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aktualisiert: 25.07.2011 18:41 Uhr
BAD KISSINGEN

Königinnen ohne Schloss: Die schönsten Geschichten

60 Jahre Rakoczy-FestZur Feier des Jubiläums erzählten 27 Quellenköniginnen aus sechs Jahrzehnten im Kurgarten von ihren Erlebnissen

Ein guter Organisator wie Hubertus Wehner schafft vieles. Er bringt sogar Quellenköniginnen aus sechs Jahrzehnten Rakoczy-Fest in Bad Kissingen zusammen. 27 folgten am Sonntag nach dem Umzug seiner Einladung zum Jubiläumsfest 60 Jahre Rakoczy und sahen sich den Zug vom Balkon des Regentenbaus an. Danach ging es zur Konzertmuschel im Kurgarten, wo Anna Krug die Quellenköniginnen geordnet nach Jahrzehnten vorstellte. Die Steinacher Musikanten spielten dazu passend jeweils die Musik der entsprechenden Zeit.

Die 50-er Jahre:

Mit Hertha Fuchs, der Quellenkönigin von 1951, eröffnet Anna Krug den Reigen. Mit Schwung wippte die 89-Jährige zur Musik, sie war die zweite Quellenkönigin überhaupt. Einen Schwank habe sie nicht mitgebracht, erzählte die Brunnenkönigin von damals, denn die Zeiten waren ernst, geprägt von Armut. Dafür sei die Zeit zum Feiern jetzt besser. „Lebe, blühe und gedeihe“, rief sie den vielen Gästen im Kurgarten zu.

    
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Rako Quelle
Rako Quelle
Rako Quelle
Rako Quelle
Quellenköniginnen
Bad Kissingen
27.07.2010
    

Die 60-er Jahre:

Auch aus den 60-er Jahren gab es nur eine Vertreterin: Barbara Hahn, wohnhaft in Bad Neustadt. Ihr Onkel Ernst, (Ernst Rundler war damals stellvertretender Kurdirektor) habe sie animiert, Quellenkönigin zu werden. Zum Ball sei sie im Landauer abgeholt worden. Unterwegs wurde an einigen Sektstationen Halt gemacht. Und prompt geschah es: Jemand kippte ihr ein Glas übers Kleid. „Die Saaldiener schleppten Ventilatoren heran“, erzählte sie. Bis zum Einzug in den Ballsaal war das Kleid wieder trocken.

„Die Saaldiener schleppten Ventilatoren heran.“
Barbara Hahn erzählt, wie ihr Kleid getrocknet wurde. Die 70-er Jahre:

Angelika Meisner durfte 1977 als Quellenkönigin bei einer fünfteiligen Serie über Bad Kissingen Szenen mitdrehen. Sie stand mit Schauspielern wie Helga Feddersen und Günther Pfitzmann vor der Kamera. Christiane Schießer wurde für das Fest 1978 vom Fürsten selbst ausgewählt. Nach der Autogrammstunde fragte sie ein kleines Mädchen auf Englisch, wo ihr Schloss sei. Sie habe keins, antwortete die Quellenkönigin – und bekam daraufhin einen tröstenden Kuss von der kleinen Lady.

Die 80-er Jahre:

Eine noch größere Ausnahme-Königin war Gabriele Friedrich. Sie wurde 1980 ebenfalls vom Fürsten gekürt. Und durfte im Jahr darauf sogar noch einmal als Quellenkönigin auftreten, jetzt an der Seite ihres Gatten, denn sie hatte den Fürsten Rákóczi, dargestellt von Georg Friedrich, geheiratet.

Mit Maike Kuchler, jetzt Back (1984), Eva-Maria Georgi (1985), Sabine Georgi-Morlock (1986), Astrid Lenk (jetzt Köllmer 1987), und Claudia Nieland, jetzt Bönning (1988), fanden fünf weitere Quellenköniginnen zum Treffen. Und alle hatten Erinnerungen zu erzählen.

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