aktualisiert: 09.04.2010 14:22 Uhr
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MOTTEN
Bürgermeister: Motten macht mit
Die Kommune beteiligt sich am Wettbewerb „CO2-Fußabdruck“
(heu) Zu einem „Klimaschutz-Wettbewerb für Kommunen“ hat das Biosphärenreservat Rhön aufgerufen, dem „CO2-Fußabdruck“. Ohne den Gemeinderat, ganz für sich alleine entscheidet Mottens Bürgermeister Jochen Vogel: „Das belastet den Haushalt nicht so sehr, da machen wir mit!“
Ein Jahr lang tritt Motten nun in den Wettstreit mit Burkardroth (Lkr. Bad Kissingen) sowie den Rhön-Grabfeld-Gemeinden Unsleben, Sulzfeld, Hollstadt, Fladungen, Willmars und Sandberg. In dem Wettbewerb wird ermittelt, wer durch gezielte Maßnahmen seinen CO2-Fußabdruck am meisten reduzieren kann.
„Ich glaube an die Kraft jedes einzelnen Verbrauchers“, sagt der Energieberater Günter Lieberth. Er leitet das Projekt der Energie-Initiative Rhön und Grabfeld. Er wird dabei von den Kooperationspartnern Biosphärenreservat Rhön und Bund Naturschutz unterstützt. „11 Tonnen Kohlendioxid pro Bürger und Jahr werden in Deutschland erzeugt, nachhaltig wären zwei Tonnen“, sagt Lieberth.
Nachhaltig würde bedeuten, dass jeder Mensch nur soviel Kohlendioxid erzeugt, wie die Erde kompensieren kann. Deshalb setzt das Projekt auch da an, wo etwas zu erwarten ist – bei jedem Einzelnen, bei den Bürgern und Unternehmer. Damit das Vorhaben gelingt, wird jeder aufgefordert, seinen Beitrag zu leisten. Das Wichtigste ist dabei, so Lieberth: „Anfangen“.
Das haben die Mottener Bürger, zumindest jene, die zur Auftaktveranstaltung gekommen waren, bereits getan. Alle haben eine Energiesparlampe geschenkt bekommen, die man natürlich künftig nutzen sollte. Diese Lampen fließen im Übrigen bereits in den Wettbewerb mit ein.
Damit der Wettbewerb gelingt wird die Energie-Initiative die Bürger begleiten und tatkräftig unterstützten. Um ihren persönlichen „CO2-Fußabdruck“ zu ermitteln, bekommen Mottens Bürger und Verwaltung demnächst einen Fragebogen mit detaillierten Fragen über den Energieverbrauch per Post.
Nach einer Datenerhebung profitieren Gemeinde und Bürger von Beratungsangeboten und -tagen. „Motten ist besonders spannend, weil es für seine Größe viele Gewerbebetriebe und überdurchschnittlich viele Arbeitsplätze hat. Es kann hier eine interessante Geschichte werden“, sagte Michael Geier, der Leiter der bayerischen Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats.
„Informieren, investieren und kommunizieren“, sollten die Mottener, appellierte Günter Lieberth. Für einen erfolgreichen Wettbewerb sollen Investitionen, die die Bürger zur Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes tätigen, auch belohnt werden. Dazu gehört unter anderem die Suche nach dem ältesten Kühlschrank und der ältesten Gefriertruhe in der der Gemeinde. Wer die besitzt, dem winken neue der Energieklasse „A++“.
Darüber hinaus werden Bürger, die mit ihren realisierten Maßnahmen zur „Klimadiät“ beitragen, mit Ton-Medaillen ausgezeichnet. Das Bewusstsein für Energieeinsparungen soll gefördert werden. Vierteljährlich will man sich mit den Bürgern zu Veranstaltungen treffen. Kaufbelege sollen dabei erfasst werden, um festzustellen zu können: „Was wurde rausgeworfen, was wurde angeschafft“. Und damit auch: Was wurde an Kohlendioxid eingespart.
Erfasst werden die Daten von „Green Orange“ (siehe nebenstehenden Bericht). Die drei erfolgreichsten Gemeinden sollen im Frühjahr 2011 jeweils 5000, 3000 und 2000 Euro Preisgeld erhalten. Die Sieger-Gemeinde wird darüber hinaus mit einem Dorffest belohnt.
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