publiziert: 08.02.2012 18:48 Uhr
aktualisiert: 08.02.2012 18:53 Uhr
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Kuchen im Glas als kleines Werbemittel für die Kurstadt?

Angebot einer Kissinger Bäckerei erzielt überraschend große Aufmerksamkeit
  • Kuchen mal anders: Die Café-Bäckerei Röttinger in der Kirchgasse bietet mehrere Sorten im Glas an.
    Foto: Alexander Röttinger
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Selbst gemachte Marmelade im Glas, chic verpackt mit Stoffdeckchen und Schleife, das kennt jeder. Aber Rötti, den kleinen Kuchen im Glas? Den gibt es in Bad Kissingen.

Beate Zwermann, die Geschäftsführerin der Agentur bz.comm, Partner der Staatsbad GmbH, ist davon so angetan, dass sie das Backwerk sogar für geeignet hält, als kleines Werbemittel etwa bei Bad Kissingens Auftritt auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin. Dem städtischen Wirtschaftsausschuss brachte sie ein Glas als Beispiel werbewirksamer Kissinger Spezialitäten mit.

Tanja Röttinger von der Café-Bäckerei Röttinger in der Kirchgasse ist erfreut über diese Nachricht. Sie hatte nämlich vor etwa drei Jahren die Idee, solche eigenen Kuchenvariationen im Glas anzubieten. „Ich hatte davon gelesen und dann im Internet recherchiert, wie man sie herstellt. Je nach Saison kreiere ich inzwischen unterschiedliche Mischungen“, sagt die 40-Jährige im Gespräch mit der Main-Post.

Wie die Kuchen sich genau zusammensetzen, ist Familiengeheimnis. In der Advents- und Weihnachtszeit backe sie ganz traditionell mit Glühwein, im Frühling mit Eierlikör, verrät Röttinger. Eine besondere Spezialität sei ihr Prinzregent-Luitpold-Kuchen. „Den stelle ich mit Wasser aus dem Luitpold-Sprudel her.“ Derzeit gebe es diese Variante aber noch nicht wieder, da der Sprudel im Winter abgestellt sei, so die Bäckerin.

Das Zubereiten an sich funktioniere wie bei normalen Kuchen auch, sagt sie. „Es sind halt Hausfrauenrezepte, der Teig wird frisch zubereitet.“ Etwas schwierig sei anfangs nur gewesen, die richtige Menge zu berechnen. Der Teig werde in zwei unterschiedlich große Gläser gefüllt. „Im Sortiment haben wir Gläser mit 250 und mit 190 Gramm.“

Ist der frische Teig im vorher eingefetteten Glas, kommt das Ganze in den Ofen der hauseigenen Backstube. „Unmittelbar danach werden die heißen Gläser verschraubt, so werden sie luftdicht“, erklärt Röttinger. „Die Kuchen sind dann etwa vier Monate haltbar.“

Zwischen zwei und drei Euro kosten Röttingers im Glas verpackte Spezialitäten, die von Kissinger Stammkunden gleichermaßen geschätzt werden wie von Kurgästen. „Manche kaufen die Gläser als Geschenk, statt eines Blumenstraußes“, weiß die 40-Jährige, die das Geschäft in der Kirchgasse zusammen mit ihrem Mann seit 1996 leitet. Kurgäste und Touristen nähmen die Röttis gerne als Mitbringsel aus Kissingen mit nach Hause. Und das darf ruhig auch Berlin sein.

swg
    
    

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