludos, amigos.“ mehr ...
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Noch spürt sie im Ministerium den Geist ihrer populären Vorgängerin Ursula von der Leyen. Im Gespräch mit unserer Zeitung zieht Familienministerin Kristina Schröder ihre erste Bilanz und erklärt, was ihr Vorgehen im Kampf gegen den sexuellen Missbrauch von dem der FDP-Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger unterscheidet. mehr ...
Als Konsequenz aus dem Amoklauf in der Albertville-Realschule von Winnenden vor einem Jahr hat sich im Herbst 2009 die „Stiftung gegen Gewalt an Schulen“ gegründet. Es ist bewundernswert, wie Eltern ermordeter Kinder die Kraft finden, sich aktiv für eine bessere Gesellschaft einzusetzen. Schließlich tötete der entfesselte Schütze nicht nur 15 Menschen, sondern er hinterließ auch nahezu 100 traumatisierte Zeugen und Angehörige, die bis heute mit den Folgen der Tat so gut es geht klarkommen müssen. Für sie wird dieser 11. März 2009 niemals enden. mehr ...
Es wird spannend: An diesem Donnerstag wird in Bad Kissingen die neue Fränkische Weinkönigin gewählt. Im Video-Interview hat mainpost.de die sechs Bewerberinnen auf die Probe gestellt. Fragen zu Wein und ihren Ambitionen beantworten die Kandidatinnen mit teils sehr unterschiedlicher Standfestigkeit. mainpost.de-Leser haben zudem die Möglichkeit, ein Wochenende mit einem Cabrio der Auto Wächter GmbH Schweinfurt/Gerolzhofen zu gewinnen. Dazu müssen sie tippen, wer die Wahl am Donnerstag gewinnen wird. Eine Umfrage, Porträts aller Bewerberinnen sowie viele Bilder runden das Online-Extra ab. mehr ...
Schaffen wir ihn also endlich ab, diesen gönnerhaften 8. März. Und machen wir aus dem einen Frauentag im Jahr 365 Tage für Menschen, Frauen wie Männer“, schrieb Deutschlands wohl bekannteste Feministin, Alice Schwarzer, in der „Frankfurter Rundschau“ zum 100. Internationalen Frauentag am gestrigen Montag. mehr ...
Griechenland ist derzeit das Sorgenkind der Europäischen Union (EU) – hoch verschuldet steht das Land vor dem Staatsbankrott. Gerd Höhler, Korrespondent dieser Zeitung, traf den griechischen Weltstar Nana Mouskouri am Athener Flughafen und sprach mit ihr über die Gründe für die Schuldenkrise – und die Folgen. Mit Analysen und Hintergründen zum Finanzdilemma. mehr ...
Wir dürfen hoffnungsvoll darauf warten, dass die Diskussion über die Missbrauchsfälle, die aus Einrichtungen der katholischen Kirche spät ans Tageslicht gekommen sind, bald eine heilsame Wirkung entfaltet. Der dafür vorgeschlagene Runde Tisch könnte als Signal gesehen werden, wenn es nicht Politiker gesetzt hätten. Und es ist auch nicht so ganz einfach, sich vorzustellen, dass Juristen und Bischöfe an einem Tisch über Recht und Moral einen Konsens finden, an dem sogar der Vatikan Freude hat. Hoffnung darf man aber haben. Das Schicksal hilfloser, unmündiger und vertrauensseliger Opfer ist allen Beteiligten gewiss gleichermaßen wichtig. mehr ...
Die Vereinigten Staaten und Russland verhandeln seit April 2009 über ein Nachfolgeabkommen für den noch zu Sowjetzeiten geschlossenen „Vertrag zur Verringerung strategischer Nuklearwaffen“ (START). Die Zeit drängt, denn START lief bereits Anfang Dezember aus. Immerhin haben beide Seiten bereits einmütig Obergrenzen von 1500 bis 1675 Atomsprengköpfen angekündigt. Vor der Vertragsunterzeichnung muss dennoch so mancher Stolperstein erst noch aus dem Weg geräumt werden. mehr ...
Er will Kopftuch und Koran verbieten, nennt den Islam faschistisch und hält sich offenbar für den letzten mutigen Aufklärer der niederländischen Gesellschaft. Ob Geert Wilders ein rechter Fanatiker ist oder bedenkenloser Populist und Hetzer, darüber gehen die Meinungen auseinander. Wie auch immer: Wilders ist auf dem Weg an die Macht. Bei den Kommunalwahlen in den Niederlanden hat seine Partei für die Freiheit (PVV) deutliche Gewinne verbucht. Nun hofft er auf einen Sieg bei den Parlamentswahlen im Juni. mehr ...
Weil er nach dem Mauerfall „angewidert war vom triumphalen Ton, in dem Westler über den Sozialismus schwadronierten“, hat der Oberwerrner Psychologe Thomas Städtler 20 Jahre lang Gedanken über den Kapitalismus und den Sozialismus notiert, kurz: „über weltbewegende Weltanschauungsdifferenzen“. Das Resultat: Sein Aphorismen-Band „Der Sozialismus glaubt an das Gute, der Kapitalismus an den Bonus“. mehr ...
Vielleicht ist es kein Zufall, dass der Deutsche Fußball-Bund (DFB) in diesen Tagen ein Jugendgebetsbuch herausbringt. „Mit Gott sind wir ein starkes Team“, heißt der Titel. Vor allem DFB-Präsident Theo Zwanziger, Familienmensch, Protestant und gläubiger Christ, sieht sich Werten und Moral verpflichtet. Für seinen Einsatz gegen Rechtsextremismus wurde dem 64-Jährigen im Herbst 2009 der Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden verliehen. Der Vizepräsident des Zentralrats, Dieter Graumann, bezeichnete den ehemaligen CDU-Politiker aus Altendiez in Rheinland-Pfalz als „Lokomotive der Menschlichkeit“. mehr ...
Verstimmung über kritische deutsche Medienberichte zum Defizitschwindel an der Akropolis, Boykottaufrufe gegen deutsche Produkte, Reparationsforderungen von Athener Politikern, die von Deutschland Schadenersatz in dreistelliger Milliardenhöhe für die Besatzung im Zweiten Weltkrieg eintreiben wollen: Es gibt erhebliche Spannungen in den griechisch-deutschen Beziehungen. Vor diesem Hintergrund kommt der Athener Premier und Außenminister Giorgos Papandreou zusammen mit seinem Stellvertreter im Außenamt, Dimitris Droutsas, am Freitag nach Berlin. Gerd Höhler, Korrespondent dieser Zeitung, sprach in Athen mit Droutsas. mehr ...














