publiziert: 27.03.2011 19:15 Uhr
aktualisiert: 27.03.2011 19:17 Uhr
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Irgendwann ist es nur noch Kopfsache

400 Starter beim Marathon: SV Ramsthal vom Interesse der Ausdauerläufer überrascht
  • Startschuss: Weinkönigin Irina Neder an der Pistole.GERD SCHAAR
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(ghs) Mit bundesweit angereisten rund 400 Teilnehmern fand der Saaletal-Marathonlauf im zweiten Jahr mehr Beteiligung als im Vorjahr.

Dies überraschte den Vorsitzenden Rudi Weik und dessen äußerst aktive Stellvertreterin Katrin Vollert vom Vorstand des veranstaltenden Sportvereins SV Ramsthal.

Nach vier Stunden und 48 Minuten war auch Manfred Gößmann-Schmitt vom SV Ramsthal im Marathonziel. Als „Spätberufener“ laufe er heuer erst im dritten Jahr den Marathon, bestätigt der sympathische 59-Jährige. Früher sei er lediglich über Strecken von 100 Metern als Sprinter gelaufen.

Jetzt sei sein Jungendtraum vom Marathon endlich in Erfüllung gegangen. Eine Krankheit habe ihn vom vergangenen Herbst an bis in den späten Januar hinein vom wöchentlichen Training fern gehalten.

„Nach etwa 30 Kilometern ist das Erreichen des Ziels reine Kopfsache“, erklärt Gößmann-Schmitt. Da entscheide sich, ob man die 42 Kilometer durchhalte. Von da an zähle man nicht mehr die Kilometer bis 42 hinauf sondern lediglich die stetig abnehmenden verbleibenden Kilometer bis zum Ziel. Der Geheimtipp des Sportlers: „Lass Dich nicht beeindrucken, wenn Du überholt wirst!“ Das koste nur unnötige Kraft, denn Ankommen sei Alles.

Kilometer 30 war ungefähr bei der Friedhofskapelle Machtilshausen an der B287, welche die Läufer dort unterquerten. Ihnen war meist die Heiterkeit über ihr Durchhaltevermögen im Gesicht anzusehen. Oft reichte es auch noch für eine freundliche Grußgebärde mit den Armen. „Hier sind ganz tolle Laufbedingungen“, hörten die Zaungäste von den

Marathonläufern. Rund 160 Helfer von den Vereinen, der Feuerwehr und dem Roten Kreuz waren im Einsatz. An den Erfrischungsständen hatten sie unterwegs gern die Becher mit stillem Wasser, Energydrinks oder Tee genommen.

Die verschiedenen Feuerwehren regelten den Straßenverkehr und zeigten den Läufern an den Wegverzweigungen die richtige Strecke. Der Lauf ging zunächst Richtung Arnshausen, dann längs des Bad Kissinger Golfplatzes.

An der alten Saalebrücke Euerdorf schieden sich die Wege. Während die Halbmarathonläufer die Ortsmitte anpeilten, führte der Weg der Vollstrecke über die Brücke weiter zur Klosterruine Aura und längs der Saale nach Elfershausen und Langendorf. Gefahrlos konnte dort wie bei Machtilshausen die Bundesstraße unterquert werden. Auf der Radwegtrasse ging es weiter Richtung Ziel nach Ramsthal.

Dort im Sportheim wartete schon das medizinische Massageangebot eines Sponsors, welches von 50 Läufern gern gratis angenommen wurde. Stärkende Hilfe kam von vielen Hausfrauen aus dem Hintergrund, die vier Dutzend Torten und Kuchen buken. In der Turnhalle feierte man gern die Preisverleihung und hörte den Grußworten des Schirmherrn Landrat Thomas Bold zu. „Der organisatorische Aufwand war gigantisch“, bestätigte Karin Schmitt, die Schatzmeisterin des SV Ramsthal. Fast ein ganzes Jahr habe der Verein daran gearbeitet.

Ohne die ehrenamtlichen Helfer wäre nichts gelaufen und trotzdem sei es immer noch ein finanzielles Restrisiko geblieben. Allein die professionelle Zeitabnahme mitsamt der Transponderüberwachungen habe ein Sümmchen verschlungen. Froh sei der Verein, dass alle angereisten Teilnehmer in den Pensionen und Ferienwohnungen der näheren Region untergekommen seien. Viele hätten in Wohnmobilen übernachtet.

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