publiziert: 18.07.2010 19:23 Uhr
aktualisiert: 18.07.2010 19:24 Uhr
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100 000 Euro fürs Festival

Förderverein Kissinger Sommer mit Rekordscheck
  • Bernd Müller und Hans Ulrich Finger mit Scheck.
    Foto: Ursula Lippold
Bild von

(lip) Einmal mehr erwies sich der Förderverein Kissinger Sommer als feste Säule des Festivals. Am Samstagabend wurde nicht nur der Luitpoldpreis vergeben, sondern auch der ersehnte Scheck an die Stadt überreicht. Diesmal mit einer Rekordsumme: 100 000 Euro. Das sind 20 000 Euro mehr als bei der Jahresversammlung im Dezember angekündigt.

Aber Vorsitzender Anton Schick warnte beim Empfang im Rossini-Saal nach dem Konzert vor zu viel Optimismus: Es werde nicht jedes Jahr jetzt 20 000 Euro mehr geben.

Ein strahlender Oberbürgermeister dankte für diese Großzügigkeit zum 25. Festival. Ohne den Förderverein gebe es den Kissinger Sommer so nicht, sagte er. Der Verein sei eine „Bürgerinitiative“ für hoch klassische Kultur und gegen Anspruchslosigkeit, für höchstes Niveau und gegen Einerlei und Niedergang.

Einen aktuellen Stand über die Entwicklung des Fördervereins gab Vorsitzender Anton Schick. 1090 Mitglieder zähle der Verein. Seit seiner Gründung im Jahr 1992 seien 1 280 000 Euro in die Stadtkasse geflossen. Hinzu kämen Einladungen für Künstler und Vereinsmitglieder, die Unterstützung des Kissinger KlavierOlymps und die Kosten für den Luitpoldpreis. Alles zusammen genommen, belaufe sich die Unterstützung des Kissinger Sommers auf über 1,4 Millionen Euro.

Anlass für den Vorsitzenden, allen Mitgliedern zu danken, insbesondere den neuen Sponsoren, die im Jubiläumsjahr namhafte Spenden gegeben hätten. Bei seinen Dankesworten ließ er natürlich die Intendantin nicht aus, die jedes Jahr ein Programm mit immer wieder neuen Events komponiere. Er wünsche sich, so Schick, dass sie das Festival noch lange leiten werde.

Dann trat Intendantin Kari Kahl-Wolfsjäger ans Mikrofon. Sie sei in den letzten sechs Wochen immer wieder gefragt worden, was sie sich wünsche. Für den Kissinger Sommer habe sie keine besonderen Wünsche. Wenn Mittel zur Verfügung stehen, sehe sie keine allzu großen Probleme.

Doch der Kissinger Sommer sei von der Entwicklung der Stadt nicht zu trennen. Deswegen meinte sie: „Ich verstehe die Kurzonenregelung überhaupt nicht.“ Die Kur im klassischen Sinne sei in andere Formen umgewandelt worden, in Wellness, Erholung und Urlaub. Es gebe kein echtes Fünf-Sterne-Hotel in Kissingen und auch Vier-Sterne-Hotels seien rar. Was also solle man noch beschützen, fragte sie in das Publikum, das ihr applaudierte. Wohnungen mit Hotelservice könne sie sich in Bad Kissingen gut vorstellen.

    
    

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