aktualisiert: 08.02.2012 18:07 Uhr
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OERLENBACH
Bekommt die Kulturscheune eine Heizung?
Ausschuss steht vor einem Dilemma: Die neue Mitte nachrüsten oder den Gemeindesaal sanieren
Das neu geschaffene Zentrum in Eltingshausen mit Kulturscheune und Versorgungstrakten wird noch manche Debatte auslösen. Einen Vorgeschmack brachte die Sitzung des Gemeinderatsausschusses Kulturelles und Soziales, in der es um Vermietung, Küchenausstattung, Bestuhlung und Heizung ging.
Klar war allen, im Versorgungstrakt eine Küche einzubauen. Die nötigen Vorkehrungen wie Zu- und Ableitungen seien geschaffen. Offen blieb, ob Edelstahl oder sonstige Ausführung. Im Haushalt sollen jedenfalls Mittel vorgesehen werden.
Weitaus problematischer entwickelte sich die Aussprache zur Kulturscheune, die im Baukonzept von Anfang an als „Kaltscheune“ deklariert war. Erst mit der kurzfristigen Entscheidung, statt Steinpflaster Eichendielen zu verlegen, flossen weitere Ideen ein. Die Ausmaße des Baus waren einst – daran erinnerte Andreas Schmitt – auf eine Bestuhlung mit Biertischgarnituren ausgerichtet. „Die möchte ich dort nicht aufstellen. Das wäre für den Boden nicht gut“, hielt Dritter Bürgermeister Hubert Schott entgegen.
Neue Ausstattung
Nachdem im letzten Jahr die Turnhalle in Ebenhausen neues Mobiliar erhalten hatte, sollte heuer der Gemeindesaal in Eltingshausen neu ausgestattet werden. 30 Tische und 180 Stühle würden gebraucht. Diese Lösung empfahl der Ausschuss mehrheitlich, ohne festzulegen, ob die neuen Möbel in den Gemeindesaal oder in die Kulturscheune kommen. Generell ging es schließlich um die Frage, ob die Scheune für eine ganzjährige Nutzung, also mit Heizung, aufgerüstet wird oder nicht. Angedacht war nämlich, den Gemeindesaal zu sanieren und dort unter anderem Ausschank und Toiletten neu zu planen und einen Aufzug anzufügen.
Wenn künftig öffentliche Zusammenkünfte in der Kulturscheune laufen sollen, dann sei eine Heizung unumgänglich. Klemens Wolf machte aufmerksam, dass die Ortsmitte von Eltingshausen wie in keinem anderen Gemeindeteil für viel Geld hergerichtet wurde. Erst habe der Boden Irritationen ausgelöst, jetzt stünden eigene Bestuhlung und Heizung an. Scheibchenweise käme mehr und mehr dazu. „Die Scheune ist wegen ihrer Höhe, großer Tore und Betonstützen nicht wärmeisoliert. Eine Heizung ist mehr als schwierig“, gab Andreas Schmitt zu bedenken.
Begegnungsstätte für Bürger
Hubert Schott hielt dagegen, dass für die Bürger eine geeignete Begegnungsstätte bestehen sollte. Gerade für Ältere und Gehbehinderte sei der Gemeindesaal wegen steiler Treppe nicht geeignet sei.
„Wir stehen vor einem Dilemma“, fasste Bürgermeister Siegfried Erhard zusammen. Und sein Stellvertreter Franz Kuhn ergänzte: „Wenn die neue Mitte nachgerüstet wird, müssen wir das Sanierungskonzept für den Gemeindesaal fallen lassen.“ Wie es weiter geht, wird der Gemeinderat beantworten müssen, vor allem in den anstehenden Haushaltsberatungen.
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