aktualisiert: 01.09.2010 12:06 Uhr
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KATZENBACH/SCHWEINFURT
32 Zeugen sagen im Mordfall aus
Landgericht eröffnet Verfahren am 1. September
Der mutmaßliche Mörder von Katzenbach, der am Silvestertag 2009 seine Ehefrau in der gemeinsamen Wohnung tötete, muss sich ab 1. September vor dem Landgericht Schweinfurt verantworten. Angesetzt sind sechs Verhandlungstermine, wie Landgerichtspräsident Ernst Wich-Knoten auf Anfrage der Main-Post mitteilte.
Laut Oberstaatsanwalt Rainer Gündert von der Staatsanwaltschaft Schweinfurt, der die Anklage erhoben hat, sind für die Prozesstage 32 Zeugen und zwei Sachverständige benannt worden. „Das ist eine Sache, die sich hinziehen wird“, so der Ankläger gegenüber dieser Zeitung.
Dass es so viele Verhandlungstage sind, liegt laut Gündert daran, dass der 36-jährige Mann die Tat als solche zwar zugebe, jeglichen Vorsatz allerdings bestreite. „Der Angeklagte spricht von einem Unfallgeschehen.“ Insofern sei eine umfangreiche Beweisaufnahme nötig, so Gündert.
Angeklagter in Untersuchungshaft
Der Familienvater sitzt seit dem Vorfall in Untersuchungshaft. Seine gleichaltrige Ehefrau wurde am Silvestertag, etwa eine Stunde nach Mitternacht, tot im Schlafzimmer der Katzenbacher Wohnung aufgefunden. Ihr dringend tatverdächtiger Ehemann war zu dieser Zeit flüchtig, hatte aber unterwegs einem Bekannten die Tat gestanden. Dieser hatte daraufhin die Polizei informiert, die den flüchtigen Mann am frühen Morgen auf der Autobahn 5 stellte.
Die Frau starb laut Polizeibericht an Verletzungen durch scharfe Gewalteinwirkung, die ihr möglicherweise mit einem Messer zugefügt wurden. Als mögliches Motiv des Mannes stehen Trennungsabsichten seiner Ehefrau im Raum.
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