publiziert: 23.07.2010 15:37 Uhr
aktualisiert: 18.08.2010 15:54 Uhr
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Der größte Laster im Landkreis

Meine Maschine und ich (Teil I). Was haben Muldenkipper und Bleistiftspitzer gemeinsam? Sie Sind als Werkzeuge für viele hilfreich, für manche sogar unersetzlich. Wie innig die Beziehung Mensch und Technik sein kann, zeigt unsere neue Serie. Heute: Hubert Warmuth mit 750 PS im Steinbruch.

  • Technik in einer anderen Dimension: Hubert Warmuth vor dem Muldenkipper im Oberthulbaer Steinbruch.
    Fotos:Wolfgang Dünnebier
  • Überblick: am Steuer alles im Griff.
Bild von
2 Bilder

Hubert Warmuth fährt seit jeher Lastwagen. Was ja an sich nichts Außergewöhnliches ist. Schon eher, dass jeder seiner Arbeitstage im Steinbruch von Oberthulba mit einem kleinen Aufstieg beginnt. 2,50 Meter kraxelt der 46-jährige Reiterswiesener eine Leiter empor, bevor er sich hinter das Lenkrad des knallgelben Muldenkippers schwingt. „Fast wie im Personenwagen“, beschreibt Warmuth seinen Arbeitsplatz hier oben.

Eine eher bescheidene Umschreibung für das, was Warmuth mit dem 750-PS-Boliden Tag für Tag wegschafft. Fuhre um Fuhre bringt er 55 Tonnen Muschelkalk aus dem Steinbruch in die Brecheranlage. Angesichts dieser Zahlen wirkt das vollklimatisierte Fahrerhaus tatsächlich unspektakulär: Instrumente, Schalter und Knöpfe von Klimaanlage und Autoradio liegen gut zur Hand, der Fahrersitz vermittelt sogar Komfort. Nur nach hinten ist die Perspektive beschränkt. Eine ganze Batterie von Spiegeln vermittelt gute Rundumsicht. Sogar über die Kante der Motorhaube auf die Straße. Damit niemand unbemerkt unter die Räder kommt.

Die Dimensionen sind schnell vergessen, wenn Warmuth Gas gibt. Gut gedämpft werkelt der Sechszylinder-Diesel mit 23,15 Liter Hubraum unter dem Fahrerhaus. Mit leichtem Griff legt Warmuth die Fahrstufe des Automatikgetriebes ein.

„Das ist eigentlich nichts Besonderes“, winkt er auf die Frage nach den erforderlichen Fahrkünsten ab. Vorher fuhr er im Möbelfernverkehr. Ein bisschen lästig sei bloß der Staub, der doch irgendwie durch alle Ritzen kriecht und sich als leichter Schleier auf dem Armaturenbrett absetzt.

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Von unserem Redaktionsmitglied Wolfgang Dünnebier
    
    

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