publiziert: 31.07.2012 17:11 Uhr
aktualisiert: 02.08.2012 12:11 Uhr
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Die Rosins drehen das letzte Mal den Schlüssel um

35 Jahre haben Marianne und Klaus Rosin die Gaststätte am Dr.-Hans-Weiß-Sportpark betrieben
  • Abschied: OB Kay Blankenburg verabschiedet die Rosins.
    Foto: Schmitt
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„Es zwickt schon ordentlich“, sagt Klaus Rosin bei der Verabschiedung durch Bürgermeister Kay Blankenburg. Seit 35 Jahren waren Klaus Rosin (63) und seine Frau Marianne (64) Pächter der Gaststätte am Dr.-Hans-Weiß-Sportpark. Nun endet diese Ära. Man merkt Klaus Rosin an, dass es kein leichter Schritt für ihn ist. „35 Jahre sind kein Pappenstiel“, sagt er und seine Frau ergänzt. „Wir waren jeden Tag hier.“ Seit 1977. Damals hat das Paar die Gaststätte übernommen. Dass sie die Gaststätte so lange betreiben, hätten sie nicht gedacht.

Doch man gewinnt den Eindruck, dass nicht nur der Abschied von der Sportgaststätte Klaus Rosin zwickt. So sind die Erinnerungen an die vergangenen Jahre nicht nur positiv. Daher ist die Antwort auf Blankenburgs Frage nach der besten Zeit in der Sportgaststätte nicht verwunderlich: Gleich nachdem die Eishalle aufgemacht hat, sei das gewesen. „Selbst wenn in Kissingen nichts los war, die Sportgaststätte war voll“, erinnert sich der Gastronom.

Zuletzt sei das anders gewesen. Die Sportler hätten die Sportgaststätte immer weniger genutzt. Meist hätten sich die Mannschaften selbst verpflegt oder seien ins Fast–Food-Restaurant gegangen. Auch die Vereine hätten die Sportgaststätte seltener für ihre Feiern genutzt.

Trotz allem: „Es hat uns viel Spaß gemacht.“ Man habe immer nette Leute kennengelernt, war immer in Kontakt mit Menschen. „Die Gaststätte hat bei uns immer an erster Stelle gestanden, vieles andere stand hinten an“, sagt Marianne Rosin. Nun soll sich das ändern. Die Rosins wollen ihren Ruhestand genießen. Sie wollen Zeit mit ihren Enkeln verbringen oder in den Bergen wandern. Auch der Sportgaststätte wollen sie nicht ganz den Rücken kehren. „Wir werden bestimmt wieder kommen, um einen Kaffee zu trinken“, sagt Marianne Rosin.

Dann womöglich beim 1. FC 06. Der Verein ist ab 1. August Pächter der Sportplatzgaststätte. Doch bis es so weit ist, heißt es erst einmal Abschied nehmen von ihrer Sportgaststätte. Ein letztes Mal haben sie gestern alles aufgeräumt und die Tür abgeschlossen – wohl mit einem ordentlichen Zwicken im Bauch.

sas
    
    

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Die neuesten Kommentare

MrsBurns (1495 Kommentare) am 01.08.2012 12:18

Schade,

aber es ist ja kein Geheimnis, dass die Rosin,s mit dem FC 06 über Kreuz lagen. Wenn wir in Kissingen gespielt haben sind wir immer gut bewirtet worden. Danke für alles.
An und für sich habe ich eine Abneigung dagegen wenn ein Sportheim verpachtet ist. Siehe Münnerstadt, Reiterswiesen etc. Da kann man nicht einfach so reingehen um auch mal ein Liedchen schmettern nach dem Spiel.
Nun ja, der FC 06 wird Geld brauchen. Die hochkarätigen Neuzugänge werden wohl nicht wegen der guten Luft in Kissingen spielen. zwinkern
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