publiziert: 29.06.2011 18:17 Uhr
aktualisiert: 30.06.2011 16:04 Uhr
aktualisiert: 30.06.2011 16:04 Uhr
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BAD KISSINGEN
Dem Mann mit den Stolpersteinen fiel ein Stein vom Herzen
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(far) Dem Kölner Künstler Gunter Demnig ist ein Stein vom Herzen gefallen. Seit Jahren verlegt er Stolpersteine zur Erinnerung an die Opfer der Verfolgung durch den Nationalsozialismus. Demnächst, so berichtete er am Mittwoch bei seiner inzwischen vierten Bad Kissinger Verlegungsaktion, wird er hinter Wien den 30 000. Stein setzen. Sorge bereitete Demnig etliche Monate lang, dass das für ihn zuständige Finanzamt seine kleinen Denkmäler nicht als Kunst, sondern als Hinweisschilder einordnete und deshalb bei der Umsatzsteuer statt sieben Prozent 19 Prozent ansetzen wollte. Bundesweites Medienecho führte aber vor wenigen Tagen zu einem Machtwort des nordrhein-westfälischen Finanzministers. Der sagte, es gehe nicht um 30 000 einzelne Steine, sondern um ein Gesamtkunstwerk und versprach, Demnig müsse weiter nur den geringeren Umsatzsteuersatz entrichten. Auch eine Nachforderung muss der Künstler nicht mehr fürchten. Demnigs Ansprechpartner bei der Bad Kissinger Stolpersteininitiative und im örtlichen Rathaus haben seine Aktion schon immer als Kunst zur Erinnerung begriffen. Oberbürgermeister Kay Blankenburg würdigte die Stolpersteine am Mittwoch nicht nur als Auseinandersetzung mit der dunklen Seite der Geschichte der Stadt. Sie seien auch Mahnung, nicht wegzuschauen, wenn heute Unrecht geschieht. Besonders froh ist er über die regelmäßige Beteiligung örtlicher Schulen. Das verhindere, dass die Initiative nur eine Bewegung der Alten sei. Neu hinzu kamen am Mittwoch Stolpersteine für Dr. Siegfried Wahle (Ludwigstraße 9), für Hermann und Sara Baumblatt (Badgasse 4), für Nanette Holländer (Maxstraße 24), Benedikt, für Emilie und Thekla Schloß (Maxstraße 31), sowie für Hirsch, Therese und Jeanette Adler (Hartmannstraße 5). Mit diesen zehn liegen in Bad Kissingen jetzt 43 Stolpersteine. Weitere Bilder unter http://badkissingen.mainpost.deFoto: Siegfried Farkas
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(far) Dem Kölner Künstler Gunter Demnig ist ein Stein vom Herzen gefallen. Seit Jahren verlegt er Stolpersteine zur Erinnerung an die Opfer der Verfolgung durch den Nationalsozialismus. Demnächst, so berichtete er am Mittwoch bei seiner inzwischen vierten Bad Kissinger Verlegungsaktion, wird er hinter Wien den 30 000. Stein setzen. Sorge bereitete Demnig etliche Monate lang, dass das für ihn zuständige Finanzamt seine kleinen Denkmäler nicht als Kunst, sondern als Hinweisschilder einordnete und deshalb bei der Umsatzsteuer statt sieben Prozent 19 Prozent ansetzen wollte. Bundesweites Medienecho führte aber vor wenigen Tagen zu einem Machtwort des nordrhein-westfälischen Finanzministers. Der sagte, es gehe nicht um 30 000 einzelne Steine, sondern um ein Gesamtkunstwerk und versprach, Demnig müsse weiter nur den geringeren Umsatzsteuersatz entrichten. Auch eine Nachforderung muss der Künstler nicht mehr fürchten. Demnigs Ansprechpartner bei der Bad Kissinger Stolpersteininitiative und im örtlichen Rathaus haben seine Aktion schon immer als Kunst zur Erinnerung begriffen. Oberbürgermeister Kay Blankenburg würdigte die Stolpersteine am