aktualisiert: 06.02.2012 18:37 Uhr
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STEINACH
„Mit der Scheese zur Poloneese“
130 aktive Narren zeigen bei der Steinacher Saal-Fasnacht ihr Können
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(huGO-ID: 18478555) Faschingsclub “Rauchclub Blaue Wolke“ Stänicher Büttenabend >Mit der Scheese zur Poloneese< FOTO Arnold Nöth
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(huGO-ID: 18478568) Faschingsclub “Rauchclub Blaue Wolke“ Stänicher Büttenabend >Mit der Scheese zur Poloneese< FOTO Arnold Nöth
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Gefährlicher Betonmischer: Auf der sonderbaren Baustelle gingen seltsame Dinge vor sich.Fotos: Arnold Nöth
Gutes Sitzfleisch wurde den zahlreichen Besuchern in der fast vollbesetzten Henneberg-Halle in Steinach abverlangt. Dafür bekamen die Narretei-Genusssüchtigen allerdings ein tolles Programm dargeboten.
Groß prangte das Motto der Session in der Kulisse: „Mit der Scheese zur Poloneese“; der Steinacher Baby-Boom lässt grüßen. Die Steinacher Musikanten leiteten mit viel Radau den Beginn ein und bliesen dem Siebener-Rat unter der Doppelspitze Arnold Hüter, Sitzungs-Präsident, und Michael Balling, Vorsitzender des Faschingsclub/Rauchclub „Blaue Wolke“, den Marsch zur Bühne. Gleich mit hinauf zogen „süße Fräzzlich“.
Anschließend wurden Andreas Freibott und Sascha Dechant (seit mehr als zehn Jahren in verschiedenen Rollen und Gruppen aktiv) vom Beirat des Fastnacht Verbands Franken (FVF) Manfred Rothen mit dem Sessionsorden ausgezeichnet. Eine besondere Ehrung widerfuhr Otto Dünisch, einem närrischen Urgestein der ersten Stunde. Er wurde mit dem Verdienstorden des FVF für sein 48 jähriges, närrisches, aktives Engagement geehrt.
Was kleine Mädchen schon so alles drauf haben, zeigten die acht Jüngsten der Blau-Weißen Garde (Leitung Jutta Kunze.) Dem standen auch die 24 Mädchen (Leitung Nadine Hupmann ) der Showtanzgruppe „Speedys“ als Engelchen und Bengelchensowie die vierzehn, zünftig in Lederhosen und Dirndeln gekleideten, jungen Damen der „Wildcats“ (Leitung Katharina Steinert, Tanja Endres) in nichts nach.
Zusätzlich zu den heimischen Gewächsen zeigten als Gastgruppen noch eine Tanzgarde aus Ramsthal einen erotisch angehauchten Auftritt. Doch nicht nur schöne Mädchenbeine unterhielten das Publikum bei der „Stänicher Bütt“, auch aus der Bütt und mit Sketchen unterhaltsamster Art wurde viel Interessantes aufgezeigt.
Zuerst der traditionelle Eulenspiegel namens Andreas Freibott, der diesmal incognito erschien ,nämlich als Meister Adebar. Als eine Anspielung auf den auffallend starken Geburtenjahrgang, nahm der Storchen-Eulenspiegel in gewohnter Manier kein Blatt vor den Mund.
Dann kam das Thema des Jahres dran, nämlich die Freuden, welche junge, moderne Väter mit beschäftigenden Sprösslingen samt emanzipierten Muttis und dem Statussymbol Kinderwägen erleben. Frank Schmitt und Andreas Freibott konnten dazu aus eigenen Erfahrungen live berichten. Fazit: „Früher wor‘n die Männer noch Männer, mir sinn heut doch blos noch Tröad‘l!“
In neuer Besetzung trat die traditionelle Singformation „Kellerbach-Spatzen“ mit Frank Schmitt, Sascha Dechant, Gerhard Dünisch, Peter Schmitt, Sebastian Paesold an. Doch wie eh und je wussten sie Vieles und noch mehr und auch, was noch keiner gewusst hatte. Da kamen die Grill-Meisterschaft in Bad Bocklet („Und der Ketchup gitt sein Senf däzu!“), ein Anglerfest, die Rhön-Biker und anderes genauso dran, wie ein Dankeslied für'n Dünisch Otto.
Dann war da noch das Problem mit der „Völkerverständigung“ im Hotel, ein heiterer und gelungener Sketch der Neulinge Selina Wirsing und Lorena May.
Im Nachrichtenblock, den Jacqueline Dünisch und Liane Benkert in einer sagenhaften Parodie moderierten, wurden erschütternde Fälle aus dem Stänicher Alltag vorgebracht, teilweise sogar in Direktschaltungen und Live auf der Bühne. Wie zum Beispiel ein gar schröcklicher Unfall auf einer Baustelle, bei dem von Stromschlägen und Explosion bis zu Menschenfressenden Betonmischern alles vertreten war.
Natürlich konnte die lange Nacht der Fasenacht in Stänich nicht zu Ende gehen, ohne dass die „Bierzeitung“, spruchreif und die letzten noch verbliebenen dörflichen Geheimnisse aufdeckend, zusammengestellt in humorigster Art am Skattisch von Michael Balling und Frank Schmitt, aufgeblättert war.
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