aktualisiert: 21.02.2012 18:25 Uhr
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HAMMELBURG
Hammelburg geht als Geisterstadt
Fasching: Leere auf Straßen und Plätzen
„Hammelburg vergessen Sie's!“ So lautet das Urteil einer Passantin am Dienstagvormittag in der Kissinger Straße. Trotz des Sonnenscheins und der milden Temperaturen scheint die Innenstadt wie leergefegt. Wenige Menschen sind unterwegs. Sie versuchen, schnell ihre Einkäufe zu beenden und nach Hause zu kommen.
Wen man auch fragt, sie stimmen wohl alle mit der Diagnose überein, dass einfach „nichts mehr los ist“.
An den Faschingstagen scheint sich das Phänomen zu verstärken. „Hammelburg ist meistens so, nur heute, wegen Fasching noch etwas mehr.“ Die Stadt verblasst wohl im Vergleich mit den umliegenden Dörfern. „Man denkt an Kinderfasching in Ramsthal, an Untererthal oder Diebach, aber die Stadt selbst hat dagegen wenig für Fasching zu bieten“, moniert eine Untererthalerin.
Ein Blick auf das innerstädtische Geschäftsleben lässt erahnen, was der Grund für die mangelnde Kundschaft sein könnte. Die Geschäfte, die offen haben, leiden darunter, dass die Nachbargeschäfte geschlossen bleiben. Damit verfliegt auch die Anziehungskraft der Altstadt. Die Mitarbeiterin eines Drogeriegeschäfts fragt sich: „Wieso sollte man auch in die Stadt gehen, wenn man außerhalb bis 8 Uhr abends einkaufen kann? Selbstverständlich hat das Auswirkungen.“
Auch in dem naheliegenden Bekleidungsgeschäft werden ähnliche Erfahrungen gemacht. „Gestern ging es noch, aber an Faschingsdienstag ist dann eben noch einmal weniger los.“
Auch die Vermutung über die Ursachen scheint identisch. „Die Nachbarläden haben größtenteils ganz zu, die Lebensmittelgeschäfte sind außerhalb.“ Nicht umsonst haben die befragten Geschäfte selbst nur bis 13 Uhr geöffnet. „Eine Absprache wäre vielleicht ganz sinnvoll, da jeder unabhängig voneinander entscheidet ob und wie lange geöffnet ist.“
Um die Mittagszeit füllen sich die Straßen dann doch wieder etwas mit Leben und im Stadtcafé sind auch einige Tische besetzt.
Sicher ist nach den Faschingstagen wieder mehr los. Für viele Mitbürger wird sich dennoch wenig an den tiefer liegenden Schwierigkeiten ändern und eine entscheidende Wiederbelebung der Innenstadt erhebliche Anstrengungen erfordern.
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Smaland (12 Kommentare) am 22.02.2012 15:27
Aschermittwochs-Katzenjammerwäre eine Erklärung für das Genöle über Hammelburg. Wie wäre es mit "einfach mal selber machen", sich selbst einbringen und nicht immer nur darauf warten, dass einen jemand anderer bespasst. Speziell am Faschingsdienstag. Hammelburg und seine Ortsteile gehören zusammen und wenn in Diebach was los ist, bin ich ruckzuck dort hin gefahren.Die HAKAGE würde sich sicher über mehr Mitglieder freuen um dann auch noch am Faschingsdienstag in der Kernstradt präsent zu sein.Vielleicht sind auch die Geschäftsleute und deren Angestelle mal froh, einen halben freien Tag zu haben um selbst mit ihren Familien am Faschingstreiben teilzunehmen. Und das Gemeckere über den "Sheriff"!! Wenn ich mich an Verkehrsregeln halte, die freien Parkplätze rund um Hammelburg nutze oder gar die kurzen Strecken mal zu Fuß laufe, habe ich mit niemandem Probleme. Fazit:Es ist immer einfach meine Negativliste publik zu machen. Aktiv werden, Ideen entwickeln, Vereine unterstützen, dann läuft noch mehr. |
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picard (16 Kommentare) am 22.02.2012 11:05
