aktualisiert: 24.05.2010 18:30 Uhr
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BAD KISSINGEN
Lobeshymnen von den Oldtimerfans
Teilnehmer der ADAC ZF Sachs Franken Classics loben Organisation und Landschaft
Keine besonderen Vorkommnisse, alles normal gelaufen, war der nüchterne Kommentar von Cheforganisator Karlheinz Schott nach Abschluss der ADAC ZF Sachs Franken Classic, die am Pfingstwochenende zum 11. Mal in Bad Kissingen stattfand.
Über 150 Oldtimer aus ganz Deutschland und angrenzendem Europa trafen sich in der Kurstadt als Start- und Endpunkt von zwei Wertungsfahrten mit insgesamt 480 Kilometern Länge. Höhepunkt und Abschluss der dreitägigen Oldtimerrallye, die sich mittlerweile zu einer der bedeutendsten in Deutschland gemausert hat, war am Sonntag der obligatorische Concours d'Elegance vor der Spielbank.
Das liebliche Taubertal und Wertheim gehörten ebenso zu den Wertungsfahrten am Freitag und Samstag wie die bayerische Schanz im Spessart, das Hafenlohrtal und die Weinberge und Dörfer Unterfrankens. Weniger auf Geschicklichkeit, mehr auf die Einhaltung vorgegebener Zeiten und Gleichmäßigkeit kam es an. So blieb den Fahrern Gelegenheit, sich von der Schönheit der Naturlandschaft bezaubern zu lassen.
„Die Streckenführung war sehr schön“, war denn auch der Kommentar von Uwe Hohlsiepe aus Hünxe (Niederrhein), der mit einem Alfa Romeo GT Junior von 1975 unterwegs war. „Auch die Organisation war Spitzenklasse.“ Besonders lobte er die Hilfsbereitschaft von Kissinger Bürgern, die ihm bei einer kleinen Panne geholfen haben.
Von der perfekten Organisation war auch Suzanne Bieber aus München angetan. „Eine Superrallye, toll gemacht.“ Vor allem die schwierigen Aufgaben hätten Spaß gemacht. „Das macht doch den besonderen Reiz aus.“ Die Route durch das Taubertal fand Egon Tauscher aus Überlingen (Bodensee) am schönsten. Er war schon zum dritten Mal dabei.
Gala mit Preisverleihung
Tauscher hatte bei der festlichen Gala im Regentenbau noch einen besonderen Grund zur Freude: Er hatte beim Concours d'Elegance mit seinem Alfa Romeo 6C 2500 Supersport Corsa Spider des Baujahrs 1939 den zweiten Preis gewonnen. Sieger wurden Rita und Harald Braune aus Dresden, die sich mit einem DKW 5F Roadster von 1936 erst kurzfristig zur Rallye nachgemeldet hatten. Den dritten Platz belegte das Chrysler-Dodge Victory six Cabriolet von Richard und Hedwig Hußenether aus Arnstein.
Doch auch die meisten anderen Teilnehmer durften sich während der mehrstündige Abschlussgala über Pokale für gute Ergebnisse bei den Einzelwertungen freuen. Höhepunkt war wieder der Auftritt des Kabarettisten Urban Priol, der ohne seine hochtoupierte Fönfrisur als Fahrer des kleinen Austin Cooper S von 1963 kaum zu erkennen war.
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