publiziert: 30.01.2012 17:27 Uhr
aktualisiert: 30.01.2012 17:57 Uhr
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Abheben am Arnsberg

Junge Snowboard-Fans haben den Funpark erweitert – Arbeiten seit Sommer
  • Runter kommen sie alle: Nach einem Sommer der Arbeit am erweiterten Snowboard-Funpark auf dem Arnsberg können die „Brettl-Fans“ seit dem Wochenende die Früchte genießen. Joshua Hein (mit gelbem Anzug) und sein Team bestaunen den Sprung von David Hein über eine der neuen Sprungschanzen.
    Foto: Gerhard Fischer
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Der Bass hämmert bei gefühlten Minus 15 Grad. Die Boxenmembran vibriert, die Landschaft außen herum ist stocksteif gefroren. Klirrende Kälte, klirrende Boxen: So muss es sein bei der Eröffnung des Funparks am Arnsberg.

Seit Sonntag haben die Snowboarder in der bayerischen Rhön noch mehr Spaß an ihren Tricks, an Sprüngen, beim Grinden und allerlei mehr Spaß auf einem Brett.

Seit einem Jahr besteht der Funpark auf dem Arnsberg, gestaltet hat ihn ein Team um den jungen Hammelburger Joshua Hein. Begnügt haben sich die Jungs damit allerdings nicht. Seit Sommer arbeiten die eingefleischten Snowboard-Freaks an der Erweiterung der Anlage, die für Boarder auf der bayerischen Seite der Rhön erste Anlaufstelle ist.

„Die Schneeverhältnisse in der Rhön sind ja unsicher. Darum wollten wir für die Schanzen Erdwälle errichten, um nicht so viele Schneemassen heranzukarren“, sagt Joshua Hein. Der Hammelburger war schon im letzten Jahr führender Kopf des Funpark-Ausbaus.

Im Juni haben die Arbeiten begonnen. „Praktischerweise ist der Pistenbully-Mann am Arnsberg von Beruf Baggerfahrer, er hat uns sehr geholfen. Insgesamt drei höhere Erdhaufen wurden angelegt, die Erdarbeiten gingen natürlich mit Genehmigung der Behörden vonstatten. Der größere Hügel ist ausschließlich eine Sprungschanze. Der mittlere Hügel beherbergt auch eine solche Schanze, zusätzlich steht darauf aber eine rund acht Meter lange Rampe als Hindernis. Darüber können Snowboarder mit genügend Gleichgewichtssinn hinweggleiten, also grinden, wie es im englischen Jargon der Snowboard-Freunde heißt.

Ein Teil der Erdmassen kommt von der alten Funpark-Anlage weiter oberhalb, die aber nie so gut angenommen worden ist.

„Wir haben auch deshalb bereits im Juni angefangen, damit die Hügel wieder ausreichend mit Gras bewachsen werden können“, so Joshua Hein, der bei der Münnerstädter Maschinenbaufirma Löwinger arbeitet. „Dort konnte ich die Werkbank nutzen, um die Stahlkonstruktionen zu schweißen“, erzählt er.

Natürlich bekamen die Snowboarder auch Unterstützung von Gustav Schrenk, Chef der Arnsberglifte. „Ohne die Sponsoren wäre all das gar nicht möglich gewesen“, sagt Hein, der sich im Sommer begeistert mit dem Fahrrad steile Abfahrten hinunterstürzt.

„Wir haben hier oben auch schon frühzeitig Fangzäune installiert, damit wir rechtzeitig Schnee sammeln konnten für unsere Hindernisse und Schanzen “, erzählt der Snowboard-Verrückte.

Sämtliche Register des professionellen Marketings wurden gezogen. Dazu gehört nicht nur eine Präsenz auf Facebook, sondern ein eigenes Logo, das auf Faltblättern und Aufklebern zu finden ist. Sogar ein werbewirksam beklebtes Automobil gibt es, das auf den Park und dessen Gestalter aufmerksam macht. „Shaper“ nennen sich die Arbeiter, die die Schanzen und Rampen in Form halten. „Am Wochenende wird immer geshapet, auch unter der Woche versuchen wir, Leute bereitzuhalten“, sagt der 24-jährige Joshua Hein, dessen insgesamt achtköpfiges Team aus Hammelburger und Schönauer Freunden besteht. Bereits am Donnerstag hatten die Helfer mit dem Aufbau begonnen. Zur Eröffnung am Sonntag gab es einen Wettbewerb, bei dem der beste Trick gekürt wurde.

    
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Fun-Park
Rhön
29.01.2012
    
Von unserem Redaktionsmitglied Gerhard Fischer
    
    

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