aktualisiert: 19.04.2010 14:25 Uhr
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RHÖN
Abwechslung pur mit tollen Aussichten
Sechste Etappe der Hochrhöner-Begehung der Arge Rhön brachte ein zufriedenstellendes Ergebnis
(top) Die sechste Etappe der Hochrhöner-Begehung, zu der die Regionale Arbeitsgemeinschaft (Arge) Rhön jetzt eingeladen hatte, führte über 22 Kilometer vom Kreuzberg bis nach Stralsbach. Dabei passierte die Gruppe auch Frauenroth, wo der Premiumwanderweg der Rhön am 24. September 2006 eingeweiht worden war.
Neben Vertretern der Arge Rhön hatten sich an der Begehung wie gewohnt Vertreter des Biosphärenreservats Rhön, des Rhönklubs sowie der Kommunen beteiligt. „Wir sind froh, dass wir diesmal auch eine größere Zahl von Gastronomen erreichen konnten, deren Betriebe entlang des Hochrhöner liegen“, betonte der Geschäftsführer der Arge, Michael Holla, am Ende der Tour.
Gerhard Karg vom Landkreis Bad Kissingen schätzte, dass sich der Hochrhöner vom Kreuzberg bis nach Stralsbach trotz des langen Winters in einem vergleichsweise guten Zustand befinde. Diese Strecke sei kaum geschottert, sondern bestehe zum größten Teil aus Erdwegen.
Martin Kremer und Otto Evers vom Biosphärenreservat Rhön sagten, dass die Etappe pure Abwechslung biete. „Es gibt tolle Freiblicke auf die Landschaft, viele kleine Wasserläufe und Wiesengründe. Das sind sehr positive Elemente“, unterstrich Kremer.
Die Dauerausstellung des Bildhauers Herbert Holzheimer aus Langenleiten, die sich direkt am Hochrhöner befindet, sei eine wahre Bereicherung und gleichzeitig ein Hinweis für die Wanderer auf die Kultur und Tradition der Rhön.
„Unter dem Strich können wir einschätzen, dass sich der Hochrhöner – wenn die Schneenässe etwas abgetrocknet sein wird – zwischen dem Kreuzberg und Stralsbach in einem Top-Zustand befindet. Insbesondere die Beschilderung ist sehr gut; der Wanderer kann sich hier nicht verlaufen“, sagte Holla. In diesem Zusammenhang richtete er seinen Dank für die Instandhaltung des Premiumwanderweges an den Koordinator für das Projekt der Arge Rhön, Thomas Lemke, sowie an die Wegewarte der Rhönklub-Zweigvereine.
„Die gegenwärtige Situation zwischen Premich und Frauenroth zeigt, dass wir das Wegeformat des Hochrhöner überarbeiten müssen. Hier befindet sich eine sehr nasse Stelle. Außerdem brauchen wir entlang dieser Etappe mehr Sitzgruppen, die zum Verweilen einladen, und Unterstellmöglichkeiten. Diese Verbesserungen wollen wir für den gesamten Hochrhöner realisieren“, hob Thomas Lemke hervor.
Darüber hinaus, kündigte Michael Holla an, sollen die Gastronomie- und Übernachtungsbetriebe entlang des Hochrhöner mit Telefonnummer und Adresse in die digitale Rhönkarte aufgenommen werden, damit sich Wanderer bereits vor der Tour über ihr Angebot sowie die Öffnungszeiten informieren können.
Im Herbst soll die letzte Etappe des Hochrhöner von Stralsbach bis nach Bad Kissingen bewandert werden. „Im kommenden Jahr werden wir uns dann der hessischen Spange von Tann aus über die Milseburg und die Wasserkuppe bis zum Roten Moor widmen“, sagte Holla.
Die Begehung des Hochrhöner seitens der Arge Rhön sowie der jeweils regional beteiligten Akteure soll in erster Linie dazu dienen, den Rhöner Premiumwanderweg kennen zu lernen sowie Qualitätsverbesserungen anzustoßen. „An diesen Begehungen nehmen Vertreter aus allen drei Bundesländern teil. Damit sind auch direkte persönliche Kontakte möglich, und das ist ein schöner Nebeneffekt“, hob Martin Kremer abschließend hervor.
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