publiziert: 17.07.2011 19:27 Uhr
aktualisiert: 18.07.2011 21:12 Uhr
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Luitpold-Preis ging an 21-jährige Sopranistin Anna Lucia Richter

Ein Anruf holte sie zurück
  • Beifall für die Preisträgerin: Der strahlenden Nachwuchs-Sopranistin Anna Lucia Richter applaudieren Bernd Müller (links) und Oberbürgermeister Kay Blankenburg.Foto: Ursula Lippold
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Ihre Auftritte bei der LiederWerkstatt waren längst vorbei. Wie also sollte man Anna Lucia Richter zurückholen nach Bad Kissingen, um ihr auf der Bühne beim vorletzten Konzert des Kissinger Sommers den Luitpold-Preis 2011 überreichen zu können?

Intendantin Kari Kahl-Wolfsjäger fiel dann doch etwas ein. Drei Tage vor der Abschlussgala am Samstag rief Kahl-Wolfsjäger sie in Köln an. Sie müsse mit ihr etwas Wichtiges besprechen, das sei aber telefonisch nicht möglich, sagte sie der jungen Sopranistin. Also setzte sich Anna Lucia Richter in den Zug und war pünktlich zur Stelle, um den mit 5000 Euro dotierten Luitpold-Preis entgegenzunehmen. Davon erfuhr sie aber erst, als sie auf die Bühne gerufen wurde, sagte anschließend eine glückstrahlende Sängerin im Gespräch mit der Main-Post.

Anna Lucia Richter bekam diesen Nachwuchspreis für ihre Interpretation von Liedern, die zeitgenössische Komponisten eigens für die LiederWerkstatt beim Kissinger Sommer 2011 geschrieben hatten. Gemeinsam mit den jungen Künstlern erarbeiteten die Komponisten die Lieder – eine einzigartige Werkstatt in Europa, auf die Kahl-Wolfsjäger sehr stolz ist. Anton Schick und Bernd Müller, der Vorsitzende und der Schatzmeister des Fördervereins Kissinger Sommer, überreichten der Sängerin Urkunde und Scheck auf der Bühne im Großen Saal. Einen Extra-Applaus gab es beim Empfang des Fördervereins im Rossini-Saal.

Hier hörten die Anwesenden viele Dankesworte, die zuallererst den Sponsoren galten. Denn nur mit den Spenden der 1105 Mitglieder sei es möglich, dass der Förderverein Kissinger Sommer auch in diesem Jahr dem Stadtoberhaupt wieder einen Scheck von 80 000 Euro überreichen konnte. Insgesamt, so Schick, konnte der Förderverein seit Bestehen 1,36 Millionen Euro für das Festival zur Verfügung stellen.

Unverzichtbarer Helfer

Dass der Förderverein als größter privater Sponsor ein unverzichtbarer Helfer des Festivals ist, betonte Kay Blankenburg mehrfach. Auch er verteilte Lob nach allen Seiten, vergaß neben der Intendantin nicht den Chef des Kissinger Sommer-Büros, Gerhard Glöckler, der zum letzten Mal die Organisationsfäden des Festivals in der Hand hatte.

Er habe den Kissinger Sommer entscheidend mitbeeinflusst, so Blankenburg. Doch trotz guten Zuredens, zahlreicher Bitten und der Androhung arbeitsrechtlicher Konsequenzen sei Glöckler nicht gekommen. „Er bleibt sich treu, ich respektiere das“, so der OB. Den Förderverein lobte Blankenburg als zuverlässigsten und sachkundigsten Partner.

Von unserem Redaktionsmitglied Ursula Lippold
    
    

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