publiziert: 10.12.2010 15:45 Uhr
aktualisiert: 10.12.2010 15:48 Uhr
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Als Fitnessstudios Institute waren

Gerhard Wulz präsentiert bei Vortrag viele unbekannte Aufnahmen aus Bad Kissingen
  • Keine Spengler-Werkstatt, sondern ein „Fitnessstudio“: das einstige Zander'sche Institut in der Theresienstraße.
  • Weitgehende unbekannte Ansicht: Theater-Neubau in den Jahren 1904/05.
    Fotos: Archiv Wulz/Repro Eberth
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2 Bilder

(th) In Bad Kissingen gäbe es große Baulücken, würde man die Zeit des Baubooms von der Jahrhundertwende bis zu Beginn des Dritten Reichs ausblenden. Diese Ansicht vertritt jedenfalls Heimathistoriker Gerhard Wulz, der sich jetzt im „Treff im Turm“ bei einem Vortragsabend des Curatoriums Historisches Bad Kissingen mit der Stadt von 1900 bis 1933 befasste.

Als größten Förderer Bad Kissingens in jener Zeit bezeichnete Wulz den bayerischen Prinzregenten Luitpold, der mit seiner Mutter, Königin Therese, öfter zu Besuch in Kissingen gewesen war. Als typische Bauten des Historismus zeigte Wulz in seiner Präsentation das Postamt in der Ludwigstraße, die russische Kirche, die Synagoge und das Theater. Von Letzterem zeigte er er bisher unbekannte Aufnahmen, vom Abbruch des alten und vom Bau des neuen in den Jahren 1904/05.

Wulz zeigte Bilder von seinerzeit neuen Sportarten wie Radsport oder Lawn-Tennis (Rasen-Tennis), oder vom neuen Golfplatz und dem Freibad an der Saale. Interessant waren die Erinnerungen an heute nicht mehr bestehende Vereine wie „Fidelia“ und „Harmonie“.

Eine weitere Themengruppe waren teils nicht mehr bestehende Gasthäuser wie der alte Ratskeller und das Gasthaus „Gambrinus“ gegenüber.

Längere Ausführungen widmete Wulz dem Maler Karl Gayde (1872 - 1948), von dessen Außen- und Innendekorationen nur noch wenige Werke erhalten sind, und dem Terrazzo-Verleger Valentino Del Fabbro (1866 - 1915).

Völlig unbekannt waren die Bilder aus dem Zander'schen Institut, einem „Fitness-Studio“ der 20er Jahre in der Theresienstraße. Aus der Zeit des Ersten Weltkriegs präsentierte Wulz Bilder aus Kissinger Lazaretten und dem Soldaten-Friedhof am Wendelinus sowie von Gayde entworfene Notgeldscheine.

Kaum einem der Besucher bekannt war auch ein Bild von einem Jahrmarkt in der Au mit einer Rennbahn für Autos, die heute wertvolle Oldtimer sind.

    
    

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