publiziert: 03.11.2011 16:37 Uhr
aktualisiert: 03.11.2011 16:41 Uhr
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Marktplatzplanung: Kein Granit aus Kinderarbeit

Marktgemeinderat beschließt Entwurf für Ortsmitte – Votum gegen Steinplatten aus China

Mit einigen wenigen Änderungen und Gesamtkosten in Höhe von 653 000 Euro verabschiedete der Marktgemeinderat am Mittwochabend die endgültige Entwurfsplanung zur Umgestaltung des Marktplatzes und des Bereichs zwischen Rathaus und evangelischer Kirche. Hinsichtlich der Oberflächengestaltung entschied sich das Gremium beim Marktplatz für die um geschätzte 27 000 Euro kostspieligeren gesägten Granitsteinplatten.

Allerdings mit einer wichtigen Einschränkung. Weil die in der Regel günstigsten Steine aus China kommen, wollte Sabine Dittmar sichergestellt wissen, dass die Platten nicht mit Kinderarbeit hergestellt worden sind. Auch Bürgermeister Johannes Wegner machte sich für diese Lösung stark und so wurde diese Einschränkung auch ausdrücklich in den Beschluss aufgenommen.

Alternative Betonsteinpflaster

Stadtplaner Bertram Wegner und Landschaftsarchitekt Valtin Dietz wollen sich jetzt bemühen den Granit zu verträglichen Konditionen aus europäischer Produktion zu beziehen. Sollte die Preisdifferenz zu den kalkulierten Kosten aber zu groß sein, wird man trotz der Vorteile des Natursteins in punkto Haltbarkeit und Optik als Alternative auf Betonsteinpflaster zurückgreifen.

Gleiches gilt für den Verbindungsweg zwischen Rathaus und evangelischer Kirche. Hier verabschiedete sich das Gremium wegen zu hohem Wartungsaufwand vom Plan, den Weg mit einer wassergebundenen Decke auszustatten. Zudem äußerte stellvertretender Bürgermeister Diethard Dittmar den Wunsch, vor einem endgültigen Entscheid über die Wahl des Materials Verlegebeispiele zu besichtigen. Von Bertram Wegner angesprochen wurde auch ein Gehwegstreifen in der Wirthsgasse, für den das gleiche Material verwendet werden soll. Dieser Bau soll aber frühestens 2013 realisiert werden.

Auf dem Parkplatz zwischen Rathaus und Kirche sollen zwölf Hülsen für Zeltstangen versenkt werden, um bei Bedarf ein Festzelt errichten zu können. Zudem sollen Natursteinpolder am Übergang des Parkplatzes zur Am Zürich-Gasse Falschparken verhindern.

Beleuchtungskonzept

Auch das Beleuchtungskonzept stellte Bertram Wegner vor. Es sieht eine Fassadenbeleuchtung des Gasthauses Krone als Marktplatzabschluss vor, beleuchtete Stufen, vier Strahler am Marktbaum, die Beleuchtung des Buswartehäuschens und beleuchtete Sitzplätze an der Kirche. Außerdem soll auch das Rathaus mit seiner frisch sanierten Natursteinfassade ins rechte Licht gerückt werden. Zur Bushaltestelle in der Poppenlaurer Straße erging der Vorschlag, dass sie auf der des dortigen Elektrogeschäftes angelegt werden könnte.

Von unserem Redaktionsmitglied Michael Petzold
    
    

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