publiziert: 07.02.2012 15:33 Uhr
aktualisiert: 07.02.2012 15:35 Uhr
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Fränkisch, nicht volkstümlich

Traditionsveranstaltung nennt sich nun Heimatabend und will mehr Gäste ansprechen
  • Fränkische Mundart: Aus Kleinlangheim bei Kitzingen kommen die Pfarrgass-Sänger, die in der Pfarrgasse proben.
    Foto: Peter Klopf
  • Fränkisch statt Fox: Fränkische Figuren- und Rundtänze in Vollendung zeigte die Volkstanzgruppe Arnshausen.
    Foto: Peter Klopf
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Seit Jahrzehnten ist der Fränkische Abend eine Institution, welche einzigartig die fränkische Kultur widerspiegelt und doch manche Gäste der Kurstadt irritierte. Viele verbanden mit dem Namen einen pseudovolkstümlichen Abend a la Musikantenstadel. Deshalb heißt der Fränkische Abend ab sofort fränkischer Heimatabend.

„Mir geht es darum, dass die Gäste den Abend besser wahrnehmen“, sagte die Organisatorin des Abends, Gabi Kanz. In jeder Urlaubsregion gebe es einen Heimatabend. Sie fügt hinzu: „Alle Gäste wissen sofort, dass dabei bodenständige, einheimische Kultur geboten wird, das ist bei dem bisherigen Namen nicht klar erkennbar.“

Als Mitglied im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Fränkische Volksmusik muss Kanz es wissen. Seit 20 Jahren spielt sie bei der Rottershäuser Stubenmusik – die für fränkische Volksmusik stehen – Gitarre. Im Oktober 2010 hat sie die Organisation von Ludwig Moritz übernommen, der über Jahrzehnte den Fränkischen Abend veranstaltete. Seit dem sucht sie die mitwirkenden Gruppen heraus, stellt das Programm zusammen und moderiert zu dem die Veranstaltung. „Ich bin offen für Neuerungen, um den Abend am Leben zu erhalten. Er ist wichtig um unserer eigene Kultur – das ist Mundart, Singen und Musizieren – in der Öffentlichkeit eindrucksvoll darzustellen“, betont sie.

Wie sehr ihr die fränkische Kultur am Herzen liegt, konnte man jetzt beim ersten fränkischen Heimatabend im Rossini-Saal erleben. Mit viel Engagement, Charme und Liebe zur ihrer Heimat moderierte sie die einzelnen Gruppen an. Mit einem spannenden und abwechslungsreichen Programm präsentierten sich die Spessart-Spielleut aus Gemünden, die Pfarrgass-Sänger aus Kleinlangheim bei Kitzingen, die Volkstanzgruppe Arnshausen und die Feuerbergmusikanten aus Langenleiten.

Die Gäste der Kurstadt und die anwesenden Franken waren begeistert über das Kaleidoskop fränkischer Lebensfreude, Musik, Tanz und Humor. Besser hätten die liebenswerten Franken ihre eigene Kultur nicht vorstellen können.

Von unserem Mitarbeiter Peter Klopf
    
    

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