Mittwoch nicht nur als Auseinandersetzung mit der dunklen Seite der Geschichte der Stadt. Sie seien auch Mahnung, nicht wegzuschauen, wenn heute Unrecht geschieht. Besonders froh ist er über die regelmäßige Beteiligung örtlicher Schulen. Das verhindere, dass die Initiative nur eine Bewegung der Alten sei. Neu hinzu kamen am Mittwoch Stolpersteine für Dr. Siegfried Wahle (Ludwigstraße 9), für Hermann und Sara Baumblatt (Badgasse 4), für Nanette Holländer (Maxstraße 24), Benedikt, für Emilie und Thekla Schloß (Maxstraße 31), sowie für Hirsch, Therese und Jeanette Adler (Hartmannstraße 5). Mit diesen zehn liegen in Bad Kissingen jetzt 43 Stolpersteine. Foto: Siegfried Farkas
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Die neuesten Kommentare
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christel2 (451 Kommentare) am 30.06.2011 18:10
an Promenadenmischung und Katzenlumpwer wenig Ahnung hat, sollte solche Rechnungen nicht anstellen. Ich kann Herrn von Dobschütz nur beipflichten. Ich bin überzeugt, daß Katzenlump und Promenadenmischung "keine selbständigen Erwerbstätigen" sind, sonst würden sie nicht so argumentieren.Es ist halt nicht nur mit Multiplikation getan. |
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Promenadenmischung (200 Kommentare) am 30.06.2011 18:30
Noch ein Milchmädchen?Verehrte christel2, ich verstehe Ihre Entrüstung nicht, aber vielleicht habe ich mich für Sie nicht verständlich genug ausgedrückt, deshalb will ich dies für Sie speziell gerne noch ein Mal versuchen: Ich habe Katzenlump die Korrektheit seiner Multiplikation bestätigt; er kam anhand von Fakten, sprich Zahlen zum richtigen Ergebnis, das ist alles. Dem zu widersprechen ohne konkret zu werden, das ist für mich Milchmädchenrechnung. Mit den 4 Grundrechnungsarten, zu denen ich jedenfalls die Multiplikation zähle, ich hoffe, Sie auch, ist es in diesem Fall schon getan; mit dem Abschießen von Nebelkerzen und Sprücheklopferei aber nicht. |
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Promenadenmischung (200 Kommentare) am 30.06.2011 12:54
@dobschuetzKatzenlump hat in korrekter Rechnung eine Multiplikation ausgeführt. Das Milchmädchen sehe ich woanders. |
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dobschuetz (11 Kommentare) am 30.06.2011 12:12
@KatzenlumpDas ist eine oft wiederholte Milchmädchenrechnung, die nicht zutrifft, denn: Bei rd. 2,85 Mio Euro Umsatz in zehn Jahren (bei 95 Euro pro Stein) entspricht dies einem durchschnittlichen Umsatz von 285.000 Euro pro Jahr. Davon sind abzuziehen die 7 Prozent Mehrwertsteuer (rd. 20.000 Euro), sämtliche Materialkosten, die Reisespesen für Fahrten zwischen zehn europäischen Ländern (Demnig ist mit Fahrer fast täglich unterwegs und das bei den heutigen Spritpreisen!) sowie die Arbeitsentgelte für 3-4 Personen, wovon jeder einzelne auch noch Einkommenssteuer zahlen muss. Da bleibt am Ende nur ein durchschnittlicher, wenn nicht sogar bescheidener Nettolohn übrig. |
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MrsBurns (751 Kommentare) am 30.06.2011 09:48
30.000 Stolpersteine.....a 90 Euro/Stk (wie in anderen Zeitungen pupliziert wurde) macht ein nettes Sümmchenvon 2,7 Mio Euro. Auf so ne Geschäftsidee, tschuldigung Gesamtkunstwerk wäre ich auch gern gekommen. Ps: bin kein Nazi, kein Antisemit! |
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