aktualisiert: 01.09.2010 12:01 Uhr
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BURKARDROTH
Bluttat beschäftigt Burkardrother: Reaktionen auf Mord an 36-Jähriger
Gewaltsamer Tod einer vierfachen Mutter geht vielen unter die Haut
Dass in ihrer unmittelbaren Umgebung ein Mann seine 36-jährige Frau mit einem Messer tötete, beschäftigt nicht nur die Katzenbacher. Auch in den anderen Gemeindeteilen diskutiert man das dramatische Geschehen seit Tagen immer wieder neu. Wenn die Kinder nach den Ferien, jetzt am Donnerstag, wieder in Kindergarten und Schule gehen, muss die Tragödie auch dort verarbeitet werden.
„Betroffen, bestürzt und fassungslos“ sei er gewesen und habe es zuerst „nicht wahrhaben wollen“, sagt stellvertretender Landrat Emil Müller (Burkardroth). „Wenn so etwas in der Nachbarschaft passiert, geht es einem unter die Haut.“ Man frage sich, was in so einem Mann vorgeht, der solch eine Tat begeht und ob es möglicherweise eine Kurzschlusshandlung gewesen ist.
Auch beim Jour Fixe im Landratsamt habe das Geschehen alles überschattet, sagt Müller. Das Jugendamt hatte ja die vier Kinder noch in der Nacht, als die Tat geschah, gleich in einem Heim untergebracht. Er sei froh darüber, dass inzwischen Verwandte auftauchten, die sich möglicherweise um die drei Buben und das Mädchen im Alter von fünf bis neun Jahren kümmern könnten.
„Bei uns wird das Thema relativ ruhig und sachlich diskutiert“, sagt der Ortsreferent von Katzenbach, Hartmut Metz. Das Geschehen treibe freilich alle um. „Die Leute nehmen Anteil.“ Die Familie, die im Mittelpunkt des tragischen Geschehens steht, ist vor acht Jahren zugezogen, sagt Metz. Dennoch seien alle irgendwie integriert gewesen.
Die Frage nach dem Warum
Die getötete Frau war noch als Elternsprecherin im Kindergarten aktiv, ihr Mann sei vor einiger Zeit auch Klassenelternsprecher in der Grundschule gewesen, wusste der Ortssprecher. Einer der Söhne kickte im BSC Lauter und ein anderer lernte beim Musikverein ein Instrument.
Das Schicksal der vier Kinder geht nicht nur Metz zu Herzen. Er habe sich gefragt, was man selbst vielleicht tun könnte. Klar hoffe man, dass die Kinder alle zusammen in einer Pflegefamilie unterkommen. „Aber man kann eigentlich gar nichts machen“, sagt er resigniert.
„Jeder hat gesagt, das gibt's doch nicht! Viele waren geschockt“, schildert BSC-Vorsitzender Siegbert Fehr (Lauter) die Empfindungen nach der Tat in Katzenbach. Am Silvesterabend sei das Geschehen natürlich bei jeder Feier diskutiert worden. Die Frage nach dem Warum habe die Leute am meisten beschäftigt. Das Paar habe sich trennen wollen, der Mann sei auf Wohnungssuche gewesen. „Da hat man sich doch dann schon mit einer Trennung abgefunden“, sinnt Fehr über die Hintergründe für die Bluttat nach.
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