aktualisiert: 10.02.2012 09:16 Uhr
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BAD BRÜCKENAU
Eklat mit dem ehemaligen Vermieter
36-Jährige angeklagt wegen Körperverletzung
Ein heftiger Mietstreit wird derzeit am Amtsgericht Bad Kissingen verhandelt. Eine 36-jährige Frau muss sich wegen versuchter Körperverletzung, Beleidigung und Bedrohung gegenüber ihrem ehemaligen Vermieter verantworten.
Die Frau soll laut Anklageschrift versucht haben, den Senior mit der Faust zu schlagen. Sie soll auch gegen die Eingangstür seines Hauses getreten und den Mann bedroht haben mit den Worten: „Ich schlag' dir mit der Axt den Schädel ein.“
Dass sie den Ex-Vermieter im vergangenen Juli bedroht und beleidigt hatte, gab die Angeklagte zu. Einen Fußtritt und einen versuchten Faustschlag bestritt sie. „Ich habe ihm an jenem Tag nur den Brief mit der Abrechnung wieder vor die Tür geschmissen.“ Allerdings, räumte sie ein, sei es ein Riesenfehler von ihr gewesen, den Mann überhaupt noch einmal aufzusuchen.
Zerrüttetes Mietverhältnis
Obwohl sie längst umgezogen sei, käme der Mann immer noch mit finanziellen Forderungen aus dem früheren Mietverhältnis auf sie zu, klagte die 36-Jährige. „Ständig kommen irgendwelche Briefe von ihm.“ Schon zu Mietzeiten sei das Verhältnis zerrüttet gewesen. „Ich hatte jeden Tag Stress mit ihm.“
Der ehemalige Vermieter beschrieb die 36-Jährige als gewalttätig. Auch seine Frau habe Angst vor ihr, etwa, wenn sie der Angeklagten beim Einkaufen über den Weg laufe. An die Richterin appellierte er: „Sorgen Sie dafür, dass die Angeklagte Abstand von meiner Frau halten muss.“
Die Angeklagte sagte dazu: „Es lässt sich in Bad Brückenau nun einmal nicht vermeiden, dass man sich beim Einkaufen hin und wieder begegnet.“ Sie halte sich mittlerweile von dem Ex-Vermieter und seiner Frau fern, so gut es gehe, so die 36-Jährige vor der Richterin.
„Furchtbares Theater“
Die Auseinandersetzung im Juli beschrieb der Mann als Eklat. „Die ganze Nachbarschaft ist zusammen gelaufen. Das war ein furchtbares Theater, bis endlich die Polizei kam.“ Der Mann bestritt als Zeuge, die ehemalige Mieterin ebenfalls bedroht und beleidigt zu haben. „Ich bin ein friedliebender Mensch.“
Das sagte allerdings auch die Angeklagte von sich. „Wenn ich von niemandem gestresst werde, bin ich eigentlich ganz ruhig“, antwortete sie auf die Frage der Richterin, ob sie nicht ab und an schnell „hochgehe“. Das Bundeszentralregister spricht allerdings eine andere Sprache: Die 36-Jährige ist wegen Beleidigung und vorsätzlicher Körperverletzung vorbestraft.
Am zweiten Verhandlungstag sollen vier weitere Zeugen aussagen.
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