publiziert: 06.07.2010 17:46 Uhr
aktualisiert: 06.07.2010 17:48 Uhr
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Begeisterung fürs Nützliche

Mehr als 40 Fahrzeuge beim 19. Treffen der Rhöner Unimogfreunde in Oberbach
  • Nützlich: Die 79-jährige Gertrud Reulbach schätzt die Qualitäten des Unimog ihres Mannes und ist bei den Unimogtreffen in Oberbach seit Jahren dabei.
    Foto: Lukas Kleinhenz
  • Unimogtreffen der Rhöner Unimogfreunde in Oberbach.
    Foto: Lukas Kleinhenz
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Am Samstag tuckerten am Sportplatz in Oberbach die Motoren. Die „Rhöner Unimogfreunde“ kamen zum diesjährigen Treffen mit ihren Fahrzeugen, die irgendwo zwischen Traktor und Kleinlaster anzusiedeln sind.

„Seit 1992 treffen wir uns jedes Jahr einmal“, sagte Werner Ziegler aus Oberbach – neben Manfred Neumeier aus Thüngen und Karl-Heinz Neisser aus Wildflecken der Hauptorganisator des Treffens. Über 40 Unimogs der unterschiedlichsten Ausführungen wurden den Zuschauern auf der „Insel“, dem von der Sinn umflossenen Gelände neben dem Sportplatz, präsentiert.

Einige der Unimogliebhaber waren sogar mit dem zum Fahrzeug passenden Wohnmobil angereist. Dass die Abkürzung Unimog für Universalmotorgerät steht wurde schnell deutlich: Neben liebevoll hergerichteten Oldtimern gab es auch neue High-Tech-Modelle mit integrierten Kränen, Seilzügen und aufwendigen Mähwerken zu bestaunen.

„Früher wurde der Unimog hauptsächlich für den Transport von Langholz verwendet“, erklärt Werner Ziegler. Sein Vater war der erste im Landkreis, der nach dem Krieg einen Unimog besaß. Zusammen mit seinem Bruder machte er sich selbstständig und fuhr mit dem erworbenen „Universalmotorgerät“ Holz für die Leute, half ihnen beim Mähen und Heu wenden.

Das sei für die damalige dörfische Bevölkerung etwas ganz besonderes gewesen. „Am Anfang“, sagte Werner Ziegler, „haben sich die Leute umgedreht, wenn mein Vater mit dem neuartigen Fahrzeug an ihnen vorbeifuhr“.

Sowohl bei den interessierten Besuchern, als auch bei den Unimogfreunden selbst waren alle Altersklassen vertreten. Die 79-jährige Gertrud Reulbach aus Bischofsheim ist, wie sie sagt, oft bei den Treffen dabei. Sie selbst fährt den Unimog ihres Mannes zwar nicht, schätzt die Nützlichkeit des Vehikels aber sehr. So sei es zum Beispiel eine große Hilfe beim Abtransport von Gartenabfällen.

Zur jüngeren Generation der Rhöner Unimogfreunde gehört Alexander Kiesel aus Bad Kissingen. Der 26-Jährige hat seinen Unimog im Internet gekauft. „Es ist ein echter Oldtimer“, sagte er stolz über sein Fahrzeug. „Und sogar 14 Jahre älter als ich.“ Für praktische Tätigkeiten, nutzt er seinen Unimog eher selten. Für ihn ist er hauptsächlich ein Hobby. Zum dritten Mal war Kiesel nun schon bei einem Unimogtreffen dabei.

Werner Ziegler, für den es das 19. Treffen der „Rhöner Unimogfreunde“ war, besuchte bereits zahlreiche andere derartige Ereignisse. Vor 14 Tagen war er deswegen zum Beispiel im Altmühltal. Jedes Treffen habe einen anderen Charakter, das sei das interessante, findet er. Das fröhliche Beisammensein und der Austausch von Erfahrungen stehe dabei im Mittelpunkt. „Es ist einfach eine Leidenschaft“, sagte er und sprach damit wohl allen Unimogfreunden aus dem Herzen.

Von unserem Mitarbeiter Lukas Kleinhenz
    
    

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