Wird Zeit dass sich da was ändert!Der Autor hat den Nagel auf den Kopf getroffen, doch in Hammelburg müsste so Einiges geändert werden damit "der Laden läuft". Angefangen beim Marketing und der Aussenwerbung der "ältestens Weinstadt Frankens" - Termine werden z.B. anscheinend nicht an den Tourismusverband Franken gemeldet und erscheinen dann dort folglich nicht in den Info-Broschüren; teilweise veraltete und überholungsbedürftige diverse Internetseiten Hammelburgs; Investitionen im Bereich Tourismus; ein ordentliches, bürgerfreundliches Verkehrskonzept; eine einheitliche Strategie der Geschäftswelt - siehe Öffnungszeiten, gemeinsame Werbung; ....Zugegeben, es gibt auch einiges Positives in Hammelburg, doch im Vergleich zu anderen Kommunen gibt es noch Vieles zu tun
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genzly (2 Kommentare) am 21.02.2012 20:20
... und das wird noch schlimmer!Ich kann auch nur zustimmen.Einkaufen an solchen Tagen habe ich schon lange aufgegeben. Jedes zweite Geschäft hat geschlossen. Daran wird sich auch nichts ändern. Das ist schon seit vielen Jahren so. Also wird gewartet bis alle wieder offen haben oder gleich im Internet bestellt. Wenn man sieht, was in anderen Gemeinden ohne Autobahnanschluss in kurzer Zeit z.B. an Gewerbe entsteht z.B. Raum Hassfurt, Bad Neustadt, Gemünden usw., Hammelburg fällt immer mehr und schneller zurück. Was den Park-Sherrif betrifft, der nimmt diesen Titel wörtlich. Ich behaupte, dass er mehr Touristen verschreckt, als alle Autobahnschilder in die Stadt bringen. Da besteht großer Handlungsbedarf !! Ich als Hammelburger kann nicht verstehen, dass man im Rathaus dahingehend immer wieder auf taube Ohren stößt. Viele Bürger haben sich beschwert - es tut sich aber nichts. Wo die Hammelburger an Fasching sind? Man trifft sie in vielen Ortsteilen z.B. Untererthal, Diebach oder Aura, Hassfurt, Würzburg bei den Faschingsumzügen !! Auch wir waren gestern mit Freunden in Hassfurt unterwegs, der Umzug war prima, die Straßen voll, der Mc D....d´s ebenfalls ( Fastfood - ach ja, das hätte es auch einmal in Hammelburg geben können, wurde schließlich nach KG gebaut... dann fahren eben die Hammelburger nach Bad Kissingen oder Schweinfurt!) Au weh, wo sind denn die Hammelburger ? H E L A U |
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bera (20 Kommentare) am 25.02.2012 12:25
@genzlySo, so, Sie haben also am 20.02. den Umzug in Hassfurt bewundert!!!Das ist aber schon recht eigentümlich, oder war's vielleicht am 20.02.1912? Heuer gab's in HAS bestimmt keinen Zug zu bewundern, oder meinten Sie vielleicht, dass nicht die Straßen und der Mc.... voll waren, sondern...? Nix für ungut! Grüßle aus dem faschingszugfreien Hassfurt. |
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Diego89 (12 Kommentare) am 21.02.2012 19:26
Oja! Wie Recht der Autor doch hat....."An den Faschingstagen scheint sich das Phänomen zu verstärken. „Hammelburg ist meistens so, nur heute, wegen Fasching noch etwas mehr.“ Die Stadt verblasst wohl im Vergleich mit den umliegenden Dörfern."Besser hätte ich das über Hammelburg auch nicht sagen können. Meiner Meinung nach muss da mal frischer Wind in das Rathaus. Weg von der konservativen Schiene und Mut zu Neuerungen / mehr Attraktivität der Stadt! Wo ist das Flair einer alten Weinstadt (der ältesten Weinstadt Frankens)?? Nicht die Schulden sollten weiter steigen sondern die Attraktivität Herr Bürgermeister! Dass Touristen abgeschreckt werden, fängt ja schon beim Park-Sherrif an, bei dem man sich bei einer Begegnung schon einmal auf Unfreundlichkeiten einstellen kann. Ich bin in Hammelburg aufgewachsen und auch Stolz auf meine Heimatstadt, aber ich stehe zum gleichen Teil auch sehr kritisch dazu, was sich da in den letzten Jahren entwickelt hat.... |
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