Der letzte Tanz von Sisis Hofstaat
Was wäre das Rakoczy-Fest ohne Musik? Es wäre kein Fest. An vielen Stationen gibt es Live-Musik, für alle Semester ist etwas dabei. Die Älteren bevorzugen es gern etwas volkstümlicher, da kann man nicht nur zuhören, sondern auch mitsingen oder tanzen.
Beispielsweise bei den „Auersberg Buam“ am Feuertürmle am Freitagabend oder bei den „maddogs“ am Samstag auf dem Theaterplatz. Hier fühlten sich sogar die Kleinen animiert, aufs Parkett zu gehen und die ersten Tanzschritte zu wagen.
Die Blue Stars schafften es am Freitag auf dem Marktplatz, den Prinzregenten Luitpold trotz Regens zu einem Tänzchen zu bewegen. Er spannte seinen Schirm auf und los ging's, mit Helena Scharf als Partnerin. Der Schirm war groß genug für beide.
Echte Rhöner Unterhaltung boten die Rhüa Rammler auf dem Theaterplatz. Da war mancher Ohrwurm zu hören, nicht zuletzt vom Morgenrot – unsre liebe Sau ist tot. An den unterhaltsamen Einwürfen im Rhöner Dialekt, manchmal ganz schön deftig, hatten die Zuhörer ihren Spaß. Auch anderswo lockten Bands, und das Volk ließ sich gern nieder.
Dicht gedrängt saß und stand das Publikum auf dem Theaterplatz am Samstag, als Sisis Hofstaat tanzte. Der Reigen führte durch die Jahrhunderte, was großen Beifall fand. Der Wermutstropfen: Sisis Hofstaat tanzte das letzte Mal. „Nach 18 Jahren hören wir auf“, sagte Barbara Drosd-Tessari. „Wir sind volljährig geworden, da ändert sich manches.“





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