publiziert: 16.07.2009 19:08 Uhr
aktualisiert: 16.07.2009 22:15 Uhr
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Kupsch schließt endgültig

Mitarbeiter wurden gekündigt – Stammkunden sind traurig

Beim Betreten des Marktes verabschiedet sich gerade eine alte Dame von der Kassiererin. Sie wünschen sich gegenseitig alles Gute. Der Grund für diese Abschiedsszene: Am morgigen Samstag um 16 Uhr schließen sich die Türen der Kupsch-Filiale in der Erhardstraße für immer (wir berichteten). Und das zum Bedauern vieler.

  • FOTO Ursula Lippold
    Maria Praust war 16 Jahre Stammkundin bei Kupsch. Sie bedauert die Schließung des Marktes sehr.
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Leidtragende sind vor allem ältere Menschen, die am Sinnberg oder in der Nähe dieses Einkaufsmarktes wohnen. „Ich bin sehr traurig“, sagt Maria Praust. „Seit 16 Jahren bin ich hier Stammkunde.“ Vor 16 Jahren zog die jetzt 86-Jährige nach Bad Kissingen. Sie wohne in der Winkelser Straße, erzählt sie im Gespräch mit der Main-Post. Da lag die Kupsch-Filiale für sie ideal. Sie bedauert sehr, dass Geschäfte dieser Größe eingehen. Hier sei alles übersichtlich gewesen, und sie sei immer nett bedient worden.

Wo sie künftig einkaufen werde, wisse sie noch nicht. „Ich kann nicht für alles in die Stadt laufen, das ist viel zu aufwendig“, sagt Praust und deutet dabei auf ihre Gehhilfe. Und die großen Einkaufsmärkte mag sie nicht, da „braucht man Rollschuhe und viel Zeit“.

Die Mitarbeiter teilen die Trauer mit ihren Stammkunden. Manche haben 20 Jahre und länger bei Kupsch gearbeitet. Für sie war dieses Geschäft mit seinen Kunden schon fast familiär, man kannte viele Kunden mit Namen, redete ein paar freundliche Worte. Dafür waren die Älteren sehr dankbar.

Edeka bedauert

13 Mitarbeiter einschließlich Aushilfen haben in der Kupsch-Filiale am Nordring gearbeitet. „Ihnen allen wurde gekündigt“, bestätigte Ulrike Stöcker, Pressesprecherin von Edeka, auf Nachfrage der Main-Post. „Wir machen nicht gerne Märkte zu“, drückt sie das Bedauern des Unternehmens, zu dem Kupsch gehört, aus.

Aber dieser Markt habe sich wirtschaftlich nicht mehr getragen wegen der starken Mitbewerber an den Einfallstraßen von Bad Kissingen, begründet Ulrike Stöcker diesen Schritt.

In den vergangenen Wochen leerten sich die Regale nach und nach. Frisches sei jedoch bis zum Schluss geliefert worden, so die Pressesprecherin. Ursprünglich war die Schließung zum 25. Juli geplant gewesen. Nun erfolgt sie eine Woche früher.

Von unserem Redaktionsmitglied Ursula Lippold
    
    

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