publiziert: 22.02.2012 17:02 Uhr
aktualisiert: 12.03.2012 16:55 Uhr
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Blinder startet beim Braveheart-Battle-Lauf

Mit Jeffrey Norris will erstmals ein Starter ohne Augenlicht die Hindernisse des Extremlaufs überwinden
  • Extremlauf ohne Sicht: Der erblindete Jeffrey Norris (links) will den Braveheart-Battle-Lauf meistern, geführt von Tony Gohre (Mitte) und trainiert von Peter Althof (rechts).
    Foto: Roland Winkelmann
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„Im Leben spielt es keine Rolle, was man hat, das Leben an sich ist schon eine Herausforderung. “ Jeffrey Norris weiß wovon er spricht. Vor gut zehn Jahren ist der 52 Jahre alte Deutsch-Amerikaner mit Wohnsitz in Nürnberg erblindet. Mit diesem Handicap nimmt er nun am 10. März am Braveheart-Battle-Lauf in Münnerstadt teil. Er ist nicht der einzige Starter mit einer Behinderung. Michael Kilian aus Güntersleben tritt mit einer Beinprothese an und Markus Holubek aus Bonn ist seit einem Skiunfall im Jahr 2007 teilweise querschnittsgelähmt.

Für alle drei wird der 24 Kilometer lange Hindernislauf über Stock und Stein eine neue Erfahrung sein. Natürlich ist Norris in seiner Situation auf die Hilfe anderer angewiesen. Und so startet „Running Norris“, wie er sich auf seiner Internetseite nennt, im Team des Nürnberger Personenschützers Peter Althof, in dessen Studio er regelmäßig trainiert. Dort holt sich auch Laufpartner Tony Gohre die notwendige Fitness. Die Hindernisse kennt Norris, der auch schon bei sengender Hitze in der namibischen Wüste und bei klirrender Kälte am Yukon in Alaska gelaufen ist, nur aus Beschreibungen.

„Nur in Gemeinschaft kann man etwas erreichen“, sagt Norris im Telefonat mit der Main-Post und zeigt sich dabei zuversichtlich, dass er die Herausforderung besteht. „Ich bin sehr gut eingespielt mit meinem Partner“, betont er. Es geht hier viel um Kommunikation. Denn vor jedem Hindernis muss Ghore, der Norris an einem kurzen Band führt, in wenigen Worten erklären, was jetzt auf ihn zukommt.

Die notwendige körperliche Verfassung zur erfolgreichen Teilnahme am Lauf besitzt Norris jedenfalls. Schon ein Jahr nach seiner Erblindung durch einen schweren Unfall hat er seinen ersten Marathonlauf bestritten. Vor fünf Jahren wagte er sich zum ersten Mal an den Triathlon in Roth. Sein Schicksal hat ihn gelehrt, mit Optimismus voranzugehen: „Egal was man im Leben macht. man kann immer scheitern, wenn man keine Zuversicht hat.“

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