publiziert: 11.10.2011 18:17 Uhr
aktualisiert: 11.10.2011 18:19 Uhr
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„Ich stelle fest, dass hier alles läuft“

Joachim Schwigon wurde in das Amt des Schulleiters am Gymnasium eingeführt
  • Freut sich auf seine neue Aufgabe: Joachim Schwigon, neuer Direktor des Johann-Philipp-von-Schönborn-Gymnasiums mit seiner Frau Ursula, seiner Mutter Anna und seiner Tochter Teresa (von links).
    Foto: Lena Berger
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In einer kurzweiligen und persönlichen Feier wurde Joachim Schwigon in das Amt des Direktors des Johann-Philipp-von-Schönborn-Gymnasiums eingeführt. Zahlreiche Würdenträger aus der Politik und dem Schulleben kamen zu Wort, um den neuen Schulleiter zu begrüßen. Aber auch die Schule selbst begrüßte Schwigon mit einem vielseitigen musikalischem Programm.

Die stellvertretende Schulleiterin Kerstin Vonderau bedankte sich besonders bei allen Musikern und Helfern, richtete aber persönliche Worte an den neuen Chef: „Unkomplizierter kann ich mir einen Schulleiterwechsel nicht vorstellen.“

Für Ministerialbeauftragten Gert Weiß war die Amtseinführung für Joachim Schwigon ein Heimspiel, von 1997 bis 2003 war er selbst Schulleiter. „Die Ernennung neuer Direktoren ist immer ein schönes Ereignis.“ Er gratulierte zur Übernahme des verantwortungsvollen Amts und wünschte dem neuen Schulleiter viel Kraft.

Geboren in Münnerstadt, besuchte Joachim Schwigon von 1965 bis 1974 das Gymnasium. Nach seiner Zeit bei der Bundeswehr schloss Schwigon 1982 das Studium der Mathematik und Physik an der Uni Würzburg mit der ersten Staatsprüfung ab und machte sein Referandariat in Würzburg. Seine mehrjährige Tätigkeit als Geschäftsführer in einem Kissinger Autohaus wird Schwigon sicher in seiner Tätigkeit als Schulleiter helfen, ist sich Weiß sicher. Im Schuljahr 1992/93 zog es Joachim Schwigon wieder zurück an die Schule, in Neustadt bei Coburg engagierte er sich vielfältig, war bald Verbindungslehrer und hat im schuleigenen Fernsehstudio mitgearbeitet. 1998 kam Schwigon an das Rhön-Gymnasium nach Bad Neustadt, wo er den regionalen Erfinderklub ins Leben rief und fachfremd Musik unterrichtete. Ab 2006 war er dort ständiger Vertreter der Schulleiterin.

Die fachliche und soziale Kompetenz eines Schulleiters kann viel bewirken, so Ministerialbeauftragter Weiß. Schwigon sei jetzt der Leiter eines kleinen Unternehmens, bei dem er die Hauptverantwortung habe.

Joachim Schwigon übernimmt von Hans-Dieter Unger eine gut geführte Schule, wie stellvertretender Landrat Emil Müller in seinem Grußwort feststellte. Seinen Willkommensgruß verbindet er aber auch mit der Bitte, die gute Zusammenarbeit zwischen Landratsamt und Schule beizubehalten. Das Schönborn-Gymnasium sei baulich auf den neuesten Stand gebracht worden und biete den Schülern gute Lernbedingungen. Schwigon übernehme ein gut bestelltes Haus und könne optimistisch in die Zukunft schauen, auch wenn neue Herausforderungen kommen, so Müller.

Bürgermeister Helmut Blank freut sich, dass die Stelle des Schulleiters von einem „Mürschter Urgewächs“ besetzt wird, Thomas Reuß vom Förderverein freut sich, dass ein Kind der Schule als Schulleiter an die Schule zurückkommt. Er gratulierte Schwigon dazu, dass sich der berufliche Werdegang schließe und er an die „Alma Mater der Rhön“ zurückkomme – und erzählte einige Anekdoten aus der gemeinsamen Schulzeit.

Schülersprecher Maximilian Birkelbach hat Joachim Schwigon bisher als einen herzlichen und kontaktfreudigen Schulleiter erlebt. „Von Neustadt ist zu hören, dass sie ein großer Verlust sind“, so der Schülersprecher. Ein Schulleiter sei auch ein Schäfer, der eine Herde führt und dafür sorgt, dass alle Schäfchen gut ans Ziel kommen, ihnen aber auch erlaube, links und rechts der ausgetretenen Pfade zu laufen.

Grußworte der Elternbeiratsvorsitzenden Annette Wemhoff und des Personalratsvorsitzendem Jürgen Hack schlossen sich an.

Vor 40 Jahren habe er sich nicht vorstellen können, Schulleiter des Schönborn-Gymnasiums zu sein, sagte Joachim Schwigon in seiner Antrittsrede. Vorstellungen, wie eine gute Schule sein soll, habe er: Schülern solle verschiedener Stoff angeboten werden, aber eine gute Schule müsse auch ein Ort sein, an den die Schüler gerne gehen. In einer Schule müsse es Regeln und Strukturen geben, aber auch Respekt voreinander müsse in der Schule herrschen. Gegenseitiges Vertrauen sei auch von großer Bedeutung. Dieses sei Schwigon in Gesprächen mit den Lehrern entgegengebracht worden, um diese besser kennen zu lernen. Die Gespräche mit dem Personalrat seien offen und konstruktiv, die Unterhaltung mit der SMV sei vielversprechend gewesen. „Auch wir Lehrer nehmen die Sorgen und Nöte der Schüler ernst“, so Schulleiter Schwigon. „Ich stelle fest, dass hier alles läuft. Es tut gut, dass ein gemeinsamer Geist hier herrscht. Bei einem so guten Schulklima kann nichts schiefgehen“, resümiert Schwigon.

Untermalt wurde die Amtseinführung von der Schulband, dem Orchester und dem Chor.

Von unseren Redaktionsmitglied

Lena Berger

    
    

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