publiziert: 17.05.2010 15:09 Uhr
aktualisiert: 17.05.2010 15:13 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text KILIANSHOF
Ein Fest nicht nur für Pferdefreunde

Shire-Horse Landeszuchtschau in Bayern lockte über 1000 Besucher nach Kilianshof
  • Deutsch-englische Freundschaft: Initiator Eddy Stanzer von der Zuchtgemeinschaft Kilianshof (links) mit dem englischen Wettkampf-Richter Cathal Conlon. Optischer Ausdruck für ihre gemeinsame Leidenschaft sind die Krawatten mit Pferde-Motiven.
  • Paletten-Derby: Mitfahren war ausdrücklich erlaubt beim Showprogramm der „Shire-Connetion“ aus dem Westerwald.
    Fotos (3) barbara hippeli
  • Kritischer Blick: In verschiedenen Altersklassen wurden die Shire-Horses bei der 1. Shire-Horse-Landeszuchtschau in Bayern dem englischen Richter Cathal Conlon (rechts) vorgestellt.
    Foto: B. Hippeli
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3 Bilder

So viele Besucher gab's in dem Dörfchen am Fuß des Kreuzberges schon lange nicht mehr: Zu einem echten Erlebnis wurde die 1. Shire-Horse-Landeszuchtschau in Bayern, die von der Shire-Horse-Zuchtgemeinschaft Kilianshof ausgerichtet wurde.

Von Franken, Thüringen, Hessen, Baden Württemberg oder Rheinland-Pfalz kamen die Pferdehalter mit ihren Shire Horses angereist. Insgesamt wurden 21 Pferde dieser seltenen englischen Rasse in elf Klassen vom englischen Wettkampf-Richter Cathal Conlon begutachtet und bewertet.

Erfolgreich vertreten waren natürlich auch die Kilianshöfer Shire Horses, die von Eddy und Sissy Stanzer vorgeführt wurden. „Ringstuart“ und gleichzeitig Dolmetscher für den englischen Richter war Deren Lacey, der aus Kanada stammt und der selbst ein großer Pferdefreund ist und mit seiner Familie in Kilianshof lebt.

Als Krönung der Zuchtschau und Hengstpräsentation, die Michael Rockenzahn moderierte, wurden jeweils die beste Stute Bayerns, das Landessiegerfohlen, der beste Wallach und der beste Hengst Bayerns 2010 ermittelt. Zum Abschluss der Schau wurden beim Championship die frisch gekürten Landessieger Bayern 2010 noch mal präsentiert.

Als Moderatorin führte Jackie van Strien durch das Showprogramm. Hier gab es publikumswirksame Vorführungen: Shire-Horse unter dem Sattel, in der Freiheitsdressur, vor der Palette. Die Darbietung mit der Kutsche musste zum Bedauern der Veranstalter ausfallen.

Wer von weit oder nah angereist war, bekam viel zu sehen. Die stattlichen Rösser, die als die größten Pferde der Welt gelten und wegen ihrer ruhigen, gutmütigen Art auch als die „sanften Riesen“ bezeichnet werden, eroberten die Herzen des Publikums.

Das Gelände, auf dem der Wettbewerb stattfand, lag gleich direkt neben dem Spielplatz, so dass hier auch die Kinder gut aufgehoben waren. An Ständen gab's Weidezubehör und Utensilien rund ums Pferd und verschiedene landwirtschaftliche Fahrzeuge wurden vorgestellt.

Wider Erwarten spielte das Wetter gut mit: Die Veranstaltung war größtenteils von Sonnenschein begleitet, so dass auch die äußeren Bedingungen passten. Die Zuchtgemeinschaft Kilianshof wurde von den Dorfbewohnern tatkräftig unterstützt: Die Feuerwehr übernahm die Parkplatzregelung, engagierte sich bei der Bewirtung und überall, wo noch Helfer gebraucht wurden.

Überschattet war die Veranstaltung vom tragischen Unfall, der wenige Tage zuvor passiert war: Anton Kleinhenz, zweiter Bürgermeister der Gemeinde Sandberg, Ortsbeauftragter von Kilianshof und Mitglied der Zuchtgemeinschaft, war bei Arbeiten in der Lagerhalle von einem herabstürzenden Heuballen schwer verletzt worden. Mit dem Hubschrauber wurde er nach Fulda gebracht und dort operiert. „Anton hatte sich so auf die Zuchtschau gefreut“, sagen Eddy Stanzer und Rudi Söder, die zum Dreier-Team der Zuchtgemeinschaft gehören und die immer noch fassungslos sind.

Doch die Veranstaltung absagen ging nicht mehr. Vielmehr mussten alle physischen und psychischen Energien gebündelt werden, um den Schautag unter dem Eindruck des tragischen Unglücks durchzuziehen. Umso mehr danken Eddy Stanzer und Rudi Söder allen Helfern für die beispielhafte Unterstützung.

ONLINE-TIPP

Weitere Bilder im Internet unter: rhoengrabfeld.mainpost.de

Von unserer Mitarbeiterin Barbara Hippeli
    
    

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