publiziert: 09.04.2010 14:20 Uhr
aktualisiert: 09.04.2010 14:22 Uhr
» zur Übersicht Rhön Nachrichten
    
    
Artikel
 

Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text MOTTEN
Bürgermeister: Motten macht mit

Die Kommune beteiligt sich am Wettbewerb „CO2-Fußabdruck“
  • Enthüllung: Bürgermeister Jochen Vogel (links) enthüllte den Hinweis auf die Teilnahme am Wettbewerb „CO2-Fußabdruck“ in Anwesenheit von Michael Geier (Biosphärenreservat Rhön), Günter Lieberth (Projektleiter) und Franz Zang (Bund Naturschutz).
    Foto: Petra Heurich
Bild von

(heu) Zu einem „Klimaschutz-Wettbewerb für Kommunen“ hat das Biosphärenreservat Rhön aufgerufen, dem „CO2-Fußabdruck“. Ohne den Gemeinderat, ganz für sich alleine entscheidet Mottens Bürgermeister Jochen Vogel: „Das belastet den Haushalt nicht so sehr, da machen wir mit!“

Ein Jahr lang tritt Motten nun in den Wettstreit mit Burkardroth (Lkr. Bad Kissingen) sowie den Rhön-Grabfeld-Gemeinden Unsleben, Sulzfeld, Hollstadt, Fladungen, Willmars und Sandberg. In dem Wettbewerb wird ermittelt, wer durch gezielte Maßnahmen seinen CO2-Fußabdruck am meisten reduzieren kann.

„Ich glaube an die Kraft jedes einzelnen Verbrauchers“, sagt der Energieberater Günter Lieberth. Er leitet das Projekt der Energie-Initiative Rhön und Grabfeld. Er wird dabei von den Kooperationspartnern Biosphärenreservat Rhön und Bund Naturschutz unterstützt. „11 Tonnen Kohlendioxid pro Bürger und Jahr werden in Deutschland erzeugt, nachhaltig wären zwei Tonnen“, sagt Lieberth.

Nachhaltig würde bedeuten, dass jeder Mensch nur soviel Kohlendioxid erzeugt, wie die Erde kompensieren kann. Deshalb setzt das Projekt auch da an, wo etwas zu erwarten ist – bei jedem Einzelnen, bei den Bürgern und Unternehmer. Damit das Vorhaben gelingt, wird jeder aufgefordert, seinen Beitrag zu leisten. Das Wichtigste ist dabei, so Lieberth: „Anfangen“.

Das haben die Mottener Bürger, zumindest jene, die zur Auftaktveranstaltung gekommen waren, bereits getan. Alle haben eine Energiesparlampe geschenkt bekommen, die man natürlich künftig nutzen sollte. Diese Lampen fließen im Übrigen bereits in den Wettbewerb mit ein.

Damit der Wettbewerb gelingt wird die Energie-Initiative die Bürger begleiten und tatkräftig unterstützten. Um ihren persönlichen „CO2-Fußabdruck“ zu ermitteln, bekommen Mottens Bürger und Verwaltung demnächst einen Fragebogen mit detaillierten Fragen über den Energieverbrauch per Post.

Nach einer Datenerhebung profitieren Gemeinde und Bürger von Beratungsangeboten und -tagen. „Motten ist besonders spannend, weil es für seine Größe viele Gewerbebetriebe und überdurchschnittlich viele Arbeitsplätze hat. Es kann hier eine interessante Geschichte werden“, sagte Michael Geier, der Leiter der bayerischen Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats.

„Informieren, investieren und kommunizieren“, sollten die Mottener, appellierte Günter Lieberth. Für einen erfolgreichen Wettbewerb sollen Investitionen, die die Bürger zur Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes tätigen, auch belohnt werden. Dazu gehört unter anderem die Suche nach dem ältesten Kühlschrank und der ältesten Gefriertruhe in der der Gemeinde. Wer die besitzt, dem winken neue der Energieklasse „A++“.

Darüber hinaus werden Bürger, die mit ihren realisierten Maßnahmen zur „Klimadiät“ beitragen, mit Ton-Medaillen ausgezeichnet. Das Bewusstsein für Energieeinsparungen soll gefördert werden. Vierteljährlich will man sich mit den Bürgern zu Veranstaltungen treffen. Kaufbelege sollen dabei erfasst werden, um festzustellen zu können: „Was wurde rausgeworfen, was wurde angeschafft“. Und damit auch: Was wurde an Kohlendioxid eingespart.

Erfasst werden die Daten von „Green Orange“ (siehe nebenstehenden Bericht). Die drei erfolgreichsten Gemeinden sollen im Frühjahr 2011 jeweils 5000, 3000 und 2000 Euro Preisgeld erhalten. Die Sieger-Gemeinde wird darüber hinaus mit einem Dorffest belohnt.

    
    

Diesen Artikel

  • Webnews einstellen
  • Teilen
Kontakt Redaktion     An Bekannten versenden     Druckversion
    
    

Die neuesten Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare geschrieben...
Zum Kommentar abschicken bitte vorher einloggen
Benutzername Passwort
 
     
Sie sind noch kein Mitglied auf mainpost.de? Dann jetzt gleich »hier registrieren
    
Anzeige
    

Rückblende 

Blick in die Vergangenheit
Was bestimmte die Schlagzeilen vor zehn, 25 und 40 Jahren im Landkreis Bad Kissingen? »mehr
    
    

Baby-Galerie 

Die Jüngsten
Hier begrüßen wir die jüngsten Bewohner des Landkreises Bad Kissingen. »mehr
    
    

Dialektserie "Wördlich" 

Wörter aus dem Landkreis Bad Kissingen
Wöchentlich stellt der Steinacher Frank Schmitt ein interessantes Dialektwort vor. »mehr
    
Anzeige
    

Meine Maschine und ich 

Außergewöhnliches
Wir stellen Menschen vor, die eine besondere Beziehung zu einem technischen Gerät haben. »mehr
    
    

Stadtkultur Schweinfurt 

Theater, Kabarett,
Kunst und mehr
Die Stadt Schweinfurt hat kulturell eine ganze Menge zu bieten. »mehr
    
    

Fotografen und ihre Fotos 

Bilder und Eindrücke
Wir stellen ambitionierte Hobbyfotografen aus der Region Main-Rhön vor. »mehr
    
    

Grüsse aus der Region 

Kostenlose Grußkarten
Senden Sie Ihren Freunden und Bekannten eine elektronische Grußkarte aus der Region, auch Tiere! »mehr
    
    

Testen Sie Ihr Wissen 

Unser wöchentliches Quiz
Acht Fragen rund um ein aktuelles Thema.  »mehr
    
    

Aktuelle Leserkommentare

    
    

Zeichen setzen 

Förderpreis für
engagierte Bürger
Lesen Sie alles über den Preis und machen Sie Vorschläge, wer ihn bekommen soll. »mehr
    
    

Recht auf Auskunft 

Kommunalpolitik
Bürger haben ein Recht auf politische Teilhabe und Journalisten ein Recht auf Auskunft. Das mussten auch einige Bürgermeister erst lernen. »mehr