aktualisiert: 06.02.2012 14:38 Uhr
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BISCHOFSHEIM
Ein Zwölf-Stunden-Job im Sternzeichen des Maumers
Rund um die Mauer-Büttenabende sind zahlreiche Helfer aktiv – Zum Dank ein Frühstück beim Prinzenpaar
Seit einigen Jahren hat es sich bei den Böschemer Maumern eingebürgert, die Besucher der Büttenabende von Bischofsheim zum Veranstaltungsort Rhönhalle nach Frankenheim zu fahren. Eine der Fahrer ist Kerstin Folkers. Ihr Dienst beginnt um 18 Uhr an der Haltestelle des Maumershuttles am Marktplatz.
Knapp anderthalb Stunden lang pendelt sie zwischen Bischofsheim und Frankenheim. Wenn die Veranstaltung beginnt, hat sie Pause, die sie nutzt, um sich daheim ein paar Stunden Schlaf zu gönnen. Nach Ende der Vorstellung fährt sie solange zwischen Frankenheim und Bischofsheim hin und her, bis auch der letzte Gast und alle Mitwirkenden wieder zuhause sind. „Letztes Jahr bin ich bis morgens um sieben gefahren, das ist zwar lang, aber es macht auch Spaß“.
Ein neues Gesicht auf dem Fahrerplatz ist Joachim Gundelach. „Die Maumer suchen immer nach freiwilligen Fahrern und da ich heuer Zeit habe, mach ich das mal“, erklärt die ehemalige Hälfte des Kreuzberg-Duos. Fahrgast Luise Resseguier hat sich karnevalistisch in Schale geworfen. Sie fährt seit Jahren mit dem Shuttlebus, „und am schönsten ist es auf dem Heimweg, da geht's erst richtig lustig zu“. Fahrer Joachim hat einen dicken Rucksack auf dem Beifahrersitz liegen. „Nein“, lacht er, „da ist keine Brotzeit drin, ich mache doch bei einem Auftritt der Maumer mit und da drin ist mein Kostüm“.
Ein Bus spielt auch beim Auftritt der Böschemer Wildkatzen eine wichtige Rolle. Bei ihrem Schautanz, der einer Fernsehgarde würdig wäre, treten sie ständig in neuen Kostümen auf. Das Problem des Umkleidens haben sie mittels eines Busses gelöst, der während des flotten Auftrittes der Mädchen direkt vor dem Bühneneingang parkt. Von der Bühne kommend steigen sie durch die Vordertür in das Fahrzeug, von flinken Helfern empfangen und verlassen den Bus durch die Hintertür, fesch im neuen Kostüm gekleidet.
Für diese Helfer und die vielen anderen, die rund um die Böschemer Büttenabende aktiv sind, gibt das Prinzenpaar am Morgen nach der ersten Veranstaltung ein Frühstück aus. Heuer wurde es sechs Uhr, bis sich alle Gäste bei Martina I. und Udo I. im Tucherstübchen eingefunden hatten. Manch einer beschloss, nach dem ersten Morgenbier sein Bett aufzusuchen. Und das Prinzenpaar? „Bei mir wars zehn Uhr“, strahlt Prinzessin Martina, „der Prinz musst' aber scho ä weng früher heim“!
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