publiziert: 04.07.2010 20:10 Uhr
aktualisiert: 05.07.2010 09:17 Uhr
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Junger Nachwuchs hoch geschätzt

St. Petersburger haben großen Fanclub in Bad Kissingen
  • Nikita Kinyaev: kaum größer als sein Cello.
    Foto: Ursula Lippold
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(tru) Sie sind jung, hochbegabt und noch namenlos – aber beim Kissinger Sommer bekannt und sehr geschätzt: die Kinder und Jugendlichen aus St. Petersburg, diesmal mit einem Gast aus Österreich. Begleitet wurden die Streicher wieder von Inga Dzektser.

Wie immer eröffneten die beiden Jüngsten: die achtjährige Elizaveta Glazunova mit ihrer Geige und die neunjährige Elizaveta Marchenko am Klavier. Mit ernsten Gesichtern spielten sie ihre Stücke, mit leicht spürbarer Nervosität, die sich aber nicht auf ihr Spiel ausgewirkt hat.

Fast profihaft ging es dann mit Dmitri Stopitschev weiter, er spielte die Zigeunerweisen von Pablo de Sarasate. Mit einem technisch sauberen Mozart und einem großartigen Chopin erspielte sich Evgeni Zaretzki die Herzen der Konzertbesucher, die das Parkett im Großen Saal bis auf ganz wenige Plätze füllten. Mit einer erstaunlichen Grifftechnik überraschte der 16-jährige Cellist Nikita Kinyaev beim Vortrag einer ungarischen Rhapsodie.

Der österreichische Gast Aaron Pilsan hatte sich für ein Bravourstück entschieden: Venezia e Napoli von Franz Liszt. Sein ausdrucksstarkes, ausgereiftes Spiel, seine perlenden Läufe deuten auf eine große pianistische Zukunft hin.

Herausragend war sein Zusammenspiel mit dem Geiger Alexei Osipov, der bereits mehrfach beim Kissinger Sommer war. Tschaikowskys „Meditation“ wurde durch diese beiden Künstler zu einem kammermusikalischen Leckerbissen.

Beim letzten Stück, der Carmen-Fantasie von Franz Waxman, brillierte Osipov mit einer grandios ausgereiften Technik und großem Einfühlungsvermögen. Es war gleichzeitig sein Abschied von der St. Petersburger Gruppe beim Kissinger Sommer, da er mit seinen jetzt 17 Jahren herausgewachsen ist, sagte die Intendantin Kari Kahl-Wolfsjäger.

Der große Beifall der begeisterten Zuhörer war für die jungen Künstler ein weiterer Ansporn auf ihrem musikalischen Erfolgsweg.

    
    

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