publiziert: 09.02.2012 16:07 Uhr
aktualisiert: 09.02.2012 16:13 Uhr
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Gemeinde geht gegen Raser vor

Viele fahren zu schnell: Burkardroth tritt Verkehrsüberwachungsverbund bei
  • Tempo 30: In der Metzenbergstraße in Katzenbach hält sich kaum ein Autofahrer an die vorgeschriebene Geschwindigkeit.
    Foto: Peter Rauch
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Schon seit Jahren klagen Bürger der Marktgemeinde Burkardroth, dass innerhalb der verschiedenen Ortsteile zu schnell gefahren werde und verlangen entsprechende Maßnahmen.

In der Gemeinderatssitzung am Dienstag stellte Bürgermeister Waldemar Burg die zwischenzeitlich durchgeführten, aussagekräftigen Geschwindigkeitsmessungen vor. Das Gremium beschloss daraufhin einstimmig, dem Verkehrsüberwachungsverbund der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Bad Neustadt beizutreten.

Bei der Bürgerversammlung in Burkardroth 2010 hatten Bürger den Antrag gestellt, dass die Gemeinde einem kommunalen Verkehrsüberwachungsverband beitreten soll. In der Sitzung im Januar wurde darüber auch rege diskutiert, der Antrag aber vertagt, weil die Verwaltung zunächst Sondierungsgespräche mit Polizei und der Verwaltungsgemeinschaft Bad Neustadt führen sollte. Eine Entscheidung wollte das Gremium im Oktober aber immer noch nicht treffen, nicht bevor Durchflusszahlen und Geschwindigkeitsprofile vorlagen.

Die Messprotokolle bestätigten jetzt die Klagen der Bürger, zumindest in einigen Ortschaften.

„Die Zahlen sind Fakten“, sagte Lothar Manger von der Polizeiinspektion Bad Kissingen, der zur Sitzung eingeladen war. „Es wird massiv zu schnell gefahren.“ So überschritten beispielsweise in der Forstmeisterstraße in Zahlbach 83,5 Prozent der 3440 erfassten Fahrzeuge die dort erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometer pro Stunde. 60 Prozent hätten eine Verwarnung bekommen, 807 Fahrer hätten sogar Bußgeld bezahlen müssen.

Über 90 Prozent fahren zu schnell

Sehr hohe Überschreitungen gab es auch in der Metzenbergstraße in Katzenbach, wo ebenfalls nur 30 erlaubt ist. Richtung Lauter fuhren 83,4 Prozent, Richtung Hassenbach sogar 93,6 Prozent zu schnell.

„Anlass zu Bedenken“, so der Bürgermeister, gäben auch die Ergebnisse in Gefäll, wo beim Kindergarten gemessen wurde. 56,1 Prozent überschritten die erlaubte Höchstgeschwindigkeit (50 Stundenkilometer) in Richtung Premich, in entgegengesetzter Richtung waren es 59,9 Prozent.

Timo Schmitt von der VG Bad Neustadt stellte dem Gremium das Procedere für die Einführung der Verkehrsüberwachung vor. Die Burkardröther können dann eine bestimmte Stundenanzahl buchen und nach Absprache mit der Polizei werden die Messungen durchgeführt. Als Messgeräte stünden Radar, Lichtschranke und Laser zur Verfügung. Die Gemeinde könnte zwar selbst solche Geräte anschaffen, doch es käme günstiger, eine externe Firma damit zu beauftragen, erläuterte Schmitt.

Der Aufnahme der Burkardrother müssen die Teilnehmer des Verbundes noch zustimmen, erläuterte Schmitt. Der Vertrag hat eine Laufzeit von fünf Jahren.

Von unserer Mitarbeiterin Gabi Sell
    
    

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Die neuesten Kommentare

maddin3981 (14 Kommentare) am 11.02.2012 18:44

Immer nur Burkardroth...

In den Artikeln und Diskussionen wird immer nur Burkardroth erwähnt, aber es gibt auch andere Ortsteile unserer Großgemeinde in denen gerast wird. Meiner Meinung nach wäre es sinnvoll auch mal über den Tellerrand zu schauen, sowohl von Gemeindeseite aus als auch von Seiten der Berichterstatter.
Aber im Großen und Ganzen ist der Beitritt zur VG sinnvoll, über die Stellen an denen dann gemessen und abkassiert wird lässt sich natürlich wie üblich streiten. Allerdings gehe ich davon aus dass sich die gewählten Vertreter darüber in ihren Sitzungen Gedanken machen, bzw gemacht haben und hoffentlich eine befriedigende Lösung gefunden wird...
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redkis (123 Kommentare) am 10.02.2012 18:22

Um die Diskussion vielleicht etwas zu versachlichen ...

... biete ich eine Erkenntnis der Verkehrsexperten an: Grade wenn die Straße eng und unübersichtlich ist durch parkende Autos, neigt der Autofahrer zu höherer Aufmerksamkeit und niedrigerer Geschwindigkeit. Eine frei, breite Straße lädt viel eher ein zum Rasen.

Roland Pleier
Ressortleiter
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wahrheit (93 Kommentare) am 09.02.2012 19:20

Jaja, der "böse Autofahrer-der Raser"

Da schließe ich mich meinem Vorschreiber an, denn das ganze ist auch nicht umweltfreundlich.
das denken sich immer so Obergrüne Schlaumeier aus, aber die fahren auch Auto, meißtens noch alte zusammengeflickte Ölbrenner und Strom haben die auch zuhause, der gehört denen gleich abgedreht.
Der Autofahrer ist immer der Buhmann, immer der Böse, der Raser, dabei sind das nur Einzelne, meißtens Jugendliche die dann auch noch betrunken oder zugekifft am Steuer hocken und zu schnell unterwegs sind.
Demnächst muß man sein Auto noch durch jedes Kuhkaff durchschieben, es reicht !!!!!!!!!
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punkbone (700 Kommentare) am 09.02.2012 18:10

Geldmacherei ist das sonst nichts.

Wieso wird eine Hauptortsdurchfahrtsstraße auf 30 km/h beschränkt. Es wäre sinnvoller ein absolutes Parkverbot auf so einer Straße ein zu richten. Überall stehen und parken Fahrzeuge an diesen Straße und blockieren den Verkehr. Durch ständig stoppende und anfahrende Fahrzeuge entsteht mehr Lärm als durch durchfahrende Fahrzeuge. Außerdem weichen durch parkende Fahrzeuge Autos auf die Gehwege aus oder versuchen noch schnell das Hindernis zu umgehen. Dies ist reine Abzocke mit Erhöhung der Sicherheit hat dies nichts zutun.